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Autor Thema: "Die Stimme in mir"  (Gelesen 2065 mal)

0 Antworten am "Die Stimme in mir"
am: 14. August 2007, 15:43:37

Offline Ute13

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Zitat
Im vergangenen Jahr wurde die Autobiographie schließlich unter dem Titel "Die Stimme in mir. Eine wahre Geschichte aus einer faszinierenden Welt" veröffentlicht.


eine Frage, hat einer von Euch das Buch und bietet es zum Lesen an?



"Die Stimme in mir"

Als Schierina Semerci mit einer Gruppe türkischer Landsleute im Untergeschoss des Münchner Bahnhofs ankam, war sie nur eine Zahl: "Ich war Nummer 452 - das vergesse ich nie." Das war 1972. Ihre Lebensgeschichte liest sich bis zu diesem Zeitpunkt wie ein Jugendroman: Sie verlebt eine unbeschwerte Kindheit auf dem Land nahe der Stadt Osmaniye in der Südtürkei; die Eltern haben einen großen Bauernhof mit unzähligen Tieren. "Wenn sie alle zusammen im Hof umherspazierten, sah es aus wie ein Wanderzirkus, der hier gastiert", schreibt Semerci in ihrer Autobiographie "Die Stimme in mir".

Ihr Leben sollte sich in den folgenden Jahrzehnten noch zu einem Erwachsenenroman steigern; stellenweise mutet es wie ein Thriller an, was Schierina Semerci beschreibt. Es ist die Geschichte der Flucht einer 17-Jährigen aus der Türkei, die vor der Zwangsheirat flieht, und der Ankunft im fremden, winterkalten Deutschland; von ersten Monaten im Kloster Johannesbrunn, in dem Menschen aus aller Herren Länder versammelt waren, "auf jedem Stockwerk eine andere Sprache". Es ist die Geschichte von langen Schichtdiensten in einem Landshuter Werk mit kurzem Schlaf und langen Busfahrten am Morgen und am Abend; und es ist die Geschichte von der Liebe eines Lebens, die ins Verderben führt.

Schon früh fühlt sich Schierina Semerci in der deutschen Kultur zu Hause. "Die Jahre hatten mich von meinen Landsleuten entfernt", schreibt sie in ihrem Buch. "Ich wollte mich nur auf eine Kultur konzentrieren und in ihr leben." Ihr Freundeskreis bestand bald nur noch aus Deutschen.

Bis heute trägt sie Teile beider Kulturen in sich. Wenn sie ihre Familie in der Türkei besucht, verhält sie sich nach türkischem Muster; in Deutschland richtet sie sich nach hiesigen Gepflogenheiten.

:beitrag:


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