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Autor Thema: Sunna Park Hotel, Paguera, Mallorca  (Gelesen 2367 mal)

2 Antworten am Sunna Park Hotel, Paguera, Mallorca
am: 07. Oktober 2015, 11:41:24

Offline Kiss_Kiss

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Sunna Park Hotel, Paguera, Mallorca, Anfang Oktober 2015
   
Ich weiß gar nicht so recht, wie ich dieses Hotel beschreiben soll.  :-\  Erstmal zu den grundsätzlichen Dingen:

Über die genaue Anzahl der Zimmer konnte ich keine einheitliche Angabe finden. Es dürften wohl so rund 150 Zimmer sein, verteilt auf ein Haupthaus mit 4 Sternen und einer über die Straße gelegenen Appartementanlage mit 3 Sternen, Pool, Restaurant, das Übliche..  ;D

Bei unserer Anreise um halb elf Vormittags verlief der Check-In zügig und unser Zimmer war zu unserem Erstaunen bereits bezugsfertig. Das gebuchte Doppelzimmer mit Zustellbett entpuppte sich als circa 40qm großes Zimmer bestehend aus einen Raum mit einem großen Doppelbett, einer Zimmernische mit dem dritten Bett und einem Bad mit Badewanne, Doppelwaschbecken, Toilette und Bidet. Das Zimmer war gefliest, hell gehalten und bewohnbar sauber. Außerdem hatte es einen schönen, großen Balkon mit Nachmittagssonne und Blick auf dem Pool.

Die Lage des Hotels fand ich gut. Sowohl zu den Badebuchten von Paguera, als auch zur Einkaufmeile ist in man in wenigen Metern. Durch viele Restaurants und Läden lässt sich prima bummeln, schauen und einkaufen. Paguera ist leicht bergig, hat uns aber gut gefallen.

Des Weiteren möchte ich gern erwähnen, dass das Personal des Hotels unglaublich bemüht ist und wirklich die Finger fliegen lässt. Insbesondere die Dame, die morgens die Eier brät. Außerdem waren die Aioli mit Brot und die Pommes genießbar.

Und nun zu den erstaunlichen Dingen des Hotels:

Das Hotel hat zu circa 80 % AI Gäste, der Rest der Gäste ist mit Halbpension unterwegs. Für das ganze Hotel gibt es genau eine Bar, die bis nach der Schließung des Restaurants am Abend (circa 21 Uhr) mit genau einem Barkeeper besetzt ist (danach kommt ein zweiter Barkeeper dazu). Diese Bar ist Poolbar (wenn die Getränke aus dem Fenster gereicht werden), Lobbybar (wenn man sich drinnen nieder lässt) und, wenn man das Hotel verlässt, auch Beachbar. Außerdem war der Barkeeper gleichzeitig der Lifeguard des Pools. Entsprechend musste man mit Wartezeiten an der Getränkeausgabe rechnen. Daran, dass man am Tische bedient wird, war gar nicht zu denken. Und diese Situation hat zu einem erstaunlichen Ereignis geführt, das vielleicht auch typisch deutsch ist.

Die Gäste des Hotels haben nämlich ihr dreckiges Geschirr selber weggeräumt, jawohl!!  thumbsup Und wer seine Kaffeetasse und seinen leeren Plastikbecher stehen gelassen hat, hat erst mal von den anderen Gästen böse Blicke und dumme Sprüche geerntet. Und immer schön artig alles mitnehmen, wenn man sich an der Bar Nachschub holt!  muhaha

Das Restaurant bestand aus jede Menge dieser kleinen viereckigen Tische. Die Tische waren grundsätzlich nur für 2 Personen gedeckt mit genau einer Gabel und einem Messer, obwohl durchaus einige Familien im Hotel waren. Mit drei Personen musste man dann schon Besteck am Nachbartisch räubern gehen, für den Nachtisch gab es überwiegend nur Plastiklöffel. Genauso gab es nur Glas „pinchen“ (0,1) für den Saft morgens früh, ansonsten nur Pappbecher. Immer nur Pappbecher…  :-\ abends an der Bar konnte man mal nach Gläsern fragen, dann gab es auch welche.  :applause:

Das Buffet fand ich merkwürdig. Die Salatbar bestand aus einem Berg Zwiebeln, Tomaten und Eisbergsalat. Daneben ein riesiger Berg aus angemachten Salaten, die immer fragwürdigen Inhalt hatten (Orangat, Rosinen, Wurst, welke Blätter). An der Grillstation gab es immer einmal Fleisch, einmal Fisch, Pommes und so etwas frittiertes „Bofrost Zeugs“.  :o  Irgendwie panierten Fisch, panierte Schnitzel, irgendwelche panierten Röllchen mit undefinierbarer Füllung usw. Es wäre hilfreich gewesen, wenn das beschriftet gewesen wäre.

Die warmen Speisen waren alle nicht mein Ding. Die Spinatcannelloni waren mit Hackfleisch gefüllt, die Gemüse schwam in irgendwelchen Soßen, ans Fleisch bin ich gar nicht drangegangen. Der Nachtisch war noch nicht mal süß, das Obst war ok. Die beiden Kellner des Restaurants waren damit beschäftig, den Halbpensionsgästen ihre Getränke zu bringen, so dass auch hier gerne die Gäste selber die Tische abgeräumt haben.  ;D

Ein bisschen befremdlich war für mich auch, dass die Kisten mit dem sauberen Besteck hinter der Kiste mit dem dreckigen Besteck standen. Ließe sich bestimmt besser organisieren.  :klatsch:

Am Anfang waren wir entsetzt und haben uns gefragt, ob wir durch die AIDA vorher einfach verwöhnt waren. Immerhin hat man da die 10fache Menge an Gästen durch die Restaurants geschleust und trotzdem war es gemütlicher als hier. Schließlich haben wir es einfach als abendliche Abenteuer angesehen und ein wenig Diät gegessen.  :D  Wie gesagt, Aioli, Brot, Pommes und Obst waren durchaus lecker und die frischen Eieromelett haben ziemlich gut geschmeckt.

Alles in allem war unser Aufenthalt ganz nett, aber dieses Hotel wird uns nicht mehr wiedersehen. Als Hotel mit Frühstück für einen günstigen Preis wäre es vielleicht empfehlenswert. Den 4. Stern haben sie sich aber sicher von Himmel geholt.  schicki

Antwort #1
am: 07. Oktober 2015, 12:30:10

Offline TC Melanie

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87% WE bei einem grossen beliebten bewertungsportal muhaha danke für dein feedback stephi  :D
Zum Reisen gehört Geduld, Mut, guter Humor, Vergessenheit aller häuslichen Sorgen, und dass man sich durch widrige Zufälle, Schwierigkeiten, böses Wetter, schlechte Kost und dergleichen nicht niederschlagen lässt.

Im Leben geht es nicht darum zu warten, bis das Unwetter vorbei zieht, sondern zu lernen im Regen zu tanzen!

Antwort #2
am: 08. Oktober 2015, 08:07:05

Offline Kiss_Kiss

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ich hab das gestern einer Freundin erzählt, die meinte, Gott sei Dank sind wir nicht zum Küchendienst eingeteilt worden  muhaha

das Hotel ist ja nicht ganz schei ... wie gesagt, Zimmer war ok, Lage war gut...

aber einfach personell sowas von dünn besetzt..  :-\

Noch eine Ergänzung:

Am 30.09. bestand das "Animationsteam" aus genau einer Dame. Diese hat uns dann bei der Anreise auch mitgeteilt, dass das ihr letzter Arbeitstag ist. Danach war nix mehr mit Animation. Kein Kinderclub mehr, keine Minidisco, keinerlei Abendunterhaltung, nur Klaviermusik aus dem Lautsprecher abends. Wir haben schon gemutmaßt, dass sie das extra machen, damit die Leute nicht soviel trinken in der Bar und lieber raus gehen, wo ein bisschen was los ist.  ;)