am 040211 um 15.15uhr auf 3sat
Der Bosporus, eine Meerenge zwischen Europa und Kleinasien, verbindet das Schwarze Meer mit dem Marmarameer. Ein Nadelöhr für die internationale Schifffahrt, das mitten durch die 14-Millionen-Stadt Istanbul führt. 150 Millionen Tonnen Öl und andere Gefahrenstoffe fahren so jedes Jahr durch die türkische Metropole. Die Türkei muss diese Gefährdung hinnehmen, denn internationale Verträge zwingen das Land, den ungehinderten Schiffsverkehr zu garantieren. Dabei gibt es kaum Restriktionen oder Sicherheitsvorschriften. Selbst einen ortskundigen Lotsen müssen die Kapitäne nicht an Bord nehmen - und das, obwohl der Bosporus schwierig zu befahren ist, denn in seinen Gewässern sind nicht nur die Ozeanriesen unterwegs, sondern auch Fährschiffe, Ausflugsdampfer, Segler, Fischerboote und Motorjachten. Trotzdem sparen viele Reedereien die rund 8.000 Euro für die Durchfahrt mit einem Lotsen. So passieren 80 Prozent der Unfälle aufgrund von Navigationsfehlern, meist in der Nacht, auf der wahrscheinlich dicht befahrensten Wasserstraße der Welt.
Der Film stellt die Probleme der Schifffahrt auf dem Bosporus vor.