18. Januar 2018, 19:10:21

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Autor Thema: Kreuzfahrt Dubai trifft Mittelmeer mit der Mein Schiff 2  (Gelesen 1298 mal)

3 Antworten am Kreuzfahrt Dubai trifft Mittelmeer mit der Mein Schiff 2
am: 10. Mai 2016, 20:16:38

Offline Anke1963

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2016.03.20, Sonntag

On the Road again …

Der Tag beginnt, für einen Sonntag, viel zu früh. Zu Früh bedeutet kurz nach sieben geht neben mir das Licht an und die beste Ehefrau aller erhebt geschmeidig ihren Luxuskörper aus dem Bett. Untermalt wird das Ganze von sphärischen Klängen, also ungefähr: Uh, ah – aua! So ist das halt, wir sind schließlich beide nicht mehr die Jüngsten.

Nach dem obligatorischen Kaffee, oder drei, und des ebenfalls unabdingbaren Besuchs des Maskenbildners, warten wir auf unser Taxi. Dies in Form des Senior-Juniors, dieser lässt aber auf sich warten. Kurz vor knapp, noch fünfzehn Minuten, werde ich dann langsam aber sicher nervös! Der Senior-Junior liegt scheinbar noch in Sauer, was für uns Plan B bedeutet. Dank dem Herrn, der über uns wohnt – Junior-Junior, geht aber alles in Ordnung, er ist schon wach. Flugs schmeißt er sich in Schale und schon ist die Kutsche Richtung Hamburger Hauptbahnhof unterwegs. Richtung Hauptbahnhof!? Ja, ganz richtig, wir müssen zuerst zu den Hessen nach Frankfurt, um dann von dort unseren Trip mit dem Flieger weiter zu führen. Dank rail and fly ist das auch eigentlich kein Problem … Das Wörtchen eigentlich beschreibt, in unserem Fall in Form zweier gefühlt schrankgroßer Koffer, die Misere. Doch dank unserer großzügigen Zeitplanung, warten wir lediglich eine ¾ Stunde, im Ar... kalten Hamburger Hbf, auf unseren ICE.

… just can't wait to get on the road again

Die Fahrt gestaltet sich – l a n g w e i l i g (gähn). Die Landschaft fliegt an uns vorbei, viel Gegend für's Geld.

Dann endlich vor uns Frankfurt, unser Ziel. Zuerst trotten wir der Ströme mit Koffern bewaffneten Masse wie Lemminge hinterher, dann besinnt sich das Kind … ein freundlicher Polizist, ja gibt es auch in Frankfurt, weist uns den richtigen Weg. Wir erreichen mit Müh und Not unseren Shuttle zum Hotel, der fährt leider nur alle Stunde, zumindest am Sonntagnachmittag. Das Steigenberger, in dem wir weilten, liegt ca. 20 Minuten von Flughafen entfernt.





Gelegen in der wunderschönen Umgebung eines Industriegebietes. Ok ok ok, dass wussten wir vorher, aber man darf doch mal träumen, zumal in Erwartung des Urlaubs. Der Wochentag, es ist Sonntag, tut ein Übriges, hier ist absolut tote Hose. Wir warten auf unser Date mit Werner und Moni, die wir aus dem Forum kennen. Fazit des ersten Tages, respektive des Abends: Frankfurt – da müssen wir unbedingt nochmal hin! Werner und Moni – witzig, nette Gesellschaft, wir freuen uns die beiden kennen gelernt zu haben.



Steigenberger – sehr durchwachsenen Eindruck. Freundliches Personal, das Essen ist haarscharf an einer Katastrophe vorbei geschlittert! Die Zimmer hinterlassen ebenfalls gemischte Gefühle: Das Bett, mit Sprungfedern – geht gar nicht! Der Wasserhahn im Bad hat seine schönste Zeit ebenfalls hinter sich. Morgen geht es weiter zum Bestimmungsort.

2016.03.21, zweiter Reisetag

Morning has broken …

In fremden Betten schläft man gut, habe ich mal gehört. Wer es glaubt wird selig, ohne diesen Aberglauben, aber vor allem im eigenen Bett, geht es komfortabler in den (Nacht)Himmel! Für mich war die Nacht recht früh vorbei, um 4.33 ratterte der erste Zug nach Nirgendwo! Die beste Ehefrau aller schlummerte noch selig süß, dachte ich, also kurz nochmal weggenickt. Um 6:00 Uhr rappelte der fröhlichen Wecker, (gibt es für Smartphones fröhliche Wecker? Ich bezweifle es!) aus den tiefsten Träumen gerissen zu werden. Immerhin gab es ein kleines Frühstückchen das uns beschwichtigte. Um sieben Uhr ging es in den Shuttle, unser Fahrer, eine Seele von Mensch, bewältigte nicht nur unsere schweren Koffer, sondern auch die Fahrt mit tiefster Gelassenheit. Er ruhte in sich selbst, wie einst Buddha, so ähnlich sah er auch aus. Da frage ich mich doch ob es da eventuell parallelen gibt? Wie dem auch sein, ohne Blessuren um eine witzig Unterhaltung reicher, gelangten wir am Flughafen an.

… like the first Morning.

Wir hatten uns auf lange Schlangen vor den Schaltern, und quälend langsame Abarbeitung der notwendigen Formalitäten eingestellt. Es kam ganz anders! Bereits 20 Minuten nach betreten des Flughafens standen wir vor unserem Gate, neuer deutscher Rekord! Die nun folgende Wartezeit konnte ich mir ein wenig mit dem Zählen des Bordpersonals versüßen. Wer schon einmal mit Emirates geflogen ist kann bestimmt verstehen wovon ich schreibe … Nicht das andere Fluggesellschaften nicht auch hübsche Stewardessen und Businesskostüme haben, doch die von Emirates stechen eben ein wenig aus der Masse hervor. Nun standen auch gleich 12 von diesen Zauberhaften in diese leicht exotisch angehauchten Kostüme für unseren Flug bereit. Eine gesellte sich später hinzu, zwei männliche Begleiter rundeten das Ganze ab, so das sich sage und schreibe 15 Personen nur zu unserem Wohlbefinden in der Kabine die Socken heiß liefen.






Der Start perfekt, kaum sind wir oben gibt es eine Kleinigkeit zu schnabulieren. Doch was für Essen bekommen wir serviert? Der Wiener spricht hier wohl von gschmackig, im Sinne von Wohlschmeckend, ich schliesse mich dem einfach mal an. Die beste Ehefrau aller befand ihr Essen jedoch zu scharf, ich nicht. Lecker! Das Nahrungsangebot kommt auch nicht in einer schnöden Alu-Schale daher, das Besteck ist aus Edelstahl und nicht aus Plaste, wie die alten Ex-DDR Bewohner wohl getitelt hätten, unterm Strich eine für ein Essen in der Fliegerholzklasse – gut!





Die Getränke, wählbar sind neben diversen nicht alkoholischen Getränken, auch harte Spirituosen sowie qualitativ hochwertiger Wein, echt lecker! Bei uns kommst zum ersten Mal ein Urlaubsgefühl auf. Dann, die postlukullische Lethargie setzte ein - ein Nickerchen.

Black Bird has spocken

… Essen und trinken die zweite Runde. Ui jui jui! Scheinbar ist die beste Ehefrau aller heute mit dem linken Fuß zuerst aufgestanden! Oder ist ihr beim Konsum der ersten Rauchwaren ein schwarzer Vogel über den Weg geflattert? Ganz harmlos beginnt es mit einem winzig kleinen Missgeschick ihres Sitznachbarn, nein nein nicht ich. Entweder ist dieser Sitznachbar ein kleiner Tölpel, was ich nicht völlig von der Hand weisen kann aber auch nicht definitiv behaupte, oder aber es war doch ein kleiner Hügel im Wolkenkleid, den unser Pilot übersehen hat. Wie auch immer – schwups war die Hose nass vom noch nicht verzehrten Wässerchen. Wie unangenehm, aber es ist ja nur Wasser. Kaum ein Stündchen und etliche geflogene Meilen später, der Durst verfolgt uns hier als ständiger Begleiter, bekommen wir unsere zweite Ration an Getränken. Der Kapitän gibt einen aus, heute mal keinen Rum sondern, wer mag, gekelterten Rebensaft. Ich genehmige mir einen weißen, die beste Ehefrau aller bevorzugt roten. Das Schicksal nimmt seinen Lauf! Schwups war die Hose ein weiteres Mal feucht, diesmal rot! Wie jeder weiß, geben Flecken keinen Rotwein, aber Rotwein sehr wohl Flecken! Der Rest ist Geschichte. Ich bin gespannt auf den weiteren Verlauf des Tages. Wenn das mal gut geht.

Nach knapp sechs Stunden setzt unser Passagierbeförderungsmittel pünktlich auf der Landebahn auf. Geschafft! Auch hier sind die Zoll und Einreiseformalien schnell erledigt, nur an der Kofferausgabe hapert es gewaltig. Doch auch diese Hürde nehmen wir mit stoischer Gelassenheit, die weitere Anreise zum Schiff dauert nur 20 Minuten.

Stechender Durst macht sich in unseren Kehlen bemerkbar, dagegen gilt es etwas zu unternehmen! Nach kurzem Intermezzo in unserer Kabine, frischer Schlüpper und neues Leibchen inklusive einer stark verkürzten Beinbekleidung sorgen für Wohlbefinden und verstärktes Urlaubsfeeling. Jetzt aber los, es geht Richtung Unverzichtbar.






Die liegt in der unmittelbaren Nähe des Pools, auf Deck 11, und hat somit Frischluftcharakter. ZISCH! Das erste Bier war scheinbar so warm, oder ist es die Umgebungstemperatur, dass ist schon alle! Die erste Currywurst isst sich phantastisch!



Wir sind einigermaßen begeistert. Bis in die frühen Morgenstunden genießen wir unseren ersten Urlaubstag.

Antwort #1
am: 10. Mai 2016, 20:44:22

Offline Anke1963

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Dritter Urlaubstag, 2016.03.22

… mach uns nen Kaffee wenn es geht

AUA! Die Nacht war kurz, doch die Bilanz des ersten Urlaubstages ist klar hervorzuheben: Erfolgreich bekämpften wir den ärgsten Feind der Menschheit, unter Einsatz der letzten Mittel konnten wir stattliche Erfolge verbuchen!

Doch die nächste Prüfung, in Form des ersten Ausflugs, wartet auf uns. Diesen hatten wir im Übrigen über TUI, also über das Schiff gebucht. Zwar hatte die beste Ehefrau aller im Vorfeld, sie ist für ihre Recherchen berühmt, andere Möglichkeiten eruiert, doch alles ergab sich anders. Unser auserkorener privater Veranstalter erwies sich als ein wenig zu unsicher. Ja schade, wäre billiger gewesen.

Doch erstmal Frühstück.

Hatte ich schon erwähnt, dass ich die Skyline von Dubai ziemlich beeindruckend finde? Nein? Nun, eigentlich finde ich die Skyline von Dubai nicht ziemlich beeindruckend, sondern ich finde sie ziemlich geil!




Das scheint daran zu liegen, dass der regierende Scheich meinem Ideenbild von futuristisch sehr nahe kommt. Der Begriff Gigantomanie findet hier meine absolute Zustimmung. Also höher schneller weiter = besser! Wir erleben bei einer Rundfahrt die Stadt der Moderne.

Leider ... Un piccolo momento per favore, vor diesem Gedanken ein kleiner Exkurs in Statistik. Laut unseres Guides hat Dubai 340 Sonnentage im Jahr zu verzeichnen. Nach Adam Riese bleiben für andere Wetterphänomene (Regen) somit lediglich 25 ¼ Tage pa. Richtig? Richtig! Die Wahrscheinlichkeit für Regen liegt demnach bei ca. 6,5 % (Ich habe großzügig aufgerundet). An dieser Stelle führe ich meinen ursprünglichen Gedanken weiter. Warum zum Beelzebub müssen gerade wir an einem Regentag, der eigentlich nur einer halber ist weil wir um 13:00 Uhr ablegen, unseren Ausflug machen? Andererseits, wer will das schon glauben wenn die beste Ehefrau aller und ich erzählen das wir Dubai im Regen hatten?

Doch beginnen wir am Treffpunkt. Hier dürfen wir erstmal die Bank drücken, bevor wir abgezählt in die Busse gepfercht den ersten Fototermin erreichen. Während der Fahrt, zum Burj el Arab,
erklärt sich der Guide als waschechter Ägypter, und uns wortgewaltig die vor uns liegende Stadt. Oh tempes, oh mores. Warum nur moderieren die witzigen Guides immer in den anderen Bussen? Na gut, wir hatten das schon wesentlich schlechter, aber wie sich im späteren Verlauf der Reise zeigen sollte, es geht auch besser. Macht mal schnell ein Foto, aber maximal 10 Minuten, hieß es!



An dieser Stelle mal eine generelle Frage. Wer mag es unter Zeitdruck zu stehen? Und dann auch noch im Urlaub! Die beste Ehefrau aller und ich sind hier ganz klar einer Meinung: Auch wenn klar ist das ein gewisser zeitlicher Rahmen besteht, ist Hetze im Urlaub mehr als unschön. Doch wer Kohl wählt, der muss ihn auch fressen! Mit anderen Worten – selbst schuld. Weiter gehetzt zum nächsten Termin mit fotografischem Auslauf, die Palmeninsel stand auf dem Programm. Gefühlte 93.000 Erklärungen zum Thema klimatisierte Bushaltestelle später, erlangen wir unser nächstes Ziel.



… und dann gesoffen bis um drei!

Die Palmeninsel, auch gerne von den Dubaiis als das achte Weltwunder erklärt. Wie fast immer gibt es mindestens zwei mögliche Betrachtungswege zu diesem Bauwerk, die einen sagen genial, die anderen Schwachsinn. Vom ökologischen Aspekt ganz zu schweigen. Am Anfang der Bauphase fand ich die Idee eine Insel ins Meer zu bauen ziemlich bekloppt, zumal eine solch filigranes Konstrukt. Aber der Scheich ist Reich und außerdem ein Visionär! Eigenschaften, die gepaart mit einem gewaltigen Geschäftssinn, durchaus miteinander korrespondieren. Außerdem waren wir doch gerade hier und da kann man sich das doch mal ansehen. Wie soll ich sagen / schreiben? Was wir sahen war natürlich nichts, bzw. fast nichts! Weil, tja weil wir mitten drauf standen auf der dusseligen Insel und um uns herum nix als Baustellen, und hohe Gebäude zu finden waren! Zum Trost gab es dann doch noch ein sehenswertes Motiv abzulichten, das Hotel Atlantis mit seinem Wahnsinns hohen Eingangstorbogen.



Und Sonst? Und sonst war eher mau. Darum freuen wir uns auch auf unseren nächsten Stopp, das Burj Kalifa.

Es geht quer durch die pulsierende Stadt, Dubai ist auf viel Autoverkehr eingestellt, zu erkennen an den vielen, häufig sehr breiten Straßen. Über eine dieser Hauptverkehrsadern geht es Richtung Burj Kalifa und der Dubai Moll die diesen Burj umgibt, quasi darin eingebettet. Nach der Zieleinfahrt meint unser Guide uns auch noch den Führer machen zu müssen, bedeutet mit blauem Schild auf dem eine Busnummer zu sehen ist, vor uns herlaufen.

Eine an sich, zumindest wenn wir den Moment betrachten, völlig sinnfreie Aktion. Unser Ziel befand sich ziemlich genau eine Rolltreppe über uns.

Der Fototermin war gut, die Sonne spielte mit und brach kurz zwischen den Wolken hervor, der Burj zeigte sich wahrhaftig von seiner schönsten Seite. Die anberaumten 20 Minuten waren leider viel zu schnell vorbei, und zurück im Bus durften wir nur noch ein wenig vom täglichen Autowahnsinn der Dubais erleben.



Zurück an Bord stärkten wir uns ausgiebig für die anstehende SRÜ. Nach erstaunlich kurzer Zeit war auch diese Hürde genommen, wir durften auslaufen.

Auslaufen, der majestätische Moment indem das Schiff, nachdem die Motoren brüllend zum wahren Leben erwachten, ein zittern den Schiffslaib durchfährt, zum ersten Mal nach der langen Fesselung an die Mole in sein Element entschwebt. Diesen Moment, ich wiederhole mich an dieser Stelle gerne, empfinde ich als majestätisch geradezu magisch. Dieser Moment, die Magie dieses Augenblicks wird von einem der Mitkonkurrenten der TUI Cruises, der Name der Konkurrenz wird im allgemeinen auf vier Buchstaben verkürzt, der erste Buchstabe des deutschen Alphabets ist gleich zweimal im Namen enthalten, zelebriert. Auf der Mein Schiff leider nicht. Sehr sehr schade.

Fortsetzung folgt...

Antwort #2
am: 11. Mai 2016, 08:39:51

Offline Kiss_Kiss

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Danke für deinen tollen Bericht.. ich freue mich schon auf "MEER"  ^-^

im Bezug auf die anderen deutschen Kreuzfahrtschiffe mit A... kann ich dein Aussage bestätigen .. dieser Moment, wenn die Seitenstrahlruder angeschmissen werden und du weisst.. " jetzt geht es los" .. der ist schon etwas ganz besonderes  thumbsup

Antwort #3
am: 11. Mai 2016, 09:24:05

Offline Lady

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Auch mir hat es sehr gefallen, diesen Bericht zu lesen, zumal ich die gleiche Reise im Dezember 2015 gemacht hatte. Seitdem bin ich Fan von MEIN SCHIFF. Ich war jetzt im März mit der Royal Carribean in der Karibik unterwegs, aber das Schiff war nicht MEINS. Viel zu amerikanisch, wenn man es so beschreiben kann. Bin jetzt schon wieder am schauen, welche MEIN SCHIFF-Tour ich als nächstes machen kann/möchte.
LG, Karla