Ich probiere es jetzt einfach mal, mal gucken, ob´s klappt ...
Es wird lang und ausführlich. Manche von Euch mögen das und haben um einen typischen „Andrea-Bericht“ gebeten. Wer daran Spaß hat: lesen! Wem es zu langatmig ist: einfach nur die Bilderchen gucken! It´s up to you!
Und los geht´s:
Gleich vorab: es war superduperklasse!Ein bissel Grundsätzliches:Ich war ja schon mal in Florida (1999) und wusste, dass einen dort landschaftlich nicht viel erwartet, vor allem, wenn man im Vergleich den Süd-Westen kennt. Das könnte rein theoretisch auch ein bisschen ernüchternd ausfallen … schöne Strände, weißer Sand, schöne Häuser, schön angelegte Parks und (Privat-)Gärten, viele tolle Boote/Yachten, ein paar Viecher, die Vergnügungsparks in Orlando, KEIN Daytona (selten von einem Ort so enttäuscht gewesen, wie damals von Daytona – außerhalb der Bike-Week bitte unbedingt auslassen, es lohnt sich NULL). Aber eben KEINE roten Felsen ;-)
Zwischen Juni und November ist Hurricane-Season (Höhepunkt/Hauptgefahr allerdings August – Oktober), ab Juni ist eigentlich rainy season (oft ein zwar kurzer aber heftiger Tropenguss pro Tag, oft Gewitter), es ist gut warm (30 – 35 Grad, Fühltemperatur deutlich höher) und es ist unglaublich schwül, Luftfeuchtigkeit meistens über 70%!
Das kann aber einen Karlsruher nicht erschüttern, sind wir im Oberrheingraben doch Hitze mit Schwüle bestens gewöhnt ;-)
Und die Prämisse war: der Weg führt mich dorthin, wohin ich einen Schnäppchen-Flug bekomme und die Unterkünfte bei guter Qualität (sonst bleibe ich lieber daheim) zu der Zeit leistbar sind. Bevorzugt USA, ich war aber auch offen für alles andere. Und dann kam der Schnäppchen-Flug eben nach Miami, Mietwägen-Deals bekommt man für dort auch meistens gute, und da die High-Season dort März/April bzw. grundsätzlich eher der Winter ist, bekommt man auch bezahlbare sehr gute Unterkünfte zu meinen Vorstellungen.
Für diejenigen unter Euch, die mit den USA überhaupt liebäugeln und noch GAR NIE dort waren: ich würde immer und immer wieder als Erst-Erkundung den Süd-Westen empfehlen!!! Das, wovon ich immer so schwärme mit den unglaublichen Landschaften im Wechsel mit den ebenso unglaublichen Städten, und wovon man gemeinhin so träumt, wenn man US-Filme sieht, das ist DER WESTEN!
(Und New York ;-)
Florida ist super, wenn man den Westen schon gesehen hat, oder wenn man - so wie ich jetzt - ein Schnäppchen schlagen konnte, oder wenn man das eher als Badeferien nutzen will, oder wenn man (ebenfalls so wie ich jetzt) unbedingt als alter Fan ein bisschen Amerika-Luft-und-Feeling schnuppern will und der Westen gerade nicht drin ist.
Und so muss ich echt sagen, dass meine vorher gehegten Erwartungen und Wünsche und Hoffnungen, was den Erlebniswert der Florida-Reise angeht, deutlich übertroffen wurden!!!
Aber ich behaupte mal ganz frech, dass das auch daran lag, weil ich eben ein alter Amerika-Hase bin, und einfach ein paar Sachen finde, die man nur als „Kenner“ findet, die stehen in keinem Reiseführer. Oder anders gesagt: es gibt auch ein paar Sachen, an denen man sich erst so richtig erfreuen kann, wenn man schon ein bisschen im Ami-Feeling eingegroovt ist und das auch geniessen und sich dem hingeben kann. Als „Ersttäter“ könnte man sich gar nicht so richtig drauf einlassen. Ach, schwer zu beschreiben … vielleicht könnt Ihr Euch ein bissel vorstellen, wie ich das meine.
Zusätzliche Glücksfälle:Das Wetter! Nix zu merken von der rainy season, nach 10 Tagen mal 5 Spritzer, 3x hat´s nachts geregnet und am vorletzten Tag gab´s abends dann doch noch einen Tropensturm von jetzt auf hopp mit Stromausfall und allem drum und dran, am nächsten Tag war aber wieder alles bestens. Kein Regen bedeutet auch: weniger Moskitos in der Nähe der Everglades – auch gut!
Und der für uns günstige Dollarkurs! Der lag immer zwischen 1,42 und 1,46 – ein zusätzlicher GROSSER Pluspunkt bei den Ausgaben für die Unterkünfte, Benzin, Essen und Getränke und natürlich den Einkäufen.
Hier nun der eigentliche FLORIDA 2011 BerichtDieses Mal keine bösen Überraschungen in Sachen Überbuchung und ähnliche Katastrophen, sondern ein reibungsloser Hinflug, wenn auch in einer recht alten und somit sau-engen Lufthansa Maschine, bei der auch noch der Monitor (Deckenfernseher, nix Sitz-Programm ;-) kaputt war, also kein Film-Gegucke zum Einschläfeln und Langeweile totschlagen. Soll heißen: der Hinflug hat sich ganz schön gezogen, allerdings mit schöner Sicht eine Stunde vor Landung auf die Bahamas, und vom Reiseziel konnte man auch schön die East-Coast vor Miami Beach, Key Biscayne, Fisher Island usw. begutachten.
Am Flughafen beim braven Anstehen für die Immigration – Kenner seufzen jetzt mitleidig auf – stand einige Dutzend Leute vor uns dann der Bastian Schweinsteiger mit seiner Frau/Freundin (?), und der junge Herr Nationalkicker musste wie wir Tausenden anderen auch brav in der Schlange stehen, bis der Officer ihn mit dem üblichen „NEXT!!!“ dran nahm ;-)
Wohl das Länderspiel gegen die Ösis wegen „verletztem Zeh“ geschwänzt und lieber in Miami am Strand gelegen und NBA Finals live vor Ort geguckt, was Schweini????
Mietwagen okay (Alamo Choice-Line, Midsize-SUV, ein Jeep Compass, zwar ein 2,4 Liter Motor, aaaaaaber so was von lahm und ohne Beschleunigungszug, wenn man mein Flitzerchen gewohnt ist ;-) und VÖLLIG ausreichend für das Tuckern über die normalen Strassen in Florida bei Tempo 35 bis 40 mph, auf den Highways/Freeways und Interstates 50 bis max. 70 mph.
Das erste Etappenziel –
Hollywood, dort dann das Westin Diplomat Resort – war auch schnell erreicht. Hollywood liegt günstig kurz vor Fort Lauderdale, von dort aus ist man recht schnell in Miami und auch eben in Fort Lauderdale. Zimmer im 29. Stock mit Balkon und bestem Ocean-View! YEAH! Dank Jet-Lag gab´s dann auch die ersten Tage die prächtigsten Sunsets auf dem Atlantik zu bewundern ;-)


Das Hotel und der Pool:


Und der Pool vom Balkon aus:
