22. Juni 2018, 02:26:33

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Autor Thema: Konya  (Gelesen 3919 mal)

8 Antworten am Konya
am: 12. April 2009, 23:45:10

Offline TC Melanie

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Konya war vom 12. bis zum 13. Jahrhundert die Hauptstadt der Seldschuken und galt als eines der größten Kulturzentren Anatoliens. Konya stand künstlerisch, politisch und kulturell im Zenit. Mevlana Celaleddin Rumi gründete den Sufi-Orden der "Tanzenden Derwische". Das mit leuchtend grünen Kacheln verkleidete Mevlana-Mausoleum ist Konyas berühmtester Bau. Das ehemalige Derwischkloster gleich neben dem Mausoleum dient heute als Museum und ist Mevlanas Handschriften und Exponaten aus dem Bereich der Mystik gewidmet. Alljährlich in der ersten Dezemberwochen wird eine Mevlana-Gedenkzeremonie abgehalten. 'Sema', die in Trance durchgeführten Drehungen der Männer in ihrer weiten, weißen Kleidung, hinterlässt einen tiefen Eindruck.

Die alte Burg über der Stadt und die unter Alaeddin Keykubat im Jahre 1220 erbaute Alaeddin-Moschee bestimmen die Silhouette Konyas. An der einen Seite der Moschee stehen noch Ruinen des seldschukischen Palastes.

Die Karatay-Medresse, heute Museum, weist die klaren, leuchtenden Kacheln der Seldschuken auf. Auf der anderen Seite der Moschee ist die Minareli-Medresse von 1258 mit ihrem wunderschönen Portal sehenswert. Weitere Werke der Seldschuken sind die Sircali-Medresse und der Sahip Ata-Komplex.

Das archäologische Museum Konyas ist sehenswert. Die naturgeschichtliche und ethnographische Sammlung im Koyunoglu-Museum ist mannigfaltig. Innerhalb des Museenkomplexes steht das restaurierte Izzettin Koyunoglu-Haus.
Quelle: T.C. Kültür ve Turizm Bakanlığı
Zum Reisen gehört Geduld, Mut, guter Humor, Vergessenheit aller häuslichen Sorgen, und dass man sich durch widrige Zufälle, Schwierigkeiten, böses Wetter, schlechte Kost und dergleichen nicht niederschlagen lässt.

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Antwort #1
am: 12. April 2009, 23:46:51

Offline TC Melanie

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Catalhöyük liegt an den Grenzen des Distrikts Cumra der Provinz Konya 10 km im Osten des Landkreises. Der eigentliche Grabhügel setzt sich zusammen aus einem ebenen Hügel und zwei Hügeln unterschiedlicher Höhe. Aus diesem Grund verglich man den Hügel mit der Form einer Gabel, was zu der Namensgabung führte. Catalhöyük wurde im Jahre 1958 von J. Mellaart entdeckt, der in den Jahren 1961-1963 die Ausgrabungen leitete. Als Ergebnis der am Westabhang des höher gelegenen Hügels durchgeführten Ausgrabungen zeigte sich, daß hier ein Ort mit 13 Besiedlungsschichten vorliegt. Die erste Besiedlungsschicht kann auf die Jahre 5500 v. Chr. datiert werden. Diese durch stilkritische Vergleiche ermittelte Datierung wurde auch durch die C-14-Methode bestätigt. Diese besonderen Funde einer frühen Besiedlung, des frühen Hausbaus und der frühen Errichtung von Tempeln zeigen uns, daß hier ein Zentrum vorliegt, das Licht auf die Geschichte der Menschheit zu werfen vermag.

Die am besten erforschten Siedlungsschichten sind die 7. und die 11. Schicht. Die mit quadratischen Mauern umgebenen Häuser wurden nebeneinander erbaut. Gemeinsame Mauern gab es aber nicht, jedes Haus verfügte über seine eigenen Mauern. Die Häuser weisen einzelne Grundrisse auf; im erforderlichen Falle wurde ein weiteres Haus daneben errichtet. Aufgrund der zusammengefügten Mauern der einzelnen Häuser waren in der Stadt keine Straßen oder Gehwege vorhanden; der Zugang zu den Häusern war nur über die Flachdächer möglich. Die Stadt schützende und sie umgebende Festungsmauern wurden nicht gefunden. Die für den Hausbau verwendeten Materialien waren Ziegel, Holz und Schilfrohr.
Die Tiefe der Häuser ist nur von geringem Umfange. Zwischen den einzelnen Hauswänden wurden jedoch auch Hinweise auf gepflanzte Bäume gefunden. Dieses Baumgeflecht bereitete sich dann über die gesamten Dächer aus, deren eigentliche Bedeckung aus auf Schilfrohr festgestampfter Tonerde bestand. Die Häuser waren einstöckig, und der Zugang vom Dach aus erfolgte mit Hilfe einer Leiter durch ein dort befindliches Eingangsloch. Jedes Haus bestand aus einem Zimmer und aus einem Vorratsraum. Im Inneren der Zimmer waren viereckige Öfen, am vorderen Teil der Hauswände etwa 10-30 cm hohe Steinbänke und in den Wänden quadratische Nischen angebracht. Die Wände waren verputzt und mit weißer Farbe gestrichen, auf die man dann mit gelber, roter oder schwarzer Farbe malte. Als heilig gehaltene Zimmer waren größer als die übrigen. Neben den auf den Wänden dieser Häuser befindlichen Zeichnungen waren Stier-, Widder- und Hirschköpfe mit festgestampftem, zur Konservierung dienendem Ton befestigt; Siegesabzeichen wurden auf die Wand appliziert.
Außer den erwähnten Abbildungen finden sich auch in Relieftechnik herausgearbeitete Menschen- und Tierfiguren. Früheste Wandmalereien in Catalhöyük wurden in der 10., spätere in der 11. Siedlungsschicht gefunden. Jedoch enthielten die 5.-7. Siedlungsschicht die schönsten und als am weitesten entwickelt zu betrachtenden Malereien. Diese stellen die Fortführung der Tradition der Felsenmalerei dar, die von im Paläolithikum lebenden Menschen auf die Wände der von ihnen bewohnten Höhlen aufgetragen wurden. Sie sind gewöhnlich im Glauben an den Segen und die Wohltaten einer Jagd entstanden. Mit Beginn der späten Periode zeigen diese Wandmalereien weniger Szenen aus dem häuslichen Leben als vielmehr Vogelmotive und geometrische Muster.
Es wird vermutet, daß die auf den Wänden abgebildeten kopflosen Menschenfiguren, die von Geiern zerrissen wurden, mit den Gebräuchen des Leichenbegräbnisses zusammenhängen. Die Knochen, die nach dem Verzehr der fleischlichen Teile durch die Geier als gereinigt angesehen werden konnten, wurden gesammelt, in Schilfmatten eingewickelt und anschließend unter den im Haus befindlichen Zeichen vergraben. Bei unterhalb dieser Zeichen gemachten Ausgrabungen traten zahlreiche Skelette zutage. Als Grabbeigaben wurden aus Knochen hergestellte Werkzeuge, bunte Steine, Steinäxte als Schneidwaffe und aus Muschelschalen gefertigter Schmuck dem Toten beigelegt.
Die bei Ausgrabungen in Catalhöyük gefundenen Figürchen in Form von Statuen geben uns eigenständige Informationen über die Kultur einer Muttergottheit sowie die Anfänge dieser ihrer Verehrung und über den Glauben jener Zeit. Diese Statuettenfigürchen, die aus gebranntem Ton und Stein hergestellt worden waren, sind zwischen 5-15 cm groß. Sie zeigen dicke Frauen mit großen Brüsten und weit ausladenden Schenkeln, die manchmal auch im Zustand des Gebärens abgebildet worden waren. Diese so dargestellten Besonderheiten zeigen Wohlstand und Segen an. Fast alle in Catalhöyük gefundenen Werkzeuge wie Äxte und flache Teller waren aus gebranntem Ton oder aus Stein gearbeitet; sie zeigen ebenso wie die zu Dekorationszwecken dienenden Armreifen und Halsketten in Hochrelieftechnik gearbeitete Motive der Segensgöttin. Die am gleichem Ort gefundenen schwarzen und ziegelroten Schüsseln und Gefäße wurden ohne Verwendung der Tonscheibe aus grobkörnigem, gebranntem Ton hergestellt. Auch die Muttergöttin und andere heilige Tierfiguren bestanden aus gebranntem Ton. Zu den wichtigsten, in Catalhöyük gebrauchten Werkzeugen zählen aus Knochen gefertigte Schneid- und Bohrwerkzeuge sowie Pfeil- und Speerspitzen aus Obsidian.

Bis 1996 wurden die Ausgrabungen in Catalhöyük unterbrochen; mit Beginn dieses Jahres wurden sie unter der Leitung von Ian Hodder durch das Britische Archäologisches Institut wieder aufgenommen. Die bei Ausgrabungen gefundene Kulturschätze befinden sich alle im Archäologischen Museum Konya, wobei ein Teil von ihnen in den Ausstellungsräumen zu besichtigen ist, der andere Teil in den Lagerräumen seiner Restauration und Ausstellung hart.

Quelle: T.C. Kültür ve Turizm Bakanlığı
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Antwort #2
am: 12. April 2009, 23:49:56

Offline TC Melanie

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Eine der wichtigen historischen Schauplätze in der Provinz Konya, die bis heute erforscht wurden und noch weiter erforscht werden müssen, ist Karahöyük. Der Ort hat seinen Namen vom benachbart gelegenen Dorf Karahöyük erhalten. Dieses 15 km nordöstlich des Provinzzentrums an der nach Hatip führenden Straße gelegene Dorf ist heute innerhalb der Grenzen der Provinz Konya verzeichnet.

Wissenschaftliche Arbeiten in Karahöyük begannen am 17.9.1953 unter der Leitung von Prof. Dr. Sedat Alp in Zusammenarbeit mit dem Türkischen Geschichtszentrum, des der Ankara-Universität angegliederten Forschungszentrums für Mittelanatolien sowie der Generaldirektion für Staatliche Museen. Im Jahre 1959 und von 1967-1970 ruhten die Ausgrabungen, die aber danach erneut aufgenommen wurden.

Karahöyük war wie heute auch schon in früheren Zeiten ein wichtiger Kreuzungspunkt, an dem sich die von Nord nach Süd und von West nach Ost führenden Wege trafen. In der Zeit des Hettiterreiches ist die Region Konya an Kulturformen der Göttin Huuassana von Hupisna (Eregli 'Kybistra') gebunden und gehört zur Sprachengruppe der Luvi.

Die bis heute in Karahöyük entdeckten Funde geben Auskunft über kulturelle und Handelsbeziehungen jener Zeit. Hinsichtlich der Siegelkunst der prä-hettitischen Periode stellt die südliche Region Mittelanatoliens das wichtigste Zentrum dar. Wandbemalungen, Geschirrmarkierungen und spezielle Siegel sind hilfreich bei der Erforschung der frühen Perioden anatolischer Schriftkunst. Weitere Funde zeigen uns Wasserkrüge mit schnabelförmiger Tülle, Tassen, Wasserkrüge mit blütenförmigem Rand, Libationsgefäße und Geschirr in der Form von Traubendolden. Hufeisenförmige, versiegelte Altäre, Herde und halbmondförmige Spangen und Schaufeln zählen zu den charakteristischen Werken jener Zeit.

Das Ergebnis der Forschungen förderte 27 Bebauungsschichten zutage, wobei der eigentliche Mutterboden in der als C-Grube bezeichneten Schicht in 29.10 m Tiefe lokalisiert wurde. Oberhalb dieses Mutterbodens erhebt sich eine 1.5 m dicke Schicht, die die gesamten dort gefundenen Kulturschichten enthält.

Die einzelnen Schichten
Die Schichten I-III enthielten Materialien des ersten Viertels des 2. Jahrtausends v. Chr. Die in der ersten Schicht gefundenen Stempelsiegel lassen sich in das Endstadium der Periode der assyrischen Handelskolonien datieren.

Die Schichten IV-XI zeigten Funde von Keramiken, die unter dem Namen 'Intermediate (Zwischenschicht)' bekannt sind. Diese Keramiken sind am dichtesten in der V. und VI. Schicht gelagert.

Die Schichten XII-XXII enthalten Keramiken von der Art, die von Blegen als 'frühe ägäische Keramik' bezeichnet hat und die auch in den mittleren und späten Abschnitten von Troja 1 gefunden wurden.

Die Schichten XXII-XXVII schließlich enthalten trotz ihrer Funde, die noch aus der Vorzeit der Zivilisation von Troja 1 stammen, keine charakteristischen Werke des Chalkolithikums.

Diese Funde zeigen uns, daß Karahöyük in der frühen und mittleren Bronzezeit ein Siedlungsgebiet war, auf dem sich in ununterbrochener Folge Kulturformationen niedergelassen hatten. Die erhaltenen Funde legen dar, daß Karahöyük kulturelle und Handelsbeziehungen zu solchen Siedlungsgebieten wie besonders der Kappadokia-Region um Kültepe in der Gegend des Roten Flusses, zu Alisar, Bogazköy, Avcemköy, Gordion, Troja, Karatas Semahöyük, Tarsus, Tell-Acana, zu Zypern, Syrien, Mesopotamien und zur griechischen Inselwelt unterhielt. Zu Beginn des 2. Jahrtausends v. Chr. wurde Karahöyük sehr wahrscheinlich von den mit Luvi vermischten hettitischen Ethnien bewohnt, die unter dem Einfluß der Hettiter standen.

Quelle: T.C. Kültür ve Turizm Bakanlığı
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Antwort #3
am: 12. April 2009, 23:52:03

Offline TC Melanie

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Die antike Stadt Astra liegt auf dem Temasalik-Hügel im Landkreis Bolat des Distrikts Hadim in der Provinz Konya. Sie ist 7 km nordwestlich (Vogelfluglinie) von Hadim und 5 km südwestlich im Landkreis Bolat lokalisiert.

Da hier meistens illegale Ausgrabungen durchgeführt wurden, stellte man für das Gebiet schließlich im Jahre 1966 einen Wachposten ab. Es wurde der Direktion des Museums von Konya unterstellt und als Ruinenfeld ausgewiesen.

Verkehrsverbindungen
Wenn man 17 km, dem vor Hadim gelegenen Kreuzungspunkt der Verbindungsstraße Konya-Hadim westwärts führt, erreicht man den Landkreis Bolat; von hier gelangt man auf einem 6 km langen Feldweg zum Pferdeplatz. Nach einem etwa 4 km langen, steilen und abschüssigen Trampelpfad, der nur zu Fuß begehbar ist, erreicht man schließlich den Temasalik-Hügel mit der Stadt Astra.

Wissenschaftliche ForschungsarbeitenDie antike Stadt Astra wurde zum ersten Mal im Jahre 1885 von Sterret entdeckt. Dieser hatte sich jedoch nur auf die Erforschung der Inschriften konzentriert, von denen er sieben ausgegraben hatte. Mit Hilfe dieser Inschriften wies er nach, daß der Name der Stadt Astra gelautet haben mußte.

Später entdeckte die Forscherin Hereward zwei weitere Inschriften, und im Jahre 1966 wurden von Mitford noch einmal 16 Inschriften aufgefunden. Mit Ausnahme des Lesens einiger Inschriften wurden aber in der Stadt Astra keine weiteren wissenschaftlichen Arbeiten vorgenommen; erst 1992 begannen unter der Leitung des Archäologen Osman Ermisler Säuberungs- und Sondierungsarbeiten, die dieser durch ein Team ausführen ließ. Diese Arbeiten wurden auch in den Jahren 1993 und 1994 fortgeführt. So wurde der Grundriß der Stadt zutage gefördert, die Spuren vorheriger Plünderungen so weit wie möglich beseitigt und die Bauwerke geortet und definiert. Ausgrabungen förderten Kirche und Auditorium zutage, von denen Pläne und Verzeichnisse erstellt wurden. Es zeigte sich, daß die Nekropole zwei typische Isaura-Gräber enthielt. Durch genaues Studium der Inschriften konnte schließlich bewiesen werden, daß die Stadt sich selbst verwaltete und als ein dem Isaurus-Kult verbundener Ort gelten mußte. Der geöffnete Keramik-Brennofen gab Hinweise darauf, daß hier zur Astra- und römischen Periode Keramik hergestellt wurde.


Lage
Die antike Stadt Astra liegt im nördlichen Abschnitt des Tauros-Gebirges in der Region Isaura. Sie bildete mit zwei weiteren wichtigen Städten der Provinz Isaura, Isaura und Astanada, ein wichtiges Handelsdreieck; o.e. Städte sind von Astra aus mit bloßem Auge zu erkennen. Durch eine Inschrift, die Hinweise auf eine von einer reichen Person aus Isaura gemachte Tempelspende enthielt, konnte das Bestehen von Beziehungen zu Isaura nachgewiesen werden. Handelsbeziehungen zum pysidischen Antiochia ergaben sich aus den Funden von zwei Antiochia-Münzen der römischen Zeit.

Die Stadt liegt auf dem ebenen Gipfel des Temasalik-Hügels der sich in west-östlicher Richtung in 1760 m höhe erstreckt. Die sich in der Mitte des Gipfels in west-östlicher Richtung länglich erstreckende Agora zeigt an ihren beiden Enden eine Aufreihung von wichtigen Gebäuden.

Die Umgebung ist mit Bruchsteinen aufgefüllt, und am östlichen, südlichen und nördlichen Abhang des von hohen Mauern umgebenen Hügels liegen viele der römischen Periode zuzurechnende private Gebäude und Häuser im Erdreich vergraben. Eine westlich und eine östlich gelegene Nekropole ist zu sehen. Diese zeigen in großer Zahl Urnenstelen und Grablöwen. Am Westrand der westlich gelegenen Nekropole und an den Ostabhängen des sich südwestlich davon befindenden Kuralan-Hügels sind die Almhütten des Dorfes Bolat angesiedelt. Diese aus einfachen Bruchsteinen ohne Füllmaterial und mit Erde bedeckten Almhütten, die nur einen Raum aufweisen, wurden vor etwa 80-100 Jahren errichtet und sind heute größtenteils verfallen.

Bauwerke der Stadt
Der Weg, der seinen Ausgang von der Devler Gedigi-Ebene nimmt, die der westlichen Nekropole benachbart ist, führt in den mittleren Abschnitt der am Südabhang des Temasalik-Hügels gelegenen Mauer. Dieser Weg ist steil und eng. Am Eingang der Stadt führt ein Tor auf die Agora. Am südlichen Rand der Agora erstreckt sich der Marktplatz, in östlicher Richtung sind Überreste des Tempels des Zeus Astragos zu sehen. Gegenüber der Tür im westlichen Abschnitt der Agora finden sich zwei Heroon-Überreste. Westlich an die Agora schließt sich die hoch gelegene, von hohen Mauern umgebende Festung an. Der durch einen Bogen abgeschlossene Eingang dieser Festung befindet sich an der Ostseite. Im nördlichen Abschnitt der Festung ist eine weitere Tempelruine zu sehen. Daß hier einmal ein Tempel stand, ergab sich aus der dort gefundenen Inschrift.

Am nordwestlichen Rand der Agora ist das aus römischer Zeit auf uns gekommene Auditorium angelegt. Östlich anschließend an das Auditorium, das halbkreisförmig erbaut wurde und einen Durchmeser von 8 m mit 9 Stufenreihen aufweist, wurde im 5.-6. Jh. n. Chr. eine Kirche errichtet, die den Grundriß einer dreischiffigen Basilika zeigt und als Folge von Aufräumarbeiten gefunden wurde. In jener Zeit wurde das Auditorium vermutlich auch als Versammlungsort für Kirchenbesucher genutzt. Das östliche Tor der Stadt führt zur östlich gelegenen Nekropole. Am östlichen Rand dieser Nekropole findet sich ein Monumentalgrab, dessen westlich gelegener Eingang von hohen Mauern umgeben ist. Das Innere dieses Grabes zeigt einen Schiffssarkophag. Nordwestlich dieses Grabmals sieht man ein Heroon. Durch den an gleicher Stelle geöffneten Keramikbrennofen konnte bewiesen werden, daß hier in römischer Zeit im 2.-3. Jh. n. Chr. Keramik produziert worden war. Nur Brennrost und Brennkammer sind noch erhalten. Die im Ofen gefundenen bedruckten Schüsseln und Geschirrteile sind sehr interessante Kunstwerke.Weitere Ausgrabungen in der antiken Stadt Astra können für die Archäologie sehr interessante Ergebnisse zeitigen.

Quelle: T.C. Kültür ve Turizm Bakanlığı
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Antwort #4
am: 12. April 2009, 23:54:04

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Dieses Monument befindet sich in der Provinz Konya im Distrikt Beysehir im Dorf Eflatunpinar. Das erste Mal machte W.J. Hamilton im Jahre 1849 Wissenschaftler auf das Bauwerk aufmerksam. Später veröffentlichten F. Sarre und J. Garstang Publikationen zu diesem Bauwerk.

Das Monument hat die Form eines Reliefs auf quadratischen Steinblöcken, die sich auf den Endpunkten eines Aquädukts erheben. Diese Reliefs, von denen inzwischen nicht mehr viel zu erkennen ist, sind auf vierzehn große Steinquader an der Vorderseite des Bauwerks eingelassen. Der Grundplan des Monuments ist nicht bekannt.

Dieses Monument ist kleiner als die meisten anderen freistehenden Monumente. Das Relief ist nicht in natürliche Steinquader eingelassen, sondern durch die Zusammensetzung von mit Figuren versehenen Steinblöcken entstanden. Das Entstehungsdatum des Wasserbeckens dieses Monuments, das sich direkt neben einer Wasserquelle befindet, ist nicht bekannt.

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Antwort #5
am: 12. April 2009, 23:55:53

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Sille ist ein Siedlungsgebiet in der Provinz Konya im Bereich des Distriktes Seldschuk, 7 km vom Stadtzentrum entfernt.

Im Jahre 327 n. Chr. besuchte die Mutter des damaligen byzantinischen Kaisers Konstantin, Helena, auf ihrer Pilgerreise nach Jerusalem auch Konya. Hier sah sie reich verzierte Tempel der frühchristlichen Zeit und beschloß, für die Christen auch in Sille ein solches Gotteshaus errichten zu lassen.

Sie selbst wohnte der Feier anläßlich der Grundsteinlegung dieser Kirche im Namen des Mihail Arkhankolos bei. Da die Kirche über die Zeit hinweg mehrmals restauriert wurde, ist sie heute noch erhalten.


Angebracht an der Oberseite des Kircheninnenraums, gibt uns eine in hellenischer Schrift gehaltene türkische Inschrift Auskunft über Bau und Werdegang dieser Kirche. Die Inschrift ist in das Jahr 1833 datiert. Oberhalb dieser Inschrift befindet sich eine weitere, die uns in drei Zeilen mitteilt, daß die Kirche z. Z. der Herrschaftsperiode von Sultan Mecit ein viertes Mal erneuert worden war.


Die Kirche wurde unter Verwendung von regelmäßigen Hausteinen aus Sille erbaut. In ihrem Innenhof finden sich in die Felsen eingelassene Zimmer. Die sich nach Norden öffnende Eingangstür der Kirche führt in den äußeren Narthex. Hier sieht man Steintreppen, die zu beiden Seiten in die Frauenabteilung hinaufführen. Die Zentralkuppel der Kirche ruht auf vier massiven Säulen; die Kirche selbst ist dreischiffig. Das Innere der Kirche beherbergt einen mit Stuck verzierten Predigerstuhl aus Holz sowie ein mit Stuck verziertes Holzgitter, das die Apsis vom Hauptraum trennt; auch diese Konstruktion ist als ein Meisterwerk zu betrachten. Auf den Übergängen in die Kuppel und den Stützpfeilern finden sich Abbildungen von Jesus, der Maria und den 12 Aposteln.

Sille ist ein Siedlungsgebiet in der Provinz Konya im Bereich des Distriktes Seldschuk, 7 km vom Stadtzentrum entfernt.

Im Jahre 327 n. Chr. besuchte die Mutter des damaligen byzantinischen Kaisers Konstantin, Helena, auf ihrer Pilgerreise nach Jerusalem auch Konya. Hier sah sie reich verzierte Tempel der frühchristlichen Zeit und beschloß, für die Christen auch in Sille ein solches Gotteshaus errichten zu lassen.


Sie selbst wohnte der Feier anläßlich der Grundsteinlegung dieser Kirche im Namen des Mihail Arkhankolos bei. Da die Kirche über die Zeit hinweg mehrmals restauriert wurde, ist sie heute noch erhalten.

Angebracht an der Oberseite des Kircheninnenraums, gibt uns eine in hellenischer Schrift gehaltene türkische Inschrift Auskunft über Bau und Werdegang dieser Kirche. Die Inschrift ist in das Jahr 1833 datiert. Oberhalb dieser Inschrift befindet sich eine weitere, die uns in drei Zeilen mitteilt, daß die Kirche z. Z. der Herrschaftsperiode von Sultan Mecit ein viertes Mal erneuert worden war.

Die Kirche wurde unter Verwendung von regelmäßigen Hausteinen aus Sille erbaut. In ihrem Innenhof finden sich in die Felsen eingelassene Zimmer. Die sich nach Norden öffnende Eingangstür der Kirche führt in den äußeren Narthex. Hier sieht man Steintreppen, die zu beiden Seiten in die Frauenabteilung hinaufführen. Die Zentralkuppel der Kirche ruht auf vier massiven Säulen; die Kirche selbst ist dreischiffig. Das Innere der Kirche beherbergt einen mit Stuck verzierten Predigerstuhl aus Holz sowie ein mit Stuck verziertes Holzgitter, das die Apsis vom Hauptraum trennt; auch diese Konstruktion ist als ein Meisterwerk zu betrachten. Auf den Übergängen in die Kuppel und den Stützpfeilern finden sich Abbildungen von Jesus, der Maria und den 12 Aposteln.

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Antwort #6
am: 12. April 2009, 23:57:32

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Die antike Stadt Kilistra befindet sich im Dorf Gökyurt bei Hatunsaray, 49 km südwestlich von Konya und gehört zum Landkreis Konya Meram.Den Ergebnissen archäologischer Ausgrabungen zufolge wurde Kilistra in der hellenistischen und römischen Periode (2. Jhd. v. Chr. - 3. Jhd. n. Chr.) besiedelt.

Auf einem bei diesen Ausgrabungen gefundenen Schwellenstein im östlichen Bereich konnte auf einer Grabinschrift der Name Kilistra entdeckt werden.

Kilistra war in der byzantinischen Periode (8. - 13. Jhd. n. Chr.) ein bevorzugtes Siedlungsgebiet, dessen Siedlungsformen der Aushöhlung von Steinen denen Kapadokiens ähnelt war.

Während der in der Bibel beschriebenen Reise des Apostel Paulus hielt dieser sich auch in der anatolischen Stadt Lystra auf, welche sich auf dem Königsweg zwischen İkonion (Konya) und Psidia Antiocheia (Yalvaç) befand. Der von Lystra nach Yalvaç ziehende Apostel besuchte dabei auch Kilistra. Der mit Paulus im Briefwechsel stehende Timoteos war ebenfalls aus Lystra.

Während den Ausgrabungen wurde die Stelle, an der sich die Kirche befand, von den Anhängern des Sümbüliye-Ordens als "Paulönü" bezeichnet, was darauf hinweist, dass der Heilige Paulus namentlich geehrt wurde.

Das lystrische Volk hatte während der römische Periode den christlichen Glauben angenommen und zog sich aufgrund der Christenverfolgung in die zugängigen gebirgigen Gegenden zurück. Eine der bedeutendsten dieser somit gegründeten geheimen Städte war Kilistra.

Das Volk des Dorfes Gökyurt hat sich auf den Fundamenten der antiken Stadt Kilistra niedergelassen. Aufgrund einiger Funde konnte nachgewiesen werden, dass in der byzantinischen Periode das örtliche Volk gemeinsam mit den nach Anatolien kommenden Türken gelebt hat. Ethnologische Funde weisen darauf hin, dass sich hingegen in der osmanischen Periode hier vielmehr halbnomadische Stämme ansiedelten, die vorwiegend Viehzucht betrieben.

Alltagsleben:
Die Dorfbevölkerung von Gökyurt lebt von der Landwirtschaft und Viehzucht. Durch die örtliche Gegebenheiten der landwirtschaftlichen Nutzfläche ist der Einsatz von Tieren unausweichlich. Aus diesem Grunde werden Esel, Pferde und Maultiere für die Landwirtschaft und Viehzucht eingesetzt. Im Dorf wird vor allem sehr viel Kürbis angebaut und es ist Brauch, dass auf Hochzeiten auf dem Frauentisch ein bestimmtes Kürbisgericht angeboten wird.

In der ländlichen Küche gibt es einige Besonderheiten wie saures Eingelegtes, aus wilden Pflaumen Eingemachtes und Holzbirnen-Kompott. Ebenso werden Weintrauben angebaut, wobei aus den Trauben vor allem "Pekmez" (dick eingekochter Traubensaft) hergestellt wird. In der dörflichen Landwirtschaft spielt die Honigherstellung nach klassischer Methode eine wichtige Rolle.

Sowohl in der Produktion auf dem Feld, als auch bei der Tierpflege und bei den Stallarbeiten nimmt die Frau eine wichtige Stelle ein.Darüber hinaus haben bestimmte Handarbeiten dieses Dorfes eine traditionsreiche Vergangenheit.

Wie kommt man nach Kilistra?Über die Hauptstraße Konya - Hatunsaray führt eine Straße in Richtung Südosten, wobei man nach 34 km nach Gökyurt (ca. 15 km) abzweigt.Man kann auch die Hauptstraße Konya - Antalya nehmen, wobei man ebenfalls nach 34 km auf eine nach Süden abzweigende Straße fährt, mit der nach 15 km Kilistra erreicht werden kann.

Besichtigung von Kilistra?
Die antike Stadt Kilistra besichtigt man am besten, indem man dem Königsweg, der sich östlich des Dorfes befindet, folgt. Auf diesem von Lystra (Hatunsaray) kommenden Weg, dessen Steinpflaster nach wie vor instand ist, erreicht man die Devrek Mevkine. An dieser Stelle befindet sich der Beobachtungsturm, von dem aus der Eingang in die Stadt bewacht wurde. Geht man den antiken Weg weiter in die Stadt sieht man am Platz Konacak antike Gräber, die typisch für ihre Steinaushöhlungen sind sowie an deren westlichen Ausrichtung einen Versammlungssaal und andere für soziale Zwecke errichtete Gebäude.

An der südlichen Seite befindet sich Sandıkkaya, eine kreuzförmige Kapelle, die besonders dadurch interessant ist, da ihr Äußeres und Inneres aus einem großen Steinstück ausgehöhlt wurde; ihresgleichen findet man selten. In dieser Umgebung trifft man ebenso auf Gebäudestücke, die die Architektur ergänzen.

Folgt man dem Königsweg weiter Richtung Westen, so kann man am anderen Eingang den zweiten Beobachtungsturm besichtigen, das zweite Wachgebäude sowie eine Zisterne und die "Kapçı İni", die in späteren Perioden für die Tongeschirrherstellung verwendet wurde. Von hier aus kann die im Zentrum befindliche Dorfherberge (Köy Konağı) erreichen. In dieser Dorfherberge konnten Getränke und Speisen zur Verfügung gestellt und andere Grundbedürfnisse befriedigt werden.

Danach können die westlich der Dorfherberge befindlichen Wasserzisterne (Katırini), die beiden Weinkeltereien (Şırahane) am Fluss Söğütlü, sowie die sich südwestlich der Dorfherberge befindliche und von den Dörflern als "Paulönü Mevkii" (der Platz Paulus') bezeichnete Sümbül Kirche besichtigt werden. In diesem Tal, in dem Geschichte mit der Natur in Eintracht lebt, sind jegliche Töne von natürlichem Grün vorzufinden.

Geht man von hier aus in Richtung des Ardıçlı Hügels, an dessen westlichem Hang sich die große Wasserzisterne befindet, sind auf dem Gebiet der Nekropole Steingräber zu sehen.

Diese große Wasserzisterne (Katırini) stellt eine imposante Felsenniederlassung dar und ist gleichzeitig das interessanteste Gebäude der Stadt. Die beiden nördlich der Wasserzisterne am Söğütlü Fluss gelegenen Weinkeltereien und deren Wasserwege sind ebenso einer Besichtigung wert.

Architektur:
Die antike Stadt Kilistra wurde in der frühbyzantinischen Periode an fünf verschiedenen Stellen gleichzeitig durch Felsaushöhlungen gegründet. Die Form der Aushöhlungen weisen darauf hin, dass es wichtig war, die Gründung und den Ausbau der Stadt geheim zu halten. Diese von außen wie natürliche Felsen aussehende Niederlassungen sind in ihrem Inneren großzügig ausgehöhlt, ihr Beleuchtungs- und Belüftungssystem sind gut getarnt und so angelegt, dass an ihnen Sehschlitze angebracht wurden.

In der Architektur stößt man auf religiöse Gebäude (Kapelle und Kirche), Einrichtungen für soziale Zwecke (Wohnräume, Zisterne, Brunnen, Weinkelterei...) und Gebäude zur Verteidigung und Sicherheit (Beobachtungsturm, Garnisonsorte und Zufluchtsorte).

Der Topographie angemessen sind die Unterkünfte in der Art von Felsenhanghäusern errichtet. Für die Halle wurden die Hauptfelsen ausgehöhlt und umfunktioniert. Die selbst errichteten Gebäudeteile wurden aus Stein gefertigt, indem der Felsen gespalten und geglättet und als Baumaterial verwendet wurde. Die Unterkünfte bestehen vom Fundament bis zum Dach aus Stein, wobei das Dach breit und flach ist.

Naturschönheiten:
Im gesamten Tal befinden sich die aus vulkanischem Tuffgestein gebildeten Felskegel und Feenkamine (peri bacaları). Das Tal erinnert an eine Art Steinwald, wobei die Aussichtsterassen des Siedlungsgebietes ein fantastisches Panorama bieten. Alle vier Jahreszeiten hindurch kann die charakteristische Pflanzendecke und auf den bedeckten Stellen Grün in jeglichem Ton vorgefunden werden. Diese Pflanzendecke ist von der Art des reichhaltigen Dickichtes der Wände der Taurusgebirges. Esche, Azarole, Holzbirne, wilde Pflaumen, Ölweide und Hagebutte vermischen sich mit Eichenwäldern, Walnuß-, Mandel- und Obstbäumen und stellen eine zauberhafte Harmonie dar.

Das Leben der Wildtiere in all seiner Verschiedenheit kann in dieser Waldstruktur angetroffen werden. Im Buschwald dieses Gebietes stößt man auf eine wilde Traubenart, die von den Dörflern als "Gılabba" bezeichnet wird und als Heilmittel verwendet wird. (Gilabori-Viburnum opulus).

Unterkunft:
Gökyurt ist ein zauberhafter Ort, der den Begriff Tourismus verinnerlicht hat und die traditionelle türkische Gastfreundschaft leben läßt.

In dem Dorf befindet sich eine Dorfherberge (Köy Konağı), die sich besonders für die Unterbringung von Gruppen eignet. Diese Herberge ist ein restauriertes Volkshaus (Halk evi), das durch die Anbringung eines weiteren Stockwerkes zu einer modernen Herberge umfunktioniert wurde. Im Dorf befindet sich weiter ein staatliches Gesundheitszentrum (Sağlık ocağı), das jegliche medizinische Versorgung gewährleisten kann.

Quelle: T.C. Kültür ve Turizm Bakanlığı
Zum Reisen gehört Geduld, Mut, guter Humor, Vergessenheit aller häuslichen Sorgen, und dass man sich durch widrige Zufälle, Schwierigkeiten, böses Wetter, schlechte Kost und dergleichen nicht niederschlagen lässt.

Im Leben geht es nicht darum zu warten, bis das Unwetter vorbei zieht, sondern zu lernen im Regen zu tanzen!

Antwort #7
am: 13. April 2009, 00:00:10

Offline TC Melanie

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Der Palastkomplex von Kubad-Abad, von dem schon der berühmte seldschukische Historiker Ibn Bibi in seinem Werk 'Seljukname' sprach und der auf Anordnung des Sultans Alaaddin Keykubad I. (1220-1236) erbaut wurde, ist der bis heute einzig erhaltene Palastbau der Seldschuken. Kubad-Abad, das zur Zeit der anatolischen Seldschuken neben einer Stadt gleichen Namens angelegt worden war, wurde in späterer Zeit verlassen und versank im Dunkel der Geschichte.

Nach Hinweisen von Ibrahim Hakki Konyali und Prof. Dr. Osman Turan, nach denen dieser Palast in der Umgebung von Beysehir zu lokalisieren sei, gelang es dem Direktor des Museums von Konya, Zeki Oral, im Jahre 1949 den Ort des erwähnten Palastes aufzufinden. Der Palast von Kubad-Abad, der im Anschluß an die im Jahre 1952 unter der Leitung von Zeki Oral, in den Jahren 1965-66 unter der Leitung von Katharina Dorn und im Jahre 1967 unter Leitung von Mehmet Önder gemachten Sondierungen und Ausgrabungen über lange Zeit hinweg sich selbst überlassen wurde, erfuhr im Jahre 1980 ein erneutes Interesse seitens Prof. Dr. Rüchan Arik, die wiederum an dieser Stelle mit systematischen Ausgrabungen begann. Die im Palastkomplex von Kubad-Abad in der Umgebung des kleinen Palastes von Prof. Dr. Rüchan Arik begonnenen Ausgrabungen bewiesen, daß der des weiteren ausgegrabene Mädchenturm und das Umland von Kubad-Abad in Verbindung mit dem Palastkomplex standen. Desgleichen wurden auch im Seldschuken-Pavillon von Malanda Untersuchungen und Ausgrabungen vorgenommen.

Während der o.e. Ausgrabungstätigkeiten wurden das Hauptgebäude des Mädchenturms, Keramikfliesen der dort befindlichen Bäderabteilung, wichtige Teile des am Ufer des Sees gelegenen Palastkomplexes sowie bauliche Überreste aus der Umgebung des kleinen Palastes zutage gefördert. Außerdem wurde durch die am Malanda-Pavillon durchgeführten Sondierungsarbeiten der Grundriß des noch vorhandenen Teils des Bauwerkes erschlossen. Die Ausgrabungen brachten zahllose Fliesen, Keramiken, Stuck, Glasgefäße und Münzen der seldschukischen Periode ans Tageslicht. Unterhalb der seldschukischen Siedlungsschicht in der Umgebung des kleinen Palastes fanden sich prähistorische Überreste und weitere Funde kleineren Ausmaßes.

Quelle: T.C. Kültür ve Turizm Bakanlığı
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Antwort #8
am: 13. April 2009, 00:06:43

Offline TC Melanie

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Der Standort von Mevlanas Derviş Kloster, das Heute als Museum genutzt wird, wurde, als es noch ein Rosengarten des seldschukischen Palastes war, vom Sultan Alâeddin Keykubad dem Sultânü'l-Ulema Bâhaeddin Veled, Vater von Mevlana, geschenkt.

Als Sultânü'l-Ulema am 12 Januar 1231 verstarb, wurde er an seiner heutigen Stelle im Mausoleum (Türbe) bestattet. Diese Bestattung ist die erste im Rosengarten.

Wenn auch nach dem Tod des Sultânü'l-Ulema einige ihm nahestehenden sich an Mevlana wandten und mitteilten, sie wollen über dem Grab seines Vaters ein Mausoleum errichten, so lehnte Mevlana diese Bitte mit den Worten: "Gibt es denn ein besseres Mausoleum als den Himmel" ab. Allerdings, als er selbst am 17 Dezember 1273 starb, hat der Sohn Mevlanas, Sultan Veled, den Wunsch derjenigen, die auf dem Grab von Mevlana ein Mausoleum errichten wollten entsprochen. Das "Kubbe-i Hadra" (grüne Kuppel) genanntes Mausoleum, auf vier dicke Säulen errichtet, wurde für 130.000 seldschukische Drachmen dem Architekten Tebrizli Bedrettin in Auftrag gegeben. Ab diesem Datum fanden die Bauarbeiten nie ein Ende, die Arbeiten dauerten bis zum Ende des 19. Jahrhunderts in Teilabschnitten fort.

Kloster der Derwischorden und das Mausoleum wurde im Jahre 1926 unter dem Namen 'Konya Âsâr-ı Âtîka Museum' als Museum dem Dienst aufgenommen. Im Jahre 1954 wurde die Ausstellung und Ordnung des Museums erneut durchgesehen und der Name des Museums wurde in 'Mevlana Museum' umgeändert.

Als das Museumsgelände 6.500 m2 betrug, wurde die momentane Stelle verstaatlicht und erreichte zusammen mit dem Rosengarten eine Gesamtfläche von 18.000 m2.

Über den 'Derwisch Tor' gelangt man in den Hof des Museums. Nördlich und westlich des Hofes erstrecken sich die Derwischzellen. Die Südseite geht nach den Mausoleen Matbah und Hürrem Pascha mit der zum Üçler Friedhof führenden HâmûşÃ¢n (Schweigenden) Tor zu Ende. Östlich des Hofes befinden sich neben den Mausoleen von Sinan Pascha, Fatma Hatun und Hasan Pascha die Semahane (großer, runder Saal der Mewlewi-Klöster) und eine kleine Moschee sowie das Hauptgebäude, wo die Gräber Mevlanas und seinen Familienangehörigen sind.
Die im Jahre 1512 von Yavuz Sultan Selim erbaute Brunnenanlage mit Überdachung zur rituellen Waschung und der Brunnen 'Şeb-i Arûs' sowie nördlich des Hofes gelegene und Selsebil benannte Laufbrunnen bereichern den Hof.

Tilavet (Koran rezitier) Raum
Tilavet ist ein arabisches Wort und bedeutet, den Koran mit einer schönen Stimme dem Takt passend zu lesen. Da in der Vergangenheit in diesem Raum Koran gelesen wurde, ist es Tilavet Raum benannt worden. Zur Zeit wird es als kalligraphischer Raum benutzt.

Im kalligraphischen Raum werden neben Schrifttafeln berühmter Kalligraphen ihrer Zeit wie Mahmud Celaleddin, Mustafa Rakım, Hulusi, Yesarizade auch ein goldenes Relieftafel, das von Sultan Mahmud II. geschrieben worden ist.

In dem über der Silbertür ausgestellten Vers von Yeserizade Izzet Efendi steht folgendes geschrieben. Diese Schrifttafel gehört eigentlich der Molla Moschee.
Kabetü'l-uşşÃ¢k bâşed in mekam
Her ki nakıs amed incâ şod temam
(Diese Stätte ist die Kaaba (Wallfahrsrtsort) der Verliebten.
Wer hierhin kommt mit Mängel, wird vervollkommnet werden.

Huzûr-ı Pir (Mausoleum)
Zum Saal des Mausoleums wird über die Silbertür gelangt, die Hasan Pascha, Sohn von Sokullu Mehmet Pascha, im Jahre 1599 hat erbauen lassen. In den hier befindlichen zwei Vitrinen werden die ältesten Ausgaben der berühmtesten Werke von Mevlana, Mesnevi und Divan-ı Kebir ausgestellt. Der Saal des Mausoleums wird von drei kleinen Kuppeln überdacht. Die dritte Kuppel wird Post Kubbe benannt und grenzt in nördlicher Richtung an die "Grüne Kuppel."

Der Saal des Mausoleums ist im Osten, Süden und Norden von einer ziemlich hohen Mauer umgeben. In den im Norden in zwei Teilen befindlichen Mauer sind Holzsarkophage von 6 Horasansoldaten. Direkt an der Fußspitze der Horasansoldaten wird, der für den Ilhanlı Herrscher Ebu Said Bahadır Khan angefertigte Verlobungsstein ausgestellt.

Zwei der hier vorhandenen Tafeln sind sehr wichtig, dass dadurch sie die Philosophie und Denkart von Mevlana erklären. Die erste Tafel ist in türkischer Sprache:
"Gebe dich entweder so wie du bist,
Oder sei so wie du dich gibst"
H.Z. Mevlana (ST. Mevlana)

Die 2. Tafel ist ein Vierzeiler Mevlanas in persischer Sprache. Die türkische Übersetzung lautet:
"Komm, komm, wer du auch immer bist, komm!
Ob Ungläubiger, Parse, oder Götzenanbeter, komm!
Unser Orden ist kein Orden der Hoffnungslosigkeit.
Wenn du auch hundertmal dein Gelöbnis gebrochen hast, so komm trotzdem!"
H.Z. Mevlana

Auf dem hohen Wall, der den Saal des Mausoleums im Osten und Süden umgibt, befinden sich 55 Gräber von Verwandten Mevlanas und seines Vaters Bahaeddin Veled, wovon 10 Frauengräber sind, und 10 Gräber von hohen Würdenträgern wie Hüsameddin Çelebi, Selahaddin Zerkubi und Scheich Kerimüddin, also insgesamt 65 Gräber. Auf die Gräber der Damen sind keine den Derwischen eigene Filzkopfbedeckung angebracht.

Direkt unter der 'Grünen Kuppel' befinden sich die Gräber Mevlanas und seines Sohnes Sultan Veled. Die doppelgewölbte Grabschutzplatte auf den Gräbern hat im Jahre 1565 Sultan Süleyman der Prächtige anfertigen lassen. Das auf den Grabschutzplatten befindliche Gold- und Silberbestickte Decke ließ im Jahre 1894 Sultan Abdülhamid der II. anfertigen.

Der hölzerne Grabschutzplatte, von der behauptet wird, daß 'der Vater sich aufgerichtet hat, als der Sohn kam' ist ein seldschukischer Meisterwerk, das im Jahre 1274 für Mevlana gebaut wurde. Als Süleyman der Prächtige im Jahre 1565 eine neue Marmorplatte anfertigen ließ, wurde die hölzerne Schutzplatte hier entfernt und auf den Grab des Vaters von Mevlana gelegt, der keine Schutzplatte hatte.

Semâ-hâne
Die Semahane (großer, runder Saal der Mewlewi-Klöster) wurde zusammen mit der kleinen Moschee im XVI. Jahrhundert durch Sultan Süleyman dem Prächtigen erbaut. Die Sema (Tanz der Derwische) in der Semahane dauerte bis 1926 an, bis das Kloster zu einem Museum umfunktioniert wurde. Während die Naat (Lob) Pult und Musikantenecke sowie abgeteilte Loge für Damen und Herren der Semahane in Original verwahrt werden, werden Teppiche an den Wänden der Semahane und in Vitrinen befindliche Metal und Holzwerke sowie Musikinstrumente der Mewlewiten ausgestellt.

Mescid (Kleine Moschee)

Über das Çerağ-Tor wird in den Mescid gelangt. Ferner sind von der Huzûr-ı Pir, wo sich Gräber befinden, und von der Semahane sind kleine Übergänge vorhanden. Die hier befindliche Muezzin-Loge und Mesnevihan Pult werden in Original verwahrt.

An der Südwand der kleinen Moschee werden sehr wertvolle Teppiche und Muster von Holtüren, in 10 Vitrinen innerhalb der Moschee sehr wertvolle Bände, Kalligraphien und Muster Goldverzierungen ausgestellt.

Abteilung Teppiche und Textilien - Derwischzellen

Die West und Nordrichtung des Vorderhofes des Mevlana Klosters sind von jeweils mit einer kleinen Kuppel und Schornstein ausgestatteten 17 Zellen umgeben. Diese Zellen wurden im Jahre 1584 vom Sultan Murat III. Als Unterkunft für die Derwische errichtet.

Vier dieser Zellen, rechts am Eingangstor, werden zur Zeit als Schalter und Verwaltungsgebäude benutzt. Die ersten zwei der restlichen, links am Eingangstor befindlichen 13 Zellen werden als Postnischen (Abt) und Mesnevihan Zellen mit ihren originalen Gegenständen ausgestellt.

Die letzten zwei Zellen sind unserem Museum gestifteten Büchern vom verstorbenem Abdülbaki Gölpınarlı und Dr. Mehmet Önder reserviert. Diese Zellen werden zur Zeit als Bibliothek benutzt.

Durch die Entfernung der Zwischenwände der restlichen 9 Zellen wurden zwei große Korridore erhalten. In einem dieser Korridore werden historische Teppiche aus Regionen wie Kula, Gördes, Kırşehir ausgestellt. Im anderen Korridor werden gewebte, historische Teppiche ausgestellt, die den Regionen der Provinz Konya angehören wie Ladik, Karaman, Karapınar Sille.

In die Fenster und Türaussparungen eingelassene Vitrinen werden der Mewlewi-Ethnographie gehörende historische Gegenstände wie Marktzange, Kissen, Krücken, Horn, die vom Kloster in das Museum gebracht worden sind, und sehr wertvolle Textilien aus Bursa ausgestellt.

Küchenteil
Die Küche befindet sich in der Südwestecke des Museums, sie wurde im Jahre 1584 durch Sultan Murat der III. erbaut. Bis das Kloster im Jahre 1926 zu einem Museum umgewandelt wurde, wurde hier der Speisebedarf gedeckt.

Nach den Reparaturarbeiten im Jahre 1990 wurde die Ausstellung und Aufstellung dieses Teiles mit Schaufensterpuppen neugeregelt. Die eigentliche Aufgabe der Küche, die Anfertigung von Speisen und speisen an der Somat benannter Tafel werden hier mit Schaufensterpuppen dargestellt. Auch wurde versucht darzustellen, wie der Mewlewiswärter auf dem Fell sitzt, der Mewlewi Scheich dem Mewlewi -Derwischeswärter die Sema üben läßt.

Quelle: T.C. Kültür ve Turizm Bakanlığı

Mehr zu Mevlana gibt es hier  :)
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