Edelsteinbesetzte Säbel, kunstvoll bestickte Zelte, kostbare Gewänder: Eine der prächtigsten, bedeutendsten Sammlungen orientalischer Kunst wird erstmals seit 70 Jahren wieder gezeigt. Prunkreitzeuge auf geschnitzten Edelrössern, mit Edelsteinen besetzte Säbel, kunstvoll bestickte Zelte und kostbare Seidengewänder: Mit der "Türckischen Cammer" in Dresden wird eine der prächtigsten und bedeutendsten Sammlungen orientalischer Kunst erstmals seit 70 Jahren wieder in ihrer Fülle gezeigt. Eröffnung ist an diesem Sonntag (7. März). "Es ist unsere osmanische Schatzkammer", sagt Direktor Dirk Syndram. In drei Räumen, auf 750 Quadratmetern im Residenzschlosses wurden etwa 600 Stücke der einzigartigen Kollektion inszeniert, die Sachsens Kurfürsten und Könige über fast fünf Jahrhunderte zusammentrugen. "Es ist kein eigenständiges Museum, sondern die Neuinszenierung eines bisher nicht angemessen präsentierten Teils einer historischen Sammlung."
Zu sehen sind Kunstwerke aus Istanbuler Hofwerkstätten, die einst Großwesiren und Aghas gehörten, von der osmanischen Kunst inspirierte sowie von siebenbürgischen Meistern hergestellte Stücke. "Sie sind von höchster Qualität und haben dank der erhaltenen historischen Inventare auch eine Identität", so Syndram. Das älteste Verzeichnis stamme von 1606. "Wir wissen genau, welcher Kaiser was geschenkt hat, wo es gekauft oder erbeutet wurde", sagt Syndram. Die Geschichte der einstigen Türkenkammer und der Kunstwerke hat der Oberkonservator der Rüstkammer, Holger Schuckelt, in den vergangenen 15 Jahren erforscht.
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