24. September 2017, 22:14:32

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Autor Thema: SOLIDARITAET MIT HASANKEYF  (Gelesen 11434 mal)

32 Antworten am SOLIDARITAET MIT HASANKEYF
am: 29. Juni 2008, 18:25:07

Offline Floh

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SOLIDARITAET MIT HASANKEYF

Herrn Recep Tayyip Erdoğan

Premierminister der Republik Türkei
Ankara

Frau Angela Merkel
Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland
Berlin

Herrn Dr. Alfred Gusenbauer
Bundeskanzler der Republik Österreich
Wien

Herrn Moritz Leuenberger
Bundespräsident der Schweizerischen Eidgenossenschaft
Bern

Ich bin einer von Millionen von Menschen, die Gesetze, Kultur, Geschichte und Natur als hohe Werte betrachten. Diese Werte für die Zukunft zu bewahren, betrachte ich für dringender als Ökonomie und Energie. Keine Geldsumme oder Energiemenge kann für mich ein Grund sein, von diesen Werten abzurücken. Im Glauben an diese Werte zahle ich Steuern, lebe ich in der Gemeinschaft und nehme an Wahlen teil.

Ich bin gegen das Projekt der Ilisu Talsperre, weil dadurch dem Rechtsbewusstsein, der Kultur, der Geschichte und der Natur ein unakzeptabler Schaden entstehen wird. Das Bestreben der Türkischen Regierung, dieses Projekt zu verwirklichen, ist ein grosser, historischer Fehler. Gleichzeitig ist die Unterstützung dieses Projektes durch die Regierungen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz mit den von ihnen verteidigten Grundsaetzen wie Menschenrecht und Umweltschutz nur schwer vereinbar.


http://www.kesfetmekicinbak.com/apps/proposal.app/view_m.php/3?ln=de
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Anna-Maria 21.12.2001
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Antwort #1
am: 29. Juni 2008, 18:31:58

Offline TC Melanie

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danke floh! ich pin das mal fest! ich hoffe, dass sich viele von euch beteiligen  :)
Zum Reisen gehört Geduld, Mut, guter Humor, Vergessenheit aller häuslichen Sorgen, und dass man sich durch widrige Zufälle, Schwierigkeiten, böses Wetter, schlechte Kost und dergleichen nicht niederschlagen lässt.

Im Leben geht es nicht darum zu warten, bis das Unwetter vorbei zieht, sondern zu lernen im Regen zu tanzen!

Antwort #2
am: 29. Juni 2008, 18:36:20

Offline Floh

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Hallo Melanie

 thumbsup thumbsup  meine Familie ist dabei ................. ich hoffe das noch viele sich überwinden können und gegen die Flutung von Hasankeyf sind bzw sich dort eintragen  thumbsup


Bilder  von Hasankeyf

http://wowturkey.com/forum/viewtopic.php?p=133287

Weitere Infos bei

http://de.wikipedia.org/wiki/Hasankeyf


lg Floh
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Anna-Maria 21.12.2001
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Antwort #3
am: 25. Mai 2009, 17:28:28

kedi

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TÜRKISCHER POPSTAR TARKAN

"Hört auf mit dem Wahnsinn!"

Er ist der größte Popstar der Türkei - aber Charterfolge bedeuten ihm zurzeit wenig. Im SPIEGEL-ONLINE-Interview erklärt Tarkan, wie sich Deutschland in die Zerstörung anatolischer Kulturgüter verstrickt und warum er gegen Staudämme kämpft.

SPIEGEL ONLINE: Was treibt den bekanntesten Popsänger der Türkei dazu, zum Anti-Staudamm-Aktivisten zu werden?

Tarkan: Ich bin nicht blind für die Verbrechen gegen die Natur. Die Türkei ist reich an wunderschönen Orten und Landschaften, die sollten wir nicht opfern im Namen eines angeblichen Fortschritts. Und die türkische Umweltbewegung inspiriert mich. Diese Leute sind absolut leidenschaftlich. Die lieben, was sie tun.

SPIEGEL ONLINE: Haben Sie schon Premierminister Erdogan getroffen? Er hat die Gegner des umstrittenen "Ilisu"-Damms als Terroristen bezeichnet.

Tarkan: Bis jetzt konnte ich nur den Kulturminister treffen. Aber ich habe Abdullah Gül, unserem Präsidenten, einen Brief geschrieben. Ich habe mit meiner Unterschrift gegen den Damm protestiert. Wenn die Politiker nervös werden, zeigt dass doch, dass unsere Kampagne Eindruck macht.

SPIEGEL ONLINE: Die Regierung argumentiert, dass der Damm Entwicklung bedeutet, dass er Arbeitsplätze schafft.

Tarkan: Aber zu welchem Preis? Die antike Stadt Hasankeyf ist über 10.000 Jahre alt. Wir kämpfen gerade dafür, es zum Unesco-Weltkulturerbe zu erklären. Es ist unfair, so eine unglaubliche Schönheit zu zerstören. Man muss andere Wege finden, um dem Südosten ökonomisch auf die Beine zu helfen. Diese Gegend ist einfach ideal für den Tourismus.

SPIEGEL ONLINE: Möglicherweise entscheiden sich Deutschland und die anderen Geldgeber, aus dem Projekt auszusteigen. Sie werden an diesem Donnerstag nach Berlin fliegen. Was ist Ihre Botschaft an die Deutschen?

Tarkan: Meine Botschaft ist: Hört auf mit dem Wahnsinn. Würdet ihr ein Weltkulturerbe zerstören, wenn es in eurem eigenen Land wäre? Ich glaube nicht.

SPIEGEL ONLINE: Sie haben einen Song für Hasankeyf geschrieben. Vielleicht schafft der es auch in die deutschen Charts.

Tarkan: Das Lied heißt "Uyan", "Wach auf". Es geht dabei aber nicht nur um Hasankeyf. Es geht um unseren ganzen Planeten. Meine Landsleute sollen merken, dass sie dabei sind, den eigenen Ast abzusägen, auf dem sie sitzen.

SPIEGEL ONLINE: Und? Wachen die Türken auf?

Tarkan: Ich glaube, meine Fans tun das. Ich kriege jede Menge Briefe und E-Mails, da heißt es: Du hast mich inspiriert, ich will auch etwas für die Umwelt tun, ich will auch ein Hybridauto fahren. Oft sind es nur kleine Dinge, wie keinen Müll auf die Straße zu schmeißen, den Wasserhahn nicht unnötig laufen zu lassen und so. Aber das sind ja alles noch keine Selbstverständlichkeiten in meinem Land.

SPIEGEL ONLINE: Möglicherweise entscheiden sich Deutschland und die anderen Geldgeber, aus dem Projekt auszusteigen. Sie werden an diesem Donnerstag nach Berlin fliegen. Was ist Ihre Botschaft an die Deutschen?

Tarkan: Meine Botschaft ist: Hört auf mit dem Wahnsinn. Würdet ihr ein Weltkulturerbe zerstören, wenn es in eurem eigenen Land wäre? Ich glaube nicht.

SPIEGEL ONLINE: Sie haben einen Song für Hasankeyf geschrieben. Vielleicht schafft der es auch in die deutschen Charts.

Tarkan: Das Lied heißt "Uyan", "Wach auf". Es geht dabei aber nicht nur um Hasankeyf. Es geht um unseren ganzen Planeten. Meine Landsleute sollen merken, dass sie dabei sind, den eigenen Ast abzusägen, auf dem sie sitzen.

SPIEGEL ONLINE: Und? Wachen die Türken auf?

Tarkan: Ich glaube, meine Fans tun das. Ich kriege jede Menge Briefe und E-Mails, da heißt es: Du hast mich inspiriert, ich will auch etwas für die Umwelt tun, ich will auch ein Hybridauto fahren. Oft sind es nur kleine Dinge, wie keinen Müll auf die Straße zu schmeißen, den Wasserhahn nicht unnötig laufen zu lassen und so. Aber das sind ja alles noch keine Selbstverständlichkeiten in meinem Land.


SPIEGEL ONLINE: Möglicherweise entscheiden sich Deutschland und die anderen Geldgeber, aus dem Projekt auszusteigen. Sie werden an diesem Donnerstag nach Berlin fliegen. Was ist Ihre Botschaft an die Deutschen?

Tarkan: Meine Botschaft ist: Hört auf mit dem Wahnsinn. Würdet ihr ein Weltkulturerbe zerstören, wenn es in eurem eigenen Land wäre? Ich glaube nicht.

SPIEGEL ONLINE: Sie haben einen Song für Hasankeyf geschrieben. Vielleicht schafft der es auch in die deutschen Charts.

Tarkan: Das Lied heißt "Uyan", "Wach auf". Es geht dabei aber nicht nur um Hasankeyf. Es geht um unseren ganzen Planeten. Meine Landsleute sollen merken, dass sie dabei sind, den eigenen Ast abzusägen, auf dem sie sitzen.

SPIEGEL ONLINE: Und? Wachen die Türken auf?

Tarkan: Ich glaube, meine Fans tun das. Ich kriege jede Menge Briefe und E-Mails, da heißt es: Du hast mich inspiriert, ich will auch etwas für die Umwelt tun, ich will auch ein Hybridauto fahren. Oft sind es nur kleine Dinge, wie keinen Müll auf die Straße zu schmeißen, den Wasserhahn nicht unnötig laufen zu lassen und so. Aber das sind ja alles noch keine Selbstverständlichkeiten in meinem Land.

  clickme um den ganzen Beitrag zu lesen.

Ein Star als Vorbild für eine ganze Nation :tja:
Why not, wenn es einer guten Sache nutzt  :coolman:
Aber ob Tarkan Hasankeyf retten kann :-\




Antwort #4
am: 25. Mai 2009, 19:04:16

Offline Arkadas

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BRAVO!!!  thumbsup thumbsup thumbsup :applause: :applause: :applause:

Werner

Antwort #5
am: 26. Mai 2009, 14:28:52

kedi

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Druck auf Staudamm wächst

Kurz vor Ende des Ultimatums zur Finanzierung des umstrittenen Megastaudamms in Ilisu bescheinigt ein Gutachten dem von den Fluten bedrohten Tal Status als Weltkulturerbe. VON TARIK AHMIA

Kurz vor Beginn eines Anti-Ilisu-Gipfels am kommenden Donnerstag bekommen die Gegner des geplanten türkischen Riesenstaudamms prominenten Beistand: Popstar Tarkan und der deutschtürkische Filmemacher Fatih Akin gehören zu den Erstunterzeichnern einer weltweiten Petition, die den Stopp des umstrittenen Ilisu-Staudamms an der Grenze zu Syrien und dem Irak fordert.

Die 11.000 Jahre alte Stadt Hasankeyf, in deren Umfeld sich 23 Kulturen verewigt haben, soll vor der Flutung bewahrt und als Unesco-Weltkultur- und -Naturerbe ausgezeichnet werden, heißt es in der Petition. 7.000 Staudammgegner aus ganz Europa haben sie bislang unterzeichnet.

Grundlage der Forderung nach Schutz durch die UNO ist ein neues Gutachten der Universität Istanbul, das das zur Überflutung vorgesehene Tigristal an den Unesco-Kriterien für Weltkulturerbe misst: Demnach gehört die Region mit ihren 200 bekannten archäologischen Fundstätten zu den wertvollsten Kultur- und Naturlandschaften der Welt - und wäre damit als Weltkulturerbe ähnlich bedeutsam wie die Pyramiden von Gizeh, die Felsenstadt Petra oder der Grand Canyon in den USA.

Adressaten der Petition sind die Regierungschefs der Türkei, Deutschlands, Österreichs und der Schweiz. Sie ringen nach taz-Informationen derzeit um die Zukunft des umstrittenen Staudamms. Eine Schlüsselrolle fällt dabei den Europäern zu, denn Firmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz wollen sich am Bau des 2 Milliarden Euro teuren Bauwerks beteiligen. Staatliche Bürgschaften über mindestens 450 Millionen Euro sollen die Bauleistungen absichern.

Doch die Kreditbürgschaften stehen auf der Kippe, weil die Türkei seit Jahren beharrlich internationale Umwelt- und Sozialstandards ignoriert. Die drei beteiligten Kreditanstalten - darunter die Euler Hermes Kreditversicherung aus Deutschland - hatten der Türkei deshalb im Dezember ein Ultimatum für Nachbesserung gestellt, dessen Frist am 6. Juli abläuft.

Nach Informationen dieser Zeitung befinden sich gegenwärtig Experten der Kreditagenturen in der Türkei vor Ort, um die aktuelle Lage zu beurteilen. So muss die türkische Regierung nachweisen, wie sie gut 60.000 Menschen umsiedeln will, die dem 305 Quadratkilometer großen Ilisu-Stausee weichen sollen.

153 solcher Auflagen aus den Bereichen Umweltschutz, Umsiedlung und Denkmalschutz muss das Land erfüllen, damit die Europäer ihre Finanzierung freigeben. Doch die halten sich bedeckt: "Wir werden unsere Entscheidung erst am 6. Juli bekannt geben", sagte eine Sprecherin der Euler-Hermes auf Nachfrage der taz.

Eindeutiger äußert sich das Ministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit in Berlin: "Wenn die notwendigen Maßnahmen jetzt nicht erfolgen, werden die Liefer- und Kreditverträge beendet", heißt es in einer Stellungnahme. Deutliche Kritik kommt auch von Experten der Weltbank, die den Staudamm wegen seiner massiven Auswirkungen auf Mensch und Natur ablehnt.

Der ehemalige Türkei-Chef der Weltbank, Andrew Vorking, rief die Kreditagenturen in der vergangen Woche auf, ihre Unterstützung für den Bau des Staudamms einzustellen: "Die archäologisch wertvollen Orte können nur gerettet werden, wenn es keine ausländischen Finanzhilfen gibt", sagte Vorking in Istanbul. Wie begründet seine Sorgen über die Laxheit im Umgang mit der Menschheitsgeschichte sind, zeigt die aktuelle Entwicklung. Die Türkei will nach jüngsten Angaben nicht mehr fünfzehn , sondern nur noch maximal vier historische Denkmäler vor der Überflutung retten.

Und auch sonst gibt sie sich angesichts des Drucks, den das Ausland ausübt, vergleichsweise beratungsresistent. Eine Kostprobe dessen, wie die Behörden mit internationalen Vorgaben umgehen, konnten die Bewohner der Stadt Hasankeyf in der vergangenen Woche erleben. Bei einem offiziellen Treffen wollte die staatliche Staudammlobby die Bewohner davon überzeugen, sich an ihrem Umsiedlungskonzept zu beteiligen.

Nachdem die Bewohner sich auch von Gratishäusern und sicheren Jobs für den Fall ihres Umzugs nicht locken lassen wollten, endete die Veranstaltung mit Drohungen des anwesenden Gouverneurs der Region, Bilgehan Bayar: "Ihr könnt protestieren, wie ihr wollt", sagte Bayar den Bürgern: "Hasankeyf wird auf jeden Fall verlegt, egal ob der Staudamm gebaut wird oder nicht."

Quelle






Antwort #6
am: 26. Mai 2009, 14:39:49

Offline Gitte

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Habe mich auch eingetragen...

Gruß
Gitte

Antwort #7
am: 26. Mai 2009, 14:40:29

kedi

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Und noch etwas aktuelles zu Hasankeyf von Greenpeace


Neuer Anlauf gegen Ilisu-Staudamm
Am 6. Juli entscheiden die Unterstützerländer Deutschland, Österreich und die Schweiz, ob sie ihre Kreditbürgschaften für das Ilisu-Staudammprojekt kündigen werden. Prominente, darunter der deutsche Regisseur Fatih Akin, fordern die türkische Regierung auf, bei der UNESCO einen Antrag auf Welterbestatus für die 10.000 Jahre alte durch das Projekt bedrohte Stadt Hasankeyf zu stellen und die Staudammpläne zu begraben.
Die Debatte um den Ilisu-Staudamm, der den Fluss Tigris an den Grenzen zum Irak und Syrien aufstauen soll, zieht sich nun schon zwölf Jahre hin: 1997 hatte sogar die Weltbank eine Förderung aufgrund der massiven Umweltauswirkungen abgelehnt. Kritiker monieren die Umsiedlung von mehr als 50.000 Menschen, die Überflutung der 10.000 Jahre alten Stadt Hasankeyf, Wasserkonflikte mit den Anrainerstaaten und Umweltzerstörung.

Auch Deutschland, Österreich und die Schweiz, die das Projekt mit Kreditabsicherungen in Höhe von 450 Millionen Euro fördern, haben die Probleme erkannt: Im Dezember 2008 suspendierten die Europäer die Lieferverträge, da sich die türkische Regierung nicht an Sozial- und Umweltauflagen hält. Am 6. Juli läuft das Ultimatum ab - dann entscheidet sich, ob die Kredite endgültig platzen.

Inzwischen haben Kritiker neue Argumente für den Stopp des Staudamms vorgelegt. Laut einer Untersuchung  der Universität Istanbul erfüllt Hasankeyf neun von zehn UNESCO-Kriterien, um als Weltkulturerbe anerkannt zu werden - die Pyramiden von Gizeh erfüllen beispielsweise nur vier. Der Popstar Tarkan forderte daraufhin den türkischen Kulturminister auf, den Welterbestatus der Stadt zu beantragen, was nur der türkische Staat tun kann. Über 7000 Menschen haben diese Forderung bislang mit  der Unterzeichnung einer europaweiten Petition unterstützt. Einer der ersten Unterzeichner war der Hamburger Regisseur Fatih Akin. "Als Kulturschaffender und quasi 'Wanderer zwischen den Welten' halte ich den Verlust eines solchen Ortes für unverantwortlich", so Akin.

Neben der Bitte, die Petition zum Stopp des Staudamms zu unterzeichnen, rät die Kampagne "Stopp Ilisu" Kunden der DekaBank, bei ihrem Kreditinstitut gegen die Beteiligung an dem Staudamm zu protestieren. Eigentümer der DekaBank sind alle Sparkassen sowie Landesbanken.

Für den 28. Mai lädt die Kampagne zu einem Gipfel in Berlin: Unter anderem werden Robert Goodland (Experte für Sozial- und Umweltstandards der Weltbank), Hasan Janabi (Wasserexperte des Irak), Hans-Joachim Henckel (Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie) sowie Bewohner Hasankeyfs anwesend sein.

Ein Kurzinfo zum Staudammprojekt und seinen Auswirkungen gibt es hier.

 

KURT STUKENBERG


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Antwort #8
am: 26. Mai 2009, 14:44:37

Offline Arkadas

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Antwort #9
am: 26. Mai 2009, 17:59:49

Offline wsbvb

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Hallo ,
Habe mich auch eingetragen.
VG , Wolfgang


Antwort #10
am: 27. Mai 2009, 07:23:49

Offline Limi

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Küchenschaben eignen sich hervorragend als Haustiere. Sie brauchen keinen Käfig und keine Pflege, suchen sich ihr Futter selbst und vermehren sich fleißig. Außerdem schrecken sie ungeliebte Verwandte ab.

Antwort #11
am: 29. Mai 2009, 09:47:38

kedi

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Promis machen mobil

Protest gegen türkisches Dammprojekt

VON VERA GASEROW

Berlin. Filmemacher Fatih Akin ist dabei, auch Grünen-Parteichef Cem Ödemir und Kollegin Claudia Roth machen mobil. Und Popstar Tarkan gibt dem Protest seine Stimme. Mit prominenter Unterstützung wollen Umweltschützer den Druck auf die Bundesregierung erhöhen, das umstrittene Staudamm-Projekt Ilisu in der Türkei zu stoppen.

Bei einer Konferenz in Berlin forderte am Donnerstag ein internationales-Protest-Bündnis die Bundesregierung auf, ihre Finanzhilfe für den Staudamm endgültig aufzukündigen. Deutschland, Österreich und die Schweiz sichern derzeit das türkische Megaprojekt an der Grenze zu Syrien und Irak mit einem 450 Millionen-Euro Exportkredit für ein heimisches Baukonsortium ab.
Antike Stadt in Gefahr

Zur Stromerzeugung soll der Ilisu-Damm die Ufer des Tigris in einen 300 Quadratkilometer großen Stausee verwandeln. Dazu müssten rund 60 000 Menschen dem Wasser weichen. In den Fluten würde auch die antike Stadt Hasankeyf mit ihren einmaligen Kulturgütern versinken.

Die Bundesregierung hatte ihre Finanzgarantien deshalb an über 150 Auflagen zum Schutz der Anwohner und der Natur- und Kulturgüter geknüpft. Als die Türkei - trotz wiederholter Mahnungen - diese Standards ignorierte, platzte den Kreditgebern jedoch im Dezember 2008 der Kragen. Deutschland, Österreich und die Schweiz suspendierten die Lieferverträge und legten das Projekt auf Eis.

Wenn die Türkei nicht binnen 180 Tagen die Auflagen erfülle, werde man endgültig aus dem Vorhaben aussteigen, hieß es damals. Dieses Ultimatum läuft nun am 6. Juli ab. Mittlerweile hat die Türkei zwar in seitenlangen Reports Besserung gelobt. Doch bei der Konferenz in Berlin warnten türkische Kommunalpolitiker und internationale Beobachter, dass es in der Realität kaum Fortschritte gebe. "Hört auf mit dem Wahnsinn", forderte der türkisch-deutsche Popstar Tarkan.

"Die Folgen wären fatal", sagte Robert Goodland, der für die Weltbank deren Umwelt- und Sozialstandards entwickelt hat. "Die Weltbank müsste und würde dieses Projekt ablehnen." Auch Bundesentwicklungshilfeministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD) sieht das Projekt weiter skeptisch. Die Türkei habe die Auflagen "nach wie vor nicht erfüllt". Es gebe "erhebliche Defizite" bei der Umsiedlung der Anwohner dem Schutz von Umwelt und Kulturgütern. Am Rand der Konferenz sagte sie den Staudamm-Gegnern Unterstützung zu. Ob Deutschland am 6. Juli seinen Ausstieg aus dem Ilisu-Projekt besiegelt, ist dennoch offen.

Quelle



Antwort #12
am: 30. Mai 2009, 09:59:10

Offline perry600

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selbstverständlich unterschrieben

Peter

Antwort #13
am: 30. Mai 2009, 21:23:09

eddi

  • Gast
wenns nicht so weit von Kumköy wäre, würde ich mir das mal
von der Nähe ansehen, Hasankeyf

aber ob es sich dann lohnt so viele Stunden da hin zu fahren, ich weiss
es nicht, aber das Abenteuer lockt. ;) ;)

gruß eddi

Antwort #14
am: 30. Mai 2009, 21:24:58

kedi

  • Gast
Komm, du hast dich sonst doch auch nicht gescheut, ein paar km weiter zu fahren :o: