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Autor Thema: Alt und fern - Deutsche Senioren in der Südtürkei  (Gelesen 1163 mal)

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am: 16. Oktober 2010, 07:13:09

Offline TC Melanie

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am 241010 um 09.25uhr auf hr3

Was geschieht, wenn ein Deutscher türkischer Herkunft auf Menschen trifft, die deutscher Herkunft sind, aber seit Jahrzehnten in der Türkei leben und sich dort stoisch jeder Integration in die türkische Gesellschaft verweigert haben - Menschen um die achtzig, die sich vor zwanzig Jahren an der türkischen Riviera, in Alanya, niederließen, mit guter Rente und deutscher Ignoranz? Die nie die Landessprache erlernten oder sich für die hiesige Kultur interessierten und die sich jetzt, oft alt und krank geworden, in einer für sie unfassbaren Fremde verloren fühlen, in einem Land, wo es so gut wie keine Altenheime gibt? Der Film 'Alt und fern - Deutsche Senioren in der Türkei' ist ein subjektives Roadmovie entlang der Atatürkstraße von Alanya, erzählt aus der Perspektive des Autors Kamil Taylan, der vor Jahrzehnten den umgekehrten Weg nahm: Er stammt aus der Türkei und lebt seither in Deutschland. Fünfzig Jahre ist es her, seit er die schönsten Ferien seiner Kindheit hier in Alanya verbracht hat. Damals war es ein verschlafenes Nest, heute ist es eine große Stadt und vor allem eine 'Hochburg' deutscher Senioren. 20.000 von ihnen verbringen hier ihren Lebensabend. Sie haben der Stadt auch architektonisch ihren Stempel aufgedrückt: Betonsilos zuhauf, in denen vor allem die Deutschen wohnen. Der Autor trifft auf eine 'Parallelwelt', die er aus Frankfurt bestens kennt, nur mit umgekehrten Vorzeichen. Es ist eine bizarre und zuweilen absurde Welt voller Lebensgeschichten, die manchmal das Komische, manchmal das Tragische streifen.
Zum Reisen gehört Geduld, Mut, guter Humor, Vergessenheit aller häuslichen Sorgen, und dass man sich durch widrige Zufälle, Schwierigkeiten, böses Wetter, schlechte Kost und dergleichen nicht niederschlagen lässt.

Im Leben geht es nicht darum zu warten, bis das Unwetter vorbei zieht, sondern zu lernen im Regen zu tanzen!


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