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Autor Thema: Traditionen!  (Gelesen 3529 mal)

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am: 21. Januar 2008, 08:42:57

Offline TC Melanie

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Feste im privaten Bereich


Geburt:

Nach der Geburt eines Kindes werden drei Gebetsaufrufe (EZAN) abgewartet. Sobald der Muezzin die vierte Gebetszeit verkündet, wird dem Neugeborenen durch einen Hodsch dreimal sein Name ins Ohr geflüstert. 20 Tage und 20 Nächte darf das Kind nicht aus dem Haus gebracht werden, weil es in dieser Zeit bei abergläubischen Menschen als besonders schutzlos gegenüber dem bösen Blick gilt. Es wird danach mit Milch gewachen und zu allen Verwandtschaftsbesuchen mitgenommen



Beschneidungsfest:

Das traditionelle Beschneidungsfest wird in der Türkei als "Sünnet Dügünü" - Beschneidungshochzeit - bezeichnet. Bei ihrer Beschneidung sind die Jungen zwischn 5 und 12 Jahre alt. Das Fest wird von Strenggläubigen als feierliche Aufnahme in den Islam betrachtet und bedarf langer Vorbereitung. Zusammen mit dem Paten des Kindes bittet die Familie die Verwandten und Bekannten zum Fest, bereitet ein besonderes Festmahl zu und schafft für das Kind eine besondere Kleidung an (Anzug mit roter Schärpe, geschmückter Fes). Am Tag vvor dem Fest zeigt sich die Familie in der Lffentlichkeit, nach dem Besuch des Badehauses wird eine oftmals, von einer Musikkapelle begleitete, Rundfahrt gemacht. Nach einem beliebten Brauch reitet der Junge gemeinsam mit seinem Paten an der Spitze einer mit roten Bändern geschmückten Autokolonne. Am Morgen des eigentlichen Festes wird der Junge unter Anwesenheit der männlichen Gäste und der Hodschas, die den Gebetsgesang leiten, von einem Arzt beschnitten. Nachdem man den Jungen in das geschmückte und hergerichtete Bett getragen hat, beginnt die Familienfeier mit dem Mahl. Den ganzen Tag über bringen die Gäste Geschenke und legen sie auf das Bett des Kindes. Die nahen Verwandten schenken eine Goldmünze als symbolischen Grundstein für das Vermögen, mit dem der Junge später den Brautpreis bezahlen kann. Für die folgende Woche steht das Haus für Gäste offen. Das Kind wird im Bett mit seinen Geschenken und seinen Besuchern fotografiert. Nach 2 bis 3 Tagen steht der Junge wieder auf und zieht neue Kleider an. Das Kind wird noch lange von dem Fest erzählen.



Die Hochzeit:

Obwohl die anatolischen Hochzeiten sehr vielseitig sind, gibt es eine Reihe von Gemeinsamkeiten. In den traditionell orientierten Familien dauern diese Feste immer mehrere Tage und werden in den Häusern beider Familien veranstaltet; die Frauen feiern in der Regel im Hause der Braut, die Männer im Haus des Bräutigams. Am Vorabend des Festes tragen die Frauen Henna, ein rötlich-braunes Pulver auf die Handflächen und Füße der Braut auf. Die übrigen Frauen bestreichen ihre rechte Handfläche ebenfalls mit Henna und hüllen sie anschließend in Tücher, damit die Farbe über Nacht in die Haut einziehen kann. Am folgenden Tag wird die Aussteuer, die die Braut schon als Kind bestickt hat, und der vom Brautgeld gekaufte Hausrat in das Haus des Bräutigams transportiert. Man fährt mit allem auf einem Eselskarren oder Auto durch das Dorf, so dass alle sehen können, was die Braut besitzt. Die Braut wird unter Beachtung vieler Zeremonien ins Bad geleitet und zieht anschließend unter Trauer- und Klageliedern in das Haus des Bräutigams ein.


Zum Reisen gehört Geduld, Mut, guter Humor, Vergessenheit aller häuslichen Sorgen, und dass man sich durch widrige Zufälle, Schwierigkeiten, böses Wetter, schlechte Kost und dergleichen nicht niederschlagen lässt.

Im Leben geht es nicht darum zu warten, bis das Unwetter vorbei zieht, sondern zu lernen im Regen zu tanzen!


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