12. Juli 2026, 13:47:56

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Autor Thema: Arztbesuch im Ausland  (Gelesen 11719 mal)

Antwort #15
am: 05. August 2008, 08:28:24

Offline Lara

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Wir haben immer eine 2. Kreditkarte dabei, die ist für Notfälle.
Unsere Tochter hatte vor 5 Jahren in der Türkei im Urlaub um 16.00h plötzlich Bauchschmerzen. Am Folgetag zum Hotelarzt, er sagt, Blinddarm  :-\ . Ich im Dreieck gerannt, wollte sofort nach Hause um die OP da machen. Geht nicht...Die haben Blut angenommen, ich habe den Leukozytenwert per Telefon unserem Arzt durchgeben, der meinte, bleib wo Du bist, lass das sofort Kind operieren  :'(
Um 12.00h lag sie in der Privatklinik in Manavgat im OPS, nach 45 Minuten war alles vorbei, 3 Tage später ist sie wieder am Strand gewesen, durfte baden und war putzmunter. Der Arzt meinte, ein paar Stunden später, der Blinddarm wäre geplatzt. Warum wir nicht früher gekommen wären. Naja, sie hatte ja bis am Vortag keine Schmerzen  :-\ und ich dachte so schon, ich geh zu früh zum Arzt, das waren eine Nacht mit Bauchschmerzen.
Auf jeden Fall ein eindrückliches und danach sehr positives Erlebniss. Wir hatten Glück mit der Klinik, es war alles sauber, die Leute waren sehr nett, es war eine Art Dolmetscher da, der Anästhesist war aus Deutschland, war schon mal gut, er konnte sich mit meiner Tochter unterhalten. Der Chirurg sagte zu mir, mach Dir keine Sorgen, ich mach eine ganz schöne Narbe, man sieht die nachher kaum. Das stimmt wirklich, die ist sowas von klein und schön, aber in dem Moment dachte ich, der hat einen an der Klatsche, als ob das mein akutes Problem wäre.
Geld war kein Thema, die Kostengutsprache unserer Versicherung kam eine Stunde nach der OP. Wir mussten keinen Euro bezahlen.
Letztes Jahr, Tochter wieder Bauchschmerzen ect. wir zum Arzt, der sagte, ins Spital. Na super.
Dort wollten die gleich mal, dass sie über Nacht bleibt, bevor sie untersucht wurde  :-\ und verschrieben ihr Infusionen wegen der Flüssigkeit. Die wollte ich nicht, denn sie hat ja immer wieder getrunken, hatte die Wasserflasche bei sich, also mehr als genug Flüssigkeit. Nach 4 Stunden Warten kamen die Laborwerte, Infekt, Antibiotikum und ab ins Hotel. Die Klink da war nicht wirklich vertrauenswürdig, Umsatz ist alles und die Hygiene auch für TR Verhältnisse  :-X
Mit Kreditkarte bezahlt, zu Hause gleich rückerstattet bekommen.

Antwort #16
am: 05. August 2008, 09:42:21

Offline johanna

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In der Türkei haben wir auch noch keinen Arzt benötigt, aber wenn es mal sein müsste, dann hab ich ein Konto bei der Fortis Bank incl. Visa- Card. Ausserdem seit über 30 Jahren eine Auslandskrankenversicherung.
Früher in Spanien waren Arzt- und Krankenhausbesuche schon ab und zu erforderlich, als die Kinder klein waren. Aber auch da hat es nie Probleme gegeben. Vorkasse, später hier einreichen bei der Kasse und den Rest von der Versicherung. War nie ein Problem.

Antwort #17
am: 05. August 2008, 11:19:18

Ina

  • Gast
Wir hatten gestern mal wieder die Freude, dass türkische staatliche Gesundheitssystem zu besuchen. Für den türkischen Führerschein (ab 6 Monaten Daueraufenthalt vorgeschrieben!) brauchte Joe eine Gesundheitsbescheinigung (tauglich fürs Autofahren) und eine Blutgruppenbestimmung.

Die Gesundheitsbescheinigung gab es bei der Gesundheitskammer (Saglik Ocagi), einer Art Poliklinik. Die Ärztin hat ihn kurz angeschaut (wörtlich zu nehmen) dann auf Farbfehlsichtigkeit und Sehvermögen getestet und das wars auch schon, keine Kosten.

Anschließend zur Blutgruppenbestimmung ins staatliche Krankenhaus Kemer, 4,80 YTL bezahlt, im Labor sofort dran gekommen und nach 15 Minuten hatten wir bereits die fertige Blutgruppenkarte in der Hand. Allerdings waren die hygienischen Verhältnisse in dem Labor schier unbeschreiblich.

Ina

Antwort #18
am: 05. August 2008, 15:09:32

Offline Miriam

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Vor 9 Jahren musste ich in Tunesien (Djerba) mal nach einem Sturz auf das Armgelenk (1. Urlaubstag) den Arzt aufsuchen.
Der gute Mann sprach nur Französisch und ich war froh das meine Kollegin damals diese Sprache beherrschte  :o
Musste dann in ein Krankenhaus - wurde geröntgt und bekam dann bei über 40Grad einen Gips - ich sag Euch die letzten
6 Tage waren die reinste Qual - aber ich wollte es ja nicht anders  :tricky:
In Deutschland hat man dann festgestellt das ich jedoch um eine OP nicht herumkam da ein Stück vom Knochen
abgesplitert war.  :tja:

Das Geld musste ich auch in bar zahlen und dank meiner privaten Krankenversicherung habe ich fast alles wieder bekommen
(lediglich die Taxifahrt wurde nicht erstattet da ich dafür keine Quittung hatte).

Miriam