Aus für das türkische FKK-Hotel bei Datça
Das in der Nähe des türkischen Ferienorts Datça liegende FKK-Hotel Adaburnu Gölmar warf nun nach Behinderungen bei der Zulassung das Handtuch - 2.700 Buchungen mußten storniert werden.
Sogenannte "islamische Hotels", in denen weibliche Gäste streng von den männlichen geschieden sind und auch in den gesamten Körper umhüllenden Badekleidern - "haşema" genannt - im Meer schwimmen, sind möglich - FKK-Hotels jedoch nicht. Das ist das Fazit des Versuchs des Hotels Adaburnu Gölmar Tesisleri, mit einer Kapazität von 175 Betten und einem Gelände von 14 Morgen Fläche FKK-Urlaub in der Türkei anzubieten.
Gerade einmal fünf Tage lang konnte das Hotel, das ab dem 1. Mai 2010 FKK-Urlaub anbieten wollte, tätig werden - dann wurde es wegen Problemen mit der Betriebserlaubnis von Beamten versiegelt. Der Vorwand: Der Hotelbereich entspreche nicht den vorgelegten Plänen, deshalb könne man keine Erlaubnis zur Nutzung des Gebäudes erteilen.
Das Hotel ist nun nach anderthalb Monaten noch immer versiegelt. Dazu Gürdal Yüce vom Hotel Adaburnu Gölmar: "Wir wollten einen Beitrag zur Entwicklung des Tourismus in unserem Land leisten. Doch unser Hotel wurde geschlossen und wir haben unsere Kunden verloren. Wir mußten 2.700 Buchungen stornieren."
Auch die Agentur, die das Hotel vermarktet hatte, wird laut Auskünften von Yüce die Türkei verlassen: "Ob sie nun auf den griechischen Inseln tätig werden will oder für andere Länder arbeiten wird, weiß ich nicht. Ich weiß nur, daß sie die Türkei verlassen hat."
Zu den Vorgängen nach der Versiegelung des Hotels sagte Yüce laut dem türkischen Internetportal Turizmgazetesi.com: "Nach der Versiegelung haben wir die erforderlichen Umbauten vorgenommen, um den Mangel, der die Betriebserlaubnis verhinderte, zu beheben. Das wurde auch von der betreffenden Stelle akzeptiert. Doch dann bemängelte man die Anlage des Gartens. Wann wir dies lösen können werden weiß ich nicht. Aber die Kunden können ja nicht monatelang warten. Deshalb ist das Projekt FKK-Hotel für uns gestorben. Wir werden wohl auch kaum eine andere Agentur finden können."
Quelle