Eine der größten türkischen Brauereien hat aufgrund rückläufiger Umsätze die Notbremse gezogen. Die Schließung einer Produktionsanlage hat zu einem Schock in der Branche geführt. Überraschend kommt sie aber nicht. Die seit Sommer 2013 in Kraft befindliche strikte Alkohol-Gesetzgebung des Landes ließ allein den Biersektor um zwölf Prozent schrumpfen.
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Türkisches Alkoholgesetz: Jetzt spürt der Markt die Folgen
Deutsch Türkische Nachrichten | 07.04.14, 16:24
Eine der größten türkischen Brauereien hat aufgrund rückläufiger Umsätze die Notbremse gezogen. Die Schließung einer Produktionsanlage hat zu einem Schock in der Branche geführt. Überraschend kommt sie aber nicht. Die seit Sommer 2013 in Kraft befindliche strikte Alkohol-Gesetzgebung des Landes ließ allein den Biersektor um zwölf Prozent schrumpfen.
Themen: Alkoholgesetzgebung, Alkoholkonsum, Anadolu Efes, Bier, Brauerei, Lüleburgaz, Türkei, Wein, Winzer
Ende der Partystimmung: Der türkische Brauer Efes muss eine Produktionsstätte schließen. (Foto: Flickr/ beer is gone by piervix CC BY 2.0)
Ende der Partystimmung: Der türkische Brauer Efes muss eine Produktionsstätte schließen. (Foto: Flickr/ beer is gone by piervix CC BY 2.0)
Anadolu Efes hat mit schweren Einbrüchen auf seinen Hauptmärkten in der Türkei und Russland zu kämpfen. Grund hierfür sind die jeweils herrschenden gesetzlichen Vorgaben. Bereits am 2. April verkündete das Unternehmen deshalb, seine Produktionsstätte in Lüleburgaz, in der Provinz Kırklareli zu schließen. Bereits vier Monate zuvor wurden erst zwei Brauereien in Russland dicht gemacht.
Die Bedrängnis für den Bier-Hersteller kommt nicht von Ungefährt. Im Jahr 2013 schrumpfte der türkische Bier-Markt um satte zwölf Prozent. Als augenfälligster Grund hierfür gilt die seit Sommer des vergangenen Jahres herrschende Alkohol-Gesetzgebung der Türkei. Verboten ist seither nicht nur jegliche Alkoholwerbung. Damit einher gehen auch einschlägige Verkaufsbeschränkungen. Obendrein zogen die Preise aufgrund eines Anstiegs der Sonderverbrauchsteuer (ÖTV) an. Dies führte zu einem weiteren Rückzug der Unternehmensumsätze.
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