20. Oktober 2018, 09:02:58

Reiseland Türkei - Deine Infocommunity!


Autor Thema: Nordzypern  (Gelesen 7556 mal)

21 Antworten am Nordzypern
am: 06. November 2012, 20:50:55

Offline frankt

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Hallo,
Ich hatte ja versprochen, mich noch einmal wegen Nordzypern zu melden   :)

Schon seit einigen Jahren ist die Einreise nach Nordzypern nicht komplizierter als in die Türkei. Personalausweis oder Reisepass genügt, bei ersterem bekommt man ein Zusatzblatt, welches man nicht verlieren sollte.  ;D Auch die diversen Restriktionen gibt es nicht mehr, obwohl völkerrechtlich die Einreise direkt in den Norden immer noch als widerrechtlich angesehen wird. Das war auch der Grund warum man mit einem Stempel der TRN im Pass nicht nach Südzypern oder Griechenland einreisen durfte.  Aber das spielt heute eigentlich keine Rolle mehr,  da die Öffnung der Grenzen eine der Voraussetzungen für die Aufnahme Zyperns in die EU war.  Eigentlich war ja die Wiedervereinigung eine der Grundforderung für den Beitritt, weswegen auch in beiden Teilen der Insel Volksbefragungen durchgeführt wurden. Das Ergebnis:  Der Norden war dafür, der Süden dagegen. Resultat: Keine Vereinigung und trotzdem Aufnahme Südzyperns in die EU. So kommt es, dass heute diejenigen, die für die EU gestimmt haben nicht Mitglied sind, diejenigen  die dagegen gestimmt haben aber aufgenommen wurden. Das ist EU-Logik  :D

Ein Quartier im Süden zu wählen und von dort aus den Norden zu besuchen ist zwar möglich, aber meiner Meinung nach nicht empfehlenswert. Zum einen gibt es immer noch Probleme mit der KFZ-Versicherung bei Ausflügen mit Mietwagen in den jeweils anderen Teil, zum anderen habe ich den Norden als sehr viel sehenswerter als den Süden empfunden. Zwar bietet der Süden das höhere Gebirge, mehr  und spektakulärere antike Stätten sowie mehr byzantinische Kirchen, das war es dann aber auch. Das Fünffingergebirge im Norden ist zwar nur knapp über 1000m hoch, aber viel zerklüfteter und Spektakulärer. Im Troodos im Süden fährt man ja quasi nur durch Wälder :pfeif:

Auch im Norden gibt es antike Steine, dazu aber noch Burgruinen in spektakulärer Lage, Städte mit gotischen Kathedralen die zu Moscheen gewandelt wurden und vieles anderes. Vor allem aber ist der Norden noch herrlich untouristisch. Wobei keiner auf große AI-Anlagen verzichten muss, auch die gibt hier, es überwiegen aber immer noch die kleinen  und mittleren Hotels mit Frühstück, maximal Halbpension.
Wir haben im April die Direktanreise gewählt. Mit Pegasus sind wir von D’dorf nach Istanbul geflogen, haben dort 3 Tage verbracht, und sind dann weiter, ebenfalls mit Pegasus, nach Erkan geflogen. Ein kleiner gemütlicher Flughafen mit schneller Abfertigung und kurzen Wegen. Von dort ging es dann weiter mit dem Taxi (war pauschal enthalten) in den Norden an Girne vorbei zum unserem Hotel, dem Denizkizi Royal. Die Anlage besteht aus zwei Einzelhotels, die aber als ein Haus geführt werden. Dort kümmert sich der Besitzer noch persönlich um seine Gäste und gießt auch selbst die Blumen im Garten. Das Hotel liegt hat direkt am Hang oberhalb einer Bucht mit einem schönen Strand. Gleich daneben der große Pool.  Restaurant und einige Bars vervollständigen das Angebot. Früher gab es auch mal ein Casino, aber das ist geschlossen. Alle Zimmer haben übrigens Meerblick.





Wie bereits gesagt, das Hotel liegt im Norden der Insel, im Großraum Girne. Dieser Bereich ist auch das uneingeschränkte Zentrum des Nordzypern-Tourismus. 90% aller Hotels sind hier versammelt, was aber nicht weiter auffällt. Girne selbst, in vielen Reiseführern und z.T. auch vor Ort noch als Kyrenia (griechischer Name)bezeichnet, ist das mondäne Zentrum des Tourismus ;D. Sehenswert hier vor allem der kleine Hafen an dem sich ein Cafe/Restaurant an das nächste reiht sowie dem örtlichen Souvenirladen.  Abgeschlossen wird der Hafen auf der einen Seite durch die sehr lange Mole und auf der anderen Seite durch das byzantinische Kastell, das durch die Venezianer nochmal erheblich erweitert wurde und noch sehr gut erhalten ist. Man kann auf den Wällen mit schönen Ausblicken einmal drumherum gehen. Im inneren werden mit Puppen Belagerungs-Situationen, Kerker etc. dargestellt. Außerdem ist ein kleines archäologisches Museum enthalten, welches den größten antiken Schatz Nordzyperns enthält, ein komplettes römisches Frachtschiff.









Nicht weit entfernt von Girne, aber aufgrund mangelnder Beschilderung schlecht zu finden, befindet sich auf einem Felsvorsprung des Fünffingergebirges ein Kleinod fränkischer Klosterarchitektur, die gotische Abtei aus dem 14. Jahrhundert, Bellapais. Sie gilt als schönste mittelalterliche Klosteranlage des Mittelmeers, ich empfand sie aber nicht als besonders spektakulär. Die Kirche und Klostergebäude sind zwar meist noch recht gut erhalten, aber das Maßwerk des vielgepriesenen Kreuzganges ist doch sehr zerstört.



An dieser Stelle sei erwähnt, das es zwar einfach ist nach Girne hereinzukommen (irgendwie kommt man immer beim großen zentralen Parkplatz an), jedoch ungleich schwerer wieder heraus-zukommen. Irgendwie haben wir uns bei den ersten malen immer verfahren. Im Gegensatz zum Rest der Insel fehlt in der Stadt jegliche Beschilderung  >:(, dazu kommt noch der ungewohnte Linksverkehr, einem Erbe der noch bis 1960 bestehenden britischen Kronkolonie.

Gleich hinter Stadt beginnen die schroffen Hänge des langgezogenen Höhenzuges des Beşparmak (griechisch: Pentadaktylos) oder auf Deutsch Fünffinger-Gebirges. Es ist die Heimat dreier Burgruinen alle in herrlicher Lage auf den Bergspitzen gelegen, St. Hilarion, Buffavento und Kantara. Sie wurden in byzantinischer Zeit errichtet, während der Herrschaft der fränkischen Könige (Königreich von Jerusalem) erheblich erweitert und nach der Machtübernahme durch die Venezianer dem Verfall preisgegeben.  Von der Passhöhe der Hauptstraße von Girne nach Lefkoşa zweigt eine Stichstraße ab, die mitten durch ein militärisches Speergebiet (anhalten und fotografieren verboten) direkt zum Fuß der Burg führt. Von allen drei Burgen ist diese die am leichtesten erreichbare und am wenigsten zerstörte. Sie besteht aus drei Teilen, der Vor-, der Unter sowie der Oberburg. Die Vorburg betritt man gleich beim Parkplatz mit Kaffen. Eine mittlere Kletterpartie führt zum  best erhaltenen Teil, die Unterburg. Viele Räume (teils ausstaffiert) sind zu erkunden und ein Cafe gibt es auch. Der Aufstieg zur Oberburg ist sehr anstrengend, belohnt wird man oben durch die Aussicht auf Girne , Lefkoşa und die Mesaoria-Ebene. Ein Aufstieg, der wirklich lohnt, also nicht bei der Unterburg aufgeben  :D















Von der Burg aus kann man noch weiter ins Gebirge fahren und erreicht irgendwann ein ehemaliges Kampfgebiet mit Panzerwracks etc., das haben wir uns allerdings erspart.

So dies war der erste Teil, bald gehts weiter

Gruß
Frank
Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.
Albert Einstein
deutscher Physiker und Nobelpreisträger

Antwort #1
am: 06. November 2012, 20:59:33

Ela

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Eindrucksvolle Bilder  thumbsup

Wie ist das mit der Verpflegung? Gibt es verschiedene Lokale?

Antwort #2
am: 06. November 2012, 21:13:10

Offline sally

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 thumbsup sehr schöne Fotos einer tollen Landschaft  heuschnupfen
 busi sally
Glück bedeutet : auf falsche Menschen zu verzichten....

Urlaub 2015 mit lieben Freunden
2016 auch.. 😊

Antwort #3
am: 06. November 2012, 21:20:34

Offline frankt

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Wie ist das mit der Verpflegung? Gibt es verschiedene Lokale?

In der direkten Umgebung des Hotels ware 3 verschieden Lokale zu finden. Außerdem 2 große Supermärkte. Ansonsten alles vorhanden, wie woanders auch :-)

Gruß
Frank
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Antwort #4
am: 06. November 2012, 21:22:08

Ela

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Jetzt sind wir uns nach deinem Bericht, mit der Unterkunft in Südzypern nicht mehr so sicher   :tja:

Antwort #5
am: 06. November 2012, 21:25:36

Offline frankt

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Der Bericht ist ja noch nicht zu Ende  ;D

Gruß
Frank
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Antwort #6
am: 06. November 2012, 22:21:33

Offline Carlos

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Ich hoff ich hab's nicht überlesen :lieb: aber, wann war eure Reisezeit? Jetzt im Oktober?

Antwort #7
am: 06. November 2012, 22:27:47

Offline frankt

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Nee, wir waren schon im April dort....

Ein bischen hab ich heute noch....

Zurück auf der Passhöhe geht’s auf 4-spuriger Schnellstraße weiter Richtung Süden und man erreicht Europas letzte geteilte Hauptstadt Lefkoşa. Die Grenze zieht sich mitten durch die Altstadt und teilt den großstädtisch anmutenden griechischen Teil von der türkischen Kleinstadt ab. Die Querung der Grenze ist hier an zwei Stellen möglich, aber auch das haben wir uns gespart.

Die ganze Altstadt ist immer noch vollständig vom venezianischen Festungsring umgeben, den man aber nur an wenigen Stellen überhaupt erkennen, geschweige denn besteigen kann. Am besten sucht man sich einen Parkplatz in der Nähe des Girne Tores. Im Tor selbst befindet sich die Touristeninformation und dort besorgt man sich einen hervorragenden Stadtplan mit eingezeichnetem Rundgang zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Vom Tor gehts Richtung Stadtcentrum vorbei an einer kleinen Mevlevi Tekke, an den britischen Repräsentationsbauten hin zur Selimiye-Moschee, der ehemaligen Sophien-Kathedrale, erbaut als Krönungskirche der fränkischen Könige zwischen 1209 und 1228. Äußerst interessant hier der Kontrast zwischen hochgotischem Kirchenbau und der Anpassungen an die Bedürfnisse einer Moschee. Gleich nebenan die frisch restauriert Ruine der ebenfalls gotischen Agios Nicolaos Kirche.  Sie wurde von den türkischen Eroberern als Getreidespeicher und Markthalle genutzt und wird deswegen heute immer noch Bedesten genannt. Hier beginnt auch das kleine Basarviertel in dem es dieselben Fakes wie in der Türkei zu kaufen gibt, hier ist interessanterweise auch der einzige Ort in Nordzypern an dem die Preise in Euro ausgeschrieben sind. Der große Han, ist einer der ersten türkischen Bauten auf Zypern. Er ist ebenfalls frisch restauriert und beherbergt einige Cafés sowie diverse kleine Kunsthandwerksläden. Etwas weiter im Westen der Altstadt ist noch das Derviş Paşa Konağı sehr zu empfehlen. Dabei handelt es sich um ein typisches osmanisches Herrenhaus mit vollständiger Einrichtung.  Ist zwar nicht sehr groß aber interessant.
Ansonsten lohnt sich ein Spaziergang durch die Altstadtgassen, überall gibt es zwischen der neueren Bebauung historisches zu sehen. Leider wird das ganze teilweise durch heftigen Autoverkehr gestört.


















Und morgen gehts dann weiter nach Famagusta und Salamis :-)

Gruß
Frank
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Antwort #8
am: 06. November 2012, 22:33:23

Offline Carlos

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Danke Frank  thumbsup

Antwort #9
am: 06. November 2012, 22:37:37

Offline Laurie

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Danke für den Bericht und die Fotos Frank. KLingt alles sehr interessant und vielleicht sollten wir Nordzypern irgendwann mal in Angriff nehmen ;-)

lg
Laurie

Antwort #10
am: 06. November 2012, 22:50:32

Offline Bienchen

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Danke schön Frank!  heuschnupfen Ein sehr schöner Bericht, der Lust auf das noch Kommende macht - und tolle Bilder!  :yeah:

Da Nordzypern auch noch auf meinem Reisewunschplan steht, freue ich mich jetzt umso mehr, wenn es dann endlich mal klappt.  ;)

LG Bienchen  :love:
Was immer auch geschieht: Nie sollt Ihr so tief sinken, von dem Kakao, durch den man Euch zieht, auch noch zu trinken! (Erich Kästner)

Antwort #11
am: 07. November 2012, 22:15:46

Offline frankt

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Hallo,

Wie versprochen, geht’s jetzt weiter.

Von Lefkoşa geht es auf dem Nordzypern Highway Richtung Osten quer über die fruchtbare Mesaoria-Ebene direkt zur Stadt mit den vielen Namen. Mağusa nennen sie die Einheimischen, Ammóchostos  die Griechen und Famagusta die Briten. Der offizielle heutige Name aber Gazimağusa ist Gazimağusa.
Bis 1974 befand sich hier der Nabel des zypriotischen Tourismus, die Hotelstadt Varosha zeugt bis heute davon. Da das Gebiet aber seit dem Einfall der türkischen Armee Speergebiet ist, und nur von Soldaten der türkischen Armee sowie der UN-Schutztruppe betreten werden darf, ist es heute eine Geisterstadt, die allmählich dem Verfall preisgegeben ist. Vom letzten in Betrieb befindlichen Hotel, dem Palm Beach, hat man einen guten Blick auf dieses Kuriosum, ansonsten wird eine Annäherung an das Gebiet nicht gern gesehen.

Bildquelle Wikipedia

Die eigentliche Sehenswürdigkeit Famagustas ist aber die Altstadt. Unter fränkischer Verwaltung befand sich hier eine der reichsten Städte der Levante, nach der Einnahme der Stadt durch die Osmanen im Jahre 1571 wurden aber alle nichttürkischen Bewohner in die Außenbezirke verbannt. Innerhalb des fast vollständig erhaltenen 3,5km langen Festungsringes durften sich nur noch Türken ansiedeln, die allerdings scheinbar nur relativ wenig Interesse zeigten am Zustand der Stadt etwas zu ändern. So kommt es, dass sich die Altstadt heute noch fast genauso zeigt wie direkt nach der Eroberung. Alleine 22 Kirchen sind zu entdecken, die meisten davon allerdings nur als Ruine. Nicht bei der Eroberung zerstörte Adelspaläste wurden weitergenutzt, ev. durch einen türkischen Erker an die eigenen Bedürfnisse angepasst. Die Reste zerstörter Bauten blieben bis heute stehen, so befindet sich im inneren des ehemaligen venezianischen Gouverneur Palastes heute ein Parkplatz. Das Zentrum zeigt sich heute mit vielen Freiflächen, wenigen Neubauten und überall verteilten Relikten der fränkischen Zeit. Bei Anfahrt mit dem Auto einfach bei Erreichen der Mauern rechts abbiegen, dem Mauergürtel folgen, bis man bei der Hafeneinfahrt durch ein nachträglich eingefügtes Tor in die Altstadt fährt. Gleich hinter der Mauer befinden sich die ersten Parkplätze. Von hier lassen sich alle Punkte der Stadt leicht zu Fuß erreichen.

Wichtigste Sehenswürdigkeit ist die Lala Mustafa Paşa-Moschee, erbaut 1298 bis 1326 als St. Nikolaos-Kathedrale. Sie ist der besterhaltene gotische Kirchenbau der Insel. Von außen lässt nur das aufgesetzte Mini-Minarett auf die Umwidmung als Moschee schließen.

Der Festungsring und die Bastionen sind fast überall begehbar, teilweise wird  allerdings Eintritt erhoben. So auch für das kleine Kastell im Norden der Stadt, das als Schauplatz von Shakespeares Drama vom Mohren von Venedig gilt und deshalb auch Othello Turm genannt wird. Von hier hat man auch einen guten Überblick über den Hafen von Famagusta, der ansonsten Speergebiet ist. Leider war das Kastell während unseres Besuches geschlossen. Rund um die Kathedrale finden sich einige Cafés, Souvenirläden Banken und die Post. Faszinierend fand ich auch den Briefkasten vor der Kathedrale. Eindeutig britischer Herkunft zeigt er noch die Initialen GR, also King George von England, ob IV oder V ist nicht erkennbar :-) Ein Relikt aus alten Zeiten, aber immer noch genutzt.













Da meine Videokamera an dem Tag letztmals noch funktionierte, gibt es zwar sehr viel Videomaterial aber nur wenige Fotos von Famagusta. Ein Filmchen werde ich nachliefern :-)

Das wars für heute, mehr demnächst.

Gruß
Frank
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Albert Einstein
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Antwort #12
am: 07. November 2012, 23:14:07

Offline frankt

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Hab mich jetzt doch noch entschlossen heute noch etwas weiterzumachen :-)

Nur wenige km nördlich von Famagusta, immer die Küste entlang, erreicht man das Ausgrabungsgelände von Salamis. Die Stadt war schon im 11 Jh. v. Chr. ein der wichtigsten von Zypern und war bis zum 7 Jh. n. Chr. besiedelt. Die heute zu sehenden Ruinen stammen aus der römischen und byzantinischen Zeit. Das weitläufige Stadtgebiet ist nur zum kleinen Teil ausgegraben, wobei die imposantesten Teile, Gymnasium, Bäder und Theater gleich beim Eingang zu finden sind. Vom in allen Plänen eingezeichneten Amphitheater ist allerdings in Natura nichts zu sehen.
 Bis vor wenigen Jahren war es noch möglich, das Gelände per PKW abzufahren, das ist heute zum Glück nicht mehr möglich. Während des Sommers mag es wohl ein wenig zu heiß sein, aber während unseres Aufenthaltes im April war es einfach herrlich das ganze Areal abzulaufen. Man geht durch gelbe Blumenmeere und findet immer wieder verstreut im Gelände sehenswerte Gebäudereste.
Im Sommer lockt vielleicht eher der schöne Strand der direkt angrenzt :-)































Ein kleiner Abstecher ins Landesinnere führt zum St. Barnabas-Kloster. Dabei kommt man an der Nekropole von Salamis mit den Königsgräbern vorbei, die ebenfalls sehr sehenswert sein sollen. Aus Zeitmangel konnten wir diese aber nicht mehr besichtigen.

Das Kloster selbst wird heute als Museum genutzt. In der Kirche befindet sich eine Ikonensammlung in den Nebengebäuden ein kleines archäologisches Museum in dem die wenigen Funde aus Salamis ausgestellt sind, die nicht in das Cyprus Museum nach Süd-Nikosia oder das Britische Museum nach London verbracht worden sind. Gleich neben dem Kloster ist noch die Grabkirche des heiligen Barnabas zu finden.















So, das wars aber jetzt wirklich für heute

Gruß
Frank
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Antwort #13
am: 07. November 2012, 23:29:55

Offline sally

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 :love: sehr schöne,viele Eindrücke dieses Landes gewonnen
 bluemchen danke dafür
 busi sally
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Antwort #14
am: 08. November 2012, 00:38:58

Offline Ursy

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Hallo Frank  :ciao:

Danke für die schönen Fotos und Deine Reiseberichte. Da hast Du Dir viel Zeit genommen uns einen weitere interessanten Teil der Türkei schmackhaft zu machen. Ich lese Deine Berichte immer sehr gerne.

Sagol ve selam Ursy
Es gibt Menschen die sieht man oft, es gibt Menschen die sieht man jeden Tag, und es gibt Menschen, denen sieht man nur einmal in die Augen und vergisst sie nie.