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Autor Thema: Side Museum  (Gelesen 8449 mal)

18 Antworten am Side Museum
am: 09. Februar 2016, 16:10:01

Offline GKB1970

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Die antiken Stetten in Side sind ja eher ein Trümmerfeld. Im Side Museum sind die "besseren" Stücke ausgestellt. Ich habe mir heute viel Zeit  genommen, um von den besten Stücken Fotos zu machen.

Meine Fragen: gibt zu diesem Thema schon einen Thread? Besteht überhaupt ein Interesse an einer Sidemuseumbilderserie?

Beispiel:


Antwort #1
am: 09. Februar 2016, 17:34:54

Offline TC Melanie

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hallo günter,
super! mach mal. es gibt noch keinen speziellen thread dafür.
also.....tob dich ruhig aus  :go go go:
Zum Reisen gehört Geduld, Mut, guter Humor, Vergessenheit aller häuslichen Sorgen, und dass man sich durch widrige Zufälle, Schwierigkeiten, böses Wetter, schlechte Kost und dergleichen nicht niederschlagen lässt.

Im Leben geht es nicht darum zu warten, bis das Unwetter vorbei zieht, sondern zu lernen im Regen zu tanzen!

Antwort #2
am: 09. Februar 2016, 17:38:18

Offline Carlos

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Ja bitte, Fotos und Berichte  :)

Antwort #3
am: 11. Februar 2016, 10:03:38

Offline GKB1970

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Da es heute auch in der Türkei regnet habe ich Zeit für die Museumsfotoreihe.

So ganz einig sind sich die Historiker über die Gründung von Side nicht. Man kann wohl von ca. 700 v.Chr. ausgehen. Die Blütezeit war 200-300 n.Chr. zur Zeit der Römer. Durch ein starkes Erdbeben im 12 Jahrhundert wurde Side extrem zerstört.

Eine Tafel im Museum erinnert an den Herren der 1947 mit den Ausgrabungen begonnen hat.



Wenn man das heutige Trümmerfeld anschaut, sollte man kaum glauben wie viele erhaltene Schätze ausgegraben wurden, von den kaputten und den noch nicht ausgegrabenen Schätzen die noch im Boden schlummern ganz zu schweigen.



Speer- und Pfeilspitzen und links unten chirurgische Instrumente.



viele kleine Skulpturen



sehr gut erhaltene Gläser



Schalen und Geschirr





schön aufgereihte Münzen




teilweise sehr gut erhaltene Öllampen





und Schmuck. Keine Ahnung wie viel da von Schatzräubern schon entwendet wurde.




Antwort #4
am: 11. Februar 2016, 20:20:32

Offline Carlos

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Danke  thumbsup
Wo ungefähr ist das Side Museum? In der Nähe der Ruinen?

Antwort #5
am: 11. Februar 2016, 21:27:17

Offline TC Melanie

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ja. wenn du die strasse nach side reinfährst, kurz vor dem torbogen auf der rechten seite.

dankeschön günter.
side hat schon viel mitgemacht, das ist richtig. wenn du interesse hast, geh mal hinter in die archäologie, die freuen sich immer über interessierte touristen.
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Antwort #6
am: 11. Februar 2016, 22:32:30

Offline Bodo 2

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 :applause: Danke für den Beitrag  :applause:
Die Fotos und Beschreibung ist sehr in­te­r­es­sant,  thumbsup
auch nach einigen Besuchen in Side habe ich nicht alles gewusst und gesehen  sht
Grüße Bodo  oppi

Antwort #7
am: 11. Februar 2016, 23:01:37

Offline TC Melanie

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Das heutige urige  Hafenstädtchen ist sicherlich einer der ältesten Städte der Südküste. Nach dem 1. Jahrtausend vor Chr. gab es vermutlich schon die erste Siedlung. Side hatte damals schon eine eigene Sprache, die auch im 2 Jhd. Nach Chr, noch verwendet wurde. Im heutigen Side Museum findet man noch  Tafel in „Sidean“ mit Inschriften.

Nach den Überlieferungen der alten Freundes Strabon, einem der wichtigsten Geographen seiner Zeit wurde Side bereits im 7 Jhd. Vor Chr. als eine Kolonie der alten Stadt Kyme, welche zur Izmir Region gehörte, gegründet. Später kamen Perser und Römer. Schon im Altertum wurde die Lage an der Küste  geschätzt, und Side entwickelte sich in der griechischen Zeit zu einem sehr bedeutenten Handelszentrum. Unter damaliger persischer Herschaft war Side autonom und durfte auch seine eigenen Münzen prägen.

Alexander der Grossen  hat dann später im Jahre 334. v. Chr. bei seinem Feldzug die Stadt Side eingenommen. Nach dessem Tode , wurde Side immer wieder  von verschiedenen Herrschern regiert, erst von Ptolemaios aus Ägypten ,  ab dem Jahre 218 v. Chr. von Seleukiden, bis Side nach einer Seeschlacht den Friedensvertrag in Apameia mit den Pergamenem geschlossen hatte. Die Pergamener hatten im östlichen Teil Pamphiliens zu keiner Zet irgendeine Autorität, deswegen gründete Attalos der II,. Kaiser von Pergamon eine alternative Hafenstadt gegen Side , der Name war Attaleia, das spätere Antalya.

Schon immer wurden im Hafen der Stadt  die Schiffe  der Piraten gewartet  und dort ihre Sklaven verkauft. Pompeius 67 v. Chr. setzt der Piraterie ein Ende und um sich dem Zorn der Römer zu entziehen, setzten sie ihm ein Denkmal und der Warenhandel wurde in der damaligen Zukunft "legal" verhandet. Das römische Reich zerfiel und mit ihr auch Side. Insbesondere die Versandung des Hafens, wo damals noch keiner daran dachte, dass der Sand irgendwann mal das Touristenglück Side's sein würde. Es wurde ruhig in Side.
 
Erst im 5. und 6. Jhd. Nach Chr. zu byzantinischer Zeit, als es sogar zum Bischofssitz erkoren wurde, gewann Side wieder an Einfluss und wurde zum geistigen Zentrum von Ostpamphilien.
 Im 7.Jhd. überfielen immer wiedere Araber- und Piratenbanden die Stadt und die Bewohner verzogen sich nach den Kreuzzügen im 12. Jhd. nach Chr. entgültig nach Antalya. Lediglich als Piratennest hatte side noch einen Namen.
Ein schweres Erdbeben im 12.Jhd. nach Chr. machte die antike Stadt dem Erdboden gleich!

Ab dem 12. Jhd. nach Chr. wurde das Gebiet seldschukisch und später gehörte es zu verschiedenen kleinen Fürstentümern wie Tekeogullari, Karamanogullari, Ilhanians und zum zyprischen Königreich.
Um 1462 wurde Side zum Teil des osmanischen Reiches.
1895 kamen  Fischer aus Kreta und siedelten in den Ruinen von Side in einem Dorf, welches sie  Selimiye nannten. Das heutige Side!
Die ersten Ausgrabungen in der Stadt begannen 1946. Archäologen versuchten allen ernstes das Dorf zu verlagern, scheiterten aber am Widerstand der damaligen Einwohner - zu Recht! Seit 1966 ist Side auch dem Schutz der UNESCO unterstellt.

Die Ausgrabungen und Restaurationen dauern bis zum heutigen Tag an!






Zum Reisen gehört Geduld, Mut, guter Humor, Vergessenheit aller häuslichen Sorgen, und dass man sich durch widrige Zufälle, Schwierigkeiten, böses Wetter, schlechte Kost und dergleichen nicht niederschlagen lässt.

Im Leben geht es nicht darum zu warten, bis das Unwetter vorbei zieht, sondern zu lernen im Regen zu tanzen!

Antwort #8
am: 12. Februar 2016, 08:43:52

Offline GKB1970

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Das war ja noch lange nicht alles, nur gab es gestern kein W-Lan im Hotel.

Gestern die Schaukästen, heute die Statuen, oft kopflos.

heute mal nur Bilder ohne Text.




















Bei manchen Skulpturen könnte man meinen Michelangelo war hier tätig.






Antwort #9
am: 12. Februar 2016, 09:09:28

Offline TC Melanie

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Zitat
Bei manchen Skulpturen könnte man meinen Michelangelo war hier tätig.

ja das ist wahnsinn gell, wie fein und filigran damals schon gearbeitet wurde!  thumbsup
Zum Reisen gehört Geduld, Mut, guter Humor, Vergessenheit aller häuslichen Sorgen, und dass man sich durch widrige Zufälle, Schwierigkeiten, böses Wetter, schlechte Kost und dergleichen nicht niederschlagen lässt.

Im Leben geht es nicht darum zu warten, bis das Unwetter vorbei zieht, sondern zu lernen im Regen zu tanzen!

Antwort #10
am: 13. Februar 2016, 08:57:22

Offline GKB1970

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Keine Ahnung wie empfindlich die Ausstellungsstücke sind, die Räume sind voll klimatisiert, evtl. ja auch nur, damit die Gäste nicht frieren oder schwitzen.






Ob man die irgendwann einmal den kopflosen Statuen zuordnen kann?????









Noch etwas in der Gesamtübersicht








Es folgt noch eine Serie dann habt ihr Ruhe von der Kultur.




Antwort #11
am: 13. Februar 2016, 11:39:59

Offline TC Melanie

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Zitat
Keine Ahnung wie empfindlich die Ausstellungsstücke sind, die Räume sind voll klimatisiert, evtl. ja auch nur, damit die Gäste nicht frieren oder schwitzen.
ne das hat schon mit den ausstellungsstücken zu tun und nicht mit den gästen. man hat mir das auch mal in der archäologie erklärt wieso weshalb warum.....aber das ist hochgeistige phyisk/chemie für mich gewesen. es soll/darf auch nur soundsoviel licht ran zur erhaltung...
Zum Reisen gehört Geduld, Mut, guter Humor, Vergessenheit aller häuslichen Sorgen, und dass man sich durch widrige Zufälle, Schwierigkeiten, böses Wetter, schlechte Kost und dergleichen nicht niederschlagen lässt.

Im Leben geht es nicht darum zu warten, bis das Unwetter vorbei zieht, sondern zu lernen im Regen zu tanzen!

Antwort #12
am: 13. Februar 2016, 21:02:30

Offline Ursy

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@GKB970

Danke für die schönen Fotos.
Freue mich dass es viel schöner ausgestellt ist als vor Jahren.

LG Ursy
Es gibt Menschen die sieht man oft, es gibt Menschen die sieht man jeden Tag, und es gibt Menschen, denen sieht man nur einmal in die Augen und vergisst sie nie.

Antwort #13
am: 14. Februar 2016, 08:53:05

Offline Arkadas

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Ist das das Museum da zwischen dem Busparkplatz und der City auf der rechten Seite? Wenn ja kann ich das wieder vergessen, das ist nicht barrierefrei!

Antwort #14
am: 17. Februar 2016, 15:49:56

Offline GKB1970

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Arkadas, da hat man aber schon etwas getan, denn die etwas tiefer liegende Toilette hat eine Rampe für Rollstuhlfahrer.

letzter Akt Teil 1

Im Innenbereich ganz wenige toperhaltene Sarkophage, im Außenbereich verschiedene einfache, reich verzierte und mehrere sehr kleine Sarkophage.