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Autor Thema: Flugreise-Thrombose  (Gelesen 3848 mal)

9 Antworten am Flugreise-Thrombose
am: 27. März 2009, 14:10:17

Barbara06

  • Gast
Thrombose, was ist das eigentlich?
Bei ganz alltäglichen Verletzungen kann man beobachten, wie das Blut nach einer Weile gerinnt und die Wunde verschließt. Findet dieselbe Gerinnung innerhalb der Adern statt, so spricht man von einer Thrombose. In nur wenigen Stunden kann so ein kleines Gerinnsel zu einem Blutpfropf heranwachsen, der die Adern verstopft. Bevorzugt bilden sich solche Thrombosen in den Venen der Beine.


Wenn sich der Pfropfen löst und über den Blutkreislauf in die Lunge transportiert wird, bleibt er dort stecken und führt zu einer lebensgefährlichen Durchblutungsstörung der Lunge, der Lungenembolie.

Das Gefährliche an einer Thrombose ist, dass sie nur selten Beschwerden macht. Gelegentlich können ein Spannungsgefühl in den Beinen, die so genannten "schweren Beine", und leichte ziehende Schmerzen in der Wade erste Hinweise sein. Bei schlagartig einsetzenden starken Brustschmerzen, Atemnot und Schock ist sofortige ärztliche Hilfe notwendig.

Was passiert im Flugzeug?
Da die Luft in Reiseflughöhe zu dünn ist, um zu überleben, wird der Luftdruck der Kabine auf eine Druckhöhe von 2500 Metern eingestellt. In dieser Höhe ist der Luftdruck niedriger als der Körper gewöhnt ist. Ein Flug entspricht also einem Kurztrip auf einen Berggipfel. Als Folge dehnen sich die Venen aus, der Blutfluss wird langsamer und die Gefahr, das das Blut gerinnt steigt. Bei der Landung sind die Füße daher häufig geschwollen sind und passen nicht mehr in die Schuhe hinein.

Aber auch die Luftfeuchtigkeit, die am Boden etwa 20 bis 30 Prozent beträgt, sinkt in der Luft sinkt auf 3 Prozent. Das entspricht einem trockenen Wüstenklima. Die Folge: Der Körper verliert Flüssigkeit, das Blut wird dickflüssig. Ein weiterer Faktor für die Entstehung einer Thrombose.

Weil die Passagiere, vor allem in der Touristenklasse, nur wenig Platz haben, sind die Venen in der Leiste und Kniekehle während des gesamten Fluges abgeknickt. Das dickflüssige Blut in den Venen fließt dadurch noch langsamer. Auch dieser Vorgang erhöht das Risiko einer Thrombose.

Wer ist gefährdet?
Experten warnen jedoch eindringlich vor Panik. Gesunde Flugreisende sind nur selten in der Gefahr, an einer Reisethrombose zu erkranken. Nach einer australischen Untersuchung liegt bei einem gesunden Menschen mittleren Alters das Risiko bei einer Thrombose pro 40 000 Flüge. Von 1981 bis 1999 seien demnach von 9,4 Millionen Passagieren, die nach Langstreckenflügen auf westaustralischen Flughäfen landeten, 276 an einer Reisethrombose erkrankt. Das Risiko, an den Folgen einer solchen Thrombose zu sterben, liegt laut den Forschern sogar nur bei eins zu zwei Millionen. Die Wahrscheinlichkeit, bei einem Autounfall zu sterben, ist etwa 100 Mal höher.

Gefährdet sind eher ältere Menschen, Übergewichtige, Schwangere, Raucher, frisch Operierte, Frauen, die hormonelle Verhütungsmittel nehmen, und Menschen mit Krampfadern. Ein besonderes Risiko tragen Passagiere, die bereits eine Thrombose erlitten haben.

Gefahr erkannt, Gefahr gebannt
Bewegung ist die beste Prophylaxe gegen eine Thrombose.

Verläuft der Flug ruhig, sollten Sie mindestens einmal pro Stunde aufstehen und sich die Beine vertreten. Ein Sitzplatz am Gang oder an den Notausgängen verschafft die notwendige Beinfreiheit, um durch regelmäßiges Fußkreiseln die Durchblutung der Beine in Schwung zu halten.

Größere Fluglinien bieten mittlerweile Gymnastikprogramme während des Fluges an, wie beispielsweise die Lufthansa in Form von "Flyrobic"-Videos. Darin werden isometrische Übungen gezeigt, mit denen Sie den Blutfluss der Beine in Gang halten können.

Ebenso wichtig ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Auf einem Flug von Frankfurt nach New York verliert der Körper etwa ein Liter Flüssigkeit. Sie sollten also unbedingt ausreichend trinken. Mineralwasser und Fruchtsäfte geben dem Körper effektiv Flüssigkeit und Mineralsalze zurück. Vorsicht mit Alkohol! Er erweitert die Venen und verlangsamt den Blutstrom zusätzlich.

Passagiere mit erhöhtem Risiko sollten unbedingt während des Fluges und noch zwei Tage danach Kompressionsstrümpfe tragen.

Bei sehr hohem Risiko, wie Passagiere mit Thrombosen, Gipsverbänden an den Beinen und massiven Krampfadern, sind blutverdünnende Medikamente erforderlich. Holen Sie sich daher rechtzeitig vor einem geplanten Langstreckenflug kompetenten Rat bei einem Spezialisten für Venenerkrankungen, damit Sie unbeschwert die "Freiheit über den Wolken" genießen können.

Quelle


Habt Ihr mit Thrombose schon einmal Probleme gehabt und trefft Ihr Vorkehrungen?? :tja:

Antwort #1
am: 27. März 2009, 14:24:52

kedi

  • Gast
Bisher bin ich nur Kurzstrecken geflogen, daher habe ich nur auf gut sitzende Strümpfe, die keinen einschnürenden Bund haben, und ausreichende Flüssigleitszufuhr geachtet. Zwischendurch wippe ich während des Flugs immer wieder mal mit den Füßen auf und ab, oder stehe auch mal auf und trtet auf der Stelle.
Bei Langstreckenflügen würde ich mich vorher genauer informierenund mir wohl ein paar spezielle Flugstrümpfe zulegen.

Kedi

Antwort #2
am: 27. März 2009, 16:35:15

Offline sally

  • Misafirler!
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 :pfeif: ich versuch immer,einen Notausgangsplatz zu ergattern,anonsten flieg ich mit Clogs und lauf
des öftern im Flieger mal  :coolman:
 :ciao: sally
Glück bedeutet : auf falsche Menschen zu verzichten....

Urlaub 2015 mit lieben Freunden
2016 auch.. 😊

Antwort #3
am: 27. März 2009, 16:51:00

Offline Reni

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ich nehme immer Gangplatz, da kann ich immer schön mal aufstehen, ausserdem muss ich sowieso Herz Ass nehmen, das verdünnt das Blut auch ein bisschen  :D
Ich habe keine Macken! Das sind Special Effects !!!

Antwort #4
am: 27. März 2009, 17:05:20

Barbara06

  • Gast
Im Netz gefunden....

 Immer wieder wird die Einnahme von Acetylsalicylsäure (ASS, am bekanntesten "Aspirin") empfohlen, eine Wirksamkeit zur Vorbeugung vor Reise-Thrombosen ist jedoch nicht gegeben, da die Acetylsalicylsäure nur auf die Thrombozyten (Blutplättchen) einwirkt, die bei der Entstehung einer venösen Thrombose nicht ursächlich beteiligt sind. Des Weiteren sollten auf ASS basierende Medikamente nicht in Verbindung mit Gerinnungshemmern wie Heparin, Marcumar oder Falithrom eingenommen werden, da die Wirkungen interagieren und die Gerinnungshemmung unkontrollierbar wird.

Zur langfristigen medikamentösen Prophylaxe kann man bei Risikopatienten Gerinnungshemmer geben, wie Heparin oder Cumarine, z. B. Marcumar. Neueste Errungenschaft ist die Entwicklung oraler Thromboseprophylaxe-Präparate durch die Firmen Boehringer Ingelheim (Dabigatranetexilat/Pradaxa®; zugelassen im Frühjahr 2008 für den Einsatz nach Knie- und Hüftgelenkersatz-OP) und Bayer (Rivaroxaban/Xarelto®; Zulassung im Herbst 2008 nach Knie- und Hüftgelenkersatz-OP).


Antwort #5
am: 27. März 2009, 17:06:42

Offline Reni

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Harabeli, ich muss die Herz Ass täglich nehmen, egal ob ich fliege oder nicht.

Ist es sinnvoll, vor dem Flug einfach prophylaktisch eine ASS 100 einzuwerfen?
Das kann ich leider nicht beantworten.

LG Reni
Ich habe keine Macken! Das sind Special Effects !!!

Antwort #6
am: 27. März 2009, 17:14:05

Libellchen

  • Gast
..... ich habe das Problem der wirklich dicken Füsse, seit meiner OP und habe jetzt schon wieder Panik vor dem nächsten Flug......... allerdings hab ich mich jetzt schon abgesichert und habe ein Attest von meinem Doc bei, damit ich einen Platz mit viel Beinfreiheit habe, an dem ich auch mal aufstehen kann.

Ich fliege grundsätzlich seit der OP nur noch in Schlappen, da ich die normalen Schuhe nicht mehr anbekomme nach einem Flug.

LG Angie

Antwort #7
am: 27. März 2009, 17:18:16

Barbara06

  • Gast
hab ich doch geschrieben..... :-\ :'(

Antwort #8
am: 27. März 2009, 17:38:33

Barbara06

  • Gast

Antwort #9
am: 28. März 2009, 08:37:06

Offline Arkadas

  • Uzmanlar....!
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Des Weiteren sollten auf ASS basierende Medikamente nicht in Verbindung mit Gerinnungshemmern wie Heparin, Marcumar oder Falithrom eingenommen werden, da die Wirkungen interagieren und die Gerinnungshemmung unkontrollierbar wird.

Zur langfristigen medikamentösen Prophylaxe kann man bei Risikopatienten Gerinnungshemmer geben, wie Heparin oder Cumarine, z. B. Marcumar. Neueste Errungenschaft ist die Entwicklung oraler Thromboseprophylaxe-Präparate durch die Firmen Boehringer Ingelheim (Dabigatranetexilat/Pradaxa®; zugelassen im Frühjahr 2008 für den Einsatz nach Knie- und Hüftgelenkersatz-OP) und Bayer (Rivaroxaban/Xarelto®; Zulassung im Herbst 2008 nach Knie- und Hüftgelenkersatz-OP).

Ich muss Marcumar und ASS nehmen! Aber es hilft auch nicht immer wie mein rechter Arm beweist!

Wie auch immer, sowas darf man nur mit nem Arzt probieren!

Ich fliege ja nicht mehr Langstrecke und ggf. ziehe ich auch nen Thrombosestrumpf an! Nur am Arm nützt mir das gar nichts!

Werner