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Autor Thema: Im Land der Feenkamine  (Gelesen 1266 mal)

3 Antworten am Im Land der Feenkamine
am: 04. März 2014, 07:35:04

Offline TC Melanie

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MI 26.3., 14:30 Uhr, HR

Die ersten Christen, die ins zentralanatolische Hochland geflohen waren, schufen sich im weichen Tuffstein ein Netz von mehr als tausend unterirdische Kirchen und Klöstern, ganze unterirdische Städte. Der Film führt in die zerfurchten, ruinengleichen Täler Kappadokiens. Jedes Jahr reist Bartholomaios I., der Patriarch der orthodoxen Weltkirchen, aus seinem Amtssitz Istanbul für einige Tage in die Schluchten des kappadokischen Hochlandes. Für ihn beginnt damit auch eine Reise zurück zu den Wurzeln des Christentums. Dies sei auch eine Annäherung an die einstigen muslimischen Nachbarn, mit denen die Christen dort fast 1.500 Jahre zusammenlebten, bis sie 1923 umgesiedelt wurden, um Platz zu schaffen für türkischstämmige Familien aus Nordgriechenland. Filmautor Martin Thoma ist dem greisen Kirchenmann im Sommer 2005 gefolgt. Die heutige muslimische Bevölkerung geht eher pragmatisch mit dem in Stein gehauenen Nachlass der ersten Christen um. Ali Sirli, ein alter Schäfer aus Uchisar, hat seine Schafe in einer alten byzantinischen Höhlenkirche untergebracht, ein weiterer Tuffkegel dient als Behausung für seine Tauben. Er lebt noch heute mit seiner Familie in einem "Feenkamin", den einst sein Urgroßvater in einen Tuffkegel geschabt hat - nicht ganz legal, denn seit die UNESCO die bizarre Tufflandschaft um Göreme und Uchisar 1982 zum Weltkulturerbe erklärt hat, verschwanden die meisten Familien im Zuge einer staatlich verordneten Umzugsaktion in die schnell errichteten Betonhäuser der Neustädte. Seitdem ist Ali den Behörden ein Dorn im Auge, wie sein Nachbar Hassan, ein pensionierter Wildhüter. Mittlerweile hat der lokale Tourismus das Weltkulturerbe für sich entdeckt. Die Jungen verdingen sich als Reiseführer, eröffnen eine Billigpension oder ziehen in die Großstädte. Irgendwann habe man hier nur noch Geisterstädte und Tuffruinen, meint Hassan, die Dörfer sterben aus, und mit ihnen gehe der Stolz der alten Anatolier zum Teufel.
Zum Reisen gehört Geduld, Mut, guter Humor, Vergessenheit aller häuslichen Sorgen, und dass man sich durch widrige Zufälle, Schwierigkeiten, böses Wetter, schlechte Kost und dergleichen nicht niederschlagen lässt.

Im Leben geht es nicht darum zu warten, bis das Unwetter vorbei zieht, sondern zu lernen im Regen zu tanzen!

Antwort #1
am: 04. März 2014, 08:56:56

Offline Dea

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Vielen Dank für den Hinweis!! 2015 geht es die zweite Maihälfte nach Kappadokien.

Antwort #2
am: 26. März 2014, 17:13:06

Offline Dea

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Ein wirklich schlechter Film. Eine viel zu aufdringlich Kamera bei der Kommunion der Orthodoxen, dem Freitagsgebet der Muslime und beim Anziehen des Bräutigams (muß ich sehen, wie der seine Unterhose anzieht?). Nach diesem Bericht glaubt man, alle männlichen Türken sitzen nur im Teehaus, schickanieren ihre arbeitenden Frauen und Töchter. Aber vielleicht ist es in Zentralanatolien wirklich so. Der Film war eher abschreckend.

Antwort #3
am: 26. März 2014, 17:18:27

Offline TC Melanie

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naja in zentral anatalolien ticken die uhren natürlich völlig anders. im tourismus geht es hier zwar auch lockerer zu, aber auch nur da.....ansonsten ist es schon recht konservativ, alles ander läuft eben unter dem deckmäntelchen der heimlichkeiten.... muswech
Zum Reisen gehört Geduld, Mut, guter Humor, Vergessenheit aller häuslichen Sorgen, und dass man sich durch widrige Zufälle, Schwierigkeiten, böses Wetter, schlechte Kost und dergleichen nicht niederschlagen lässt.

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