Hotelname – Reisezeit – Reisedauer:Royal Alhambra Palace vom 30.09.-12.10.2012 (12 Nächte)
Mit welchem Veranstalter bist Du verreist?:Nur Hotelbuchung und Transfer über Melanies Fly Away (Reiseveranstalter für das Hotel: LMX)
Buchungsart:sh. oben, Flüge wurden separat gebucht
Mit wem bist Du verreist?:Familie (2 Erwachsene und zwei „Kinder“ im Alter von 16 und 19)
Hotel Allgemein:Da schon so vieles beschrieben wurde, fasse ich mich mal kurz:
Auf den ersten Blick beeindruckende Anlage mit viel Prunk und Protz, der einen gleich beim Betreten überwältigt. Wenn man genauer hinschaut sieht man aber, trotz des erst kurzen Bestehens der Anlage, auch schon einige Risse an den Wänden (z.B. oberhalb der Terrasse neben der Lobbybar), Ausbesserungen, die nicht fachgerecht ausgeführt wurden (u.A. neben den Aufzügen) usw. Es ist eben nicht alles Gold was glänzt!
Die riesig wirkende Poolanlage und der Strandbereich wurden schon ausreichend beschrieben. Liegen waren immer zu haben, egal zu welcher Tageszeit – auch 4 nebeneinander stehende Liegen. Exzessive Liegenreservierer haben wir nicht ausmachen können, im Gegensatz zu anderen Anlagen.
Wlan, wie bereits bekannt, mal gut mal schlecht. Hier kam es auf die Einwahlzeiten an. Je höher das Wlan frequentiert war, desto langsamer wurde die Geschwindigkeit. Bei Gewitter, das wir auch hatten, brach das Netz auch mal ganz zusammen. Aber wir hatten ja Urlaub und brauchten es nur um z.B. Telefonkosten zu vermeiden und trotzdem mal zu Hause nachzufragen, ob alles in Ordnung ist.
Die Gästestruktur zu unserer Zeit bestand aus vielen Familien (Ferienzeit), aber auch Paaren aus diversen Altersstufen und einigen Singles. An Nationalitäten waren viele Deutsche und Holländer, aber auch Belgier und ehemalige GUS-Staaten sowie diverse andere vertreten. Bis auf zwei/drei Ausnahmen, die aber als unabhängig von der Nationalität einzustufen waren, gab es keine negativen Auffälligkeiten.
Zimmer:Gebucht war ein Familienzimmer für 4 Personen. Da auch die Kiddies nahezu erwachsen sind und daher 2 Badezimmer für uns einen großen Vorteil dargestellt haben (sonst Staugefahr!

), hatte ich Mel gebeten, uns möglichst ein Duplexfamilienzimmer zu reservieren, was auch wunderbar geklappt hat – danke dafür! :kuss:
Unser Zimmer lag -wie alle Duplexzimmer- im 4. Stock und hatte Meerblick (gibt es auch mit Landblick). Es war mehr als ausreichend groß. Im unteren Bereich befand sich das Zimmer für die Kinder mit zwei Einzelbetten, die auch zusammen geschoben werden konnten. Es verfügte über ein kleines Bad mit Dusche, WC, Waschbecken und ausreichend Ablageflächen. Weiterhin gab es einen Schreibtisch, die -bis auf einmal- täglich aufgefüllte Minibar mit Mineralwasser, stillem Wasser, 7-Up, Pepsi-Cola, Yedigün (Orangenlimo), einigen Säften und Efes Bier, wobei uns auch nur das Wasser für die Nacht gereicht hätte, einen Flachbildfernseher, kostenlosen Safe untergebracht im großzügigen Schrank und einen Balkon mit zwei Stühlen und einem kleinen Tisch sowie vier Stangen für die nasse Wäsche.
Eine etwas steilere Treppe führte nach oben in das Elternschlafzimmer. Dort gab es ein großes Doppelbett, zwei Schreibtische, einen Flachbildfernseher, einen großen Schrank mit ausreichend Platz sowie ein relativ großes Badezimmer mit Duschbadewanne (Einstieg mit normaler Höhe, die erst in höherem Alter zu Problemen führen sollte, also noch angenehm für uns :o: ), Toilette und Waschbecken mit auch hier großer Ablagefläche. Ein Fön war in beiden Badezimmern vorhanden. Einen Balkon hat das obere Zimmer nicht, sondern ein Fenster, das wie ein Bullauge aussieht und geöffnet werden konnte.
Unsere Putzfee hat unser Zimmer meist erst gegen 15.30h/16.00h gereinigt. Über die Gründlichkeit kann man geteilter Meinung sein. Die Badezimmer wurden eher oberflächlich gereinigt – vom Vorgänger waren auch noch am letzten Tag in der Metall-Seifenschale unserer Duschwanne Seifenreste vorhanden, die sich dort an den kleinen Metallstangen festgesetzt hatten. :o Frische Handtücher gab es auf Wunsch jeden Tag, wenn diese auf dem Boden abgelegt waren. Die Betten waren immer gemacht, wobei die Bettwäsche auch mehrmals gewechselt wurde.
Goodies, wie z.B. ein Fläschchen Wein zur Begrüßung oder ein Begrüßungsschreiben -wie in anderen von uns besuchten Hotels- gab es nicht.
Verpflegung:Beim erstmaligen Betreten des Hauptrestaurants (hier wurden Frühstück, Mittag- und Abendessen in Buffetform angeboten) ist man erstmal vom Angebot erschlagen, was zum Teil auch an der Größe der Präsentationsfläche liegt. Das relativiert sich nach einigen Tagen. Da ich immer erst einen Rundgang mache um dann zu entscheiden, was ich essen möchte, stellt man schnell fest, dass sich das Angebot vom vorderen Bereich im hinteren Bereich teilweise wiederholt. Dies ist aber nicht als Nachteil zu verstehen, da sich hierdurch das Schlange stehen müssen in Grenzen hält bzw. kaum statt findet.
Zu den angebotenen Speisen ist bereits genug geschrieben worden. Auch Themenabende waren vorhanden.
Aufgrund der vielen Gäste war es im Innenbereich relativ laut. Wir haben meistens im angrenzenden Außenbereich gegessen. Allerdings musste man hier zum Abendessen entweder gleich am Anfang da sein, um noch einen Platz zu bekommen, da offenbar einige Tische schon von den Kellnern mit Getränken vorreserviert waren, oder -wenn man später ging- ein wenig warten, bis wieder ein Tisch frei wurde, der dann allerdings sehr schnell für die späteren Gäste wieder eingedeckt wurde.
Über die Strandbar und die einzelnen Stände am Amphitheater, die mittags und nachmittags genutzt werden konnten, wurde bereits berichtet. Darüber hinaus gab es noch einige Spezialitätenrestaurants, die lt. Gästeinfo einmal pro Woche gebucht werden konnten, jede weitere Buchung sollte kostenpflichtig sein, was wohl tatsächlich nicht so umgesetzt wurde, sodass jederzeit eines gebucht werden konnte ohne weitere Kosten.
Leider war dies das erste Hotel, das es geschafft hat, dass ich mir dreimal den Magen verdorben habe. Einmal davon waren gleichzeitig auch mein Mann und meine Tochter betroffen, ein weiteres Mal mein Sohn. Da wir zu diesem Zeitpunkt außerhalb des Hotels weder gegessen noch getrunken hatten, konnten wir durch Vergleich der Gerichte, die wir alle gegessen hatten, nachvollziehen, dass es u.A. von einem der chinesischen Hühnchengerichte am Abend im Hauptrestaurant kam, ein anderes Mal vom Hähnchendöner im Strandrestaurant, trotzdem ich wie immer aufgepasst hatte, dass das Hähnchenfleisch richtig durchgegart war. plaque
Service:Check-in/out völlig problemlos. Lediglich bei Ankunft mussten wir bis gegen 13.00h auf unser Zimmer warten, da es noch nicht fertig war. Hat uns aber nicht weiter gestört und ist auch völlig üblich, wenn man früh anreist.
Der Servicebereich ist das große Manko des Hotels! Mein Eindruck war, dass es a) zu wenig Personal gab und b) ein Teil davon schlecht oder gar nicht ausgebildet ist und dazu nicht in der Lage, den Überblick zu behalten bzw. die notwendige Aufmerksamkeit zu zeigen. Das heißt aber nicht, dass es nicht auch gutes Personal gab, bei dem man sich gut aufgehoben fühlte!
In der ersten Woche unseres Aufenthalts war noch alles in Ordnung, da sich auch die Gäste auf die gesamte Anlage verteilten. Als das Wetter umschlug und wir auch Regen und Gewitter hatten, sodass sich die Gäste auf die Innenbereiche konzentrierten, fingen die Serviceprobleme an aufzufallen. Es wurde wohl versucht, mit Verschiebung von Personal in die zeitweise stärker frequentierten Bereiche gegenzusteuern, was aber nicht immer funktionierte, insbesondere nicht zu den Essenszeiten, da dann auch vermehrt Personal im Hauptrestaurant gebraucht wurde. Ich beschränke mich jetzt einfach mal auf ein paar Beispiele, die uns persönlich betrafen:
- wir haben in der Rennstrecke des Personals gesessen, d.h. in der Lobbybar am Weg zur Bar und trotzdem wir -und auch andere- auf sich aufmerksam machten, wurde das entweder überhört, registriert, aber nicht richtig wahrgenommen oder Zeichen gegeben man käme gleich – passiert ist aber nichts, sodass wir mehrfach bis zu 20-30 Minuten warten mussten bzw. uns unsere Getränke selbst geholt haben, was aber nicht immer gern gesehen wurde.
- an einem Abend habe ich mir gesagt, ich sitze das jetzt mal aus, habe mich an einen Tisch gesetzt, der auch nicht unbedingt sauber war: Drei der Manager standen fast neben mir und hielten einen längeren Plausch, 2 Kellner liefen durch die Gegend im nicht besonders vollen Barbereich. Nach 20 Minuten habe ich immer noch am nicht gereinigten Tisch gesessen, kein Kellner kam -trotz Ansprache-. Wenn mein GöGa nicht gekommen wäre, hätte ich wohl noch immer kein Getränk. Angeblich sollte auch jemand kommen, um die Schmutzreste der Vorgänger vom Tisch zu entfernen (einen Lappen wollten sie nicht herausgeben, damit wir das selbst machen können), auch darauf warteten wir vergeblich. Allerdings war sowohl für die Manager als auch einen der Kellner genügend Zeit vorhanden, mit den zwei allein sitzenden Damen am Nebentisch, die während meiner Wartezeit kamen, zu scherzen und diese zu bedienen. Erst als das Personal aufgestockt wurde und sich dann noch meine Tochter zu mir setzte, klappte es endlich mit dem Tisch abwischen und weiteren Getränken! Sollte ich mir jetzt Gedanken machen?
- mehrfach bekam ich die Getränke in Gläsern, die am Rand bereits so stark beschädigt waren, dass man sich die Lippen hätte aufschneiden können, anstatt diese kaputten Gläser gleich auszusortieren. haarig
- an Tellern und Bestecken waren Essensreste vorhanden bzw. waren diese nicht richtig sauber. Mein Sohn hat einmal 3 Teller hintereinander aussortiert – im Gegensatz zu anderen Gästen, die schmutzige Teller einfach wieder auf den Stapel zurück stellten. :klatsch:
- im mexikanischen Spezialitätenrestaurant war der Service, bis auf das zu schnelle servieren der einzelnen Gänge, so gut wie nicht vorhanden. Hier habe ich -im Gegensatz zur Massenabfertigung im Hauptrestaurant, die allerdings ganz gut funktionierte- einen besonderen Service erwartet, stattdessen aber vor leeren Gläsern gesessen ohne Nachfrage, ob man noch etwas trinken möchte. Das Wein nachschenken bei meinem Mann funktionierte gar nicht, obwohl an den Nebentischen nachgeschenkt wurde, sodass er nach dem Hauptgang enttäuscht das Restaurant verließ. Als dann gefragt wurde, ob alles in Ordnung ist, habe ich das natürlich verneint. Der zuständige Manager hat uns dann für den nächsten Abend gebeten als Entschädigung in das italienische Restaurant zu kommen – egal ob mit oder ohne Reservierung. Eigentlich eine nette Geste – wenn das italienische Restaurant am nächsten Abend nicht überbucht gewesen wäre. So hatte ich es dann für unseren letzten Abend gebucht, an dem der Service, nachdem uns der Manager dort sah, lt. meinen drei Lieben auch sehr gut war. Ich selbst musste leider wegen einer Magenverstimmung passen.
Als Einzelfälle hören sich die oben geschilderten Erlebnisse zwar nicht schlimm an, wenn sich diese aber massiv häufen, dann hat das Hotel ein erhebliches Serviceproblem, das nicht immer verdeckt werden kann – und dann stimmt auch das Preis-Leistungs-Verhältnis nicht mehr!
Ich bzw. wir sind keine Gäste, die sich an Kleinigkeiten stören und sich auch mit vielem arrangieren können. In dieser Häufigkeit sind wir aber bisher in keinem Hotel mit Serviceproblemen konfrontiert gewesen – und das lag bestimmt nicht am Trinkgeld, das wir bei gutem Service auch hier gegeben haben.
Noch eine Anmerkung zum Trinkgeld: Wir hatten nicht den Eindruck, dass es erwartet wurde, aber natürlich auch hier gern genommen wurde.
Sport / Unterhaltung:Animation, Kinderbetreuung usw. haben wir nicht genutzt. Die Rutschen waren allerdings der Hit für meinen Sohn! :yeah:
Technik:Handyerreichbarkeit war o.k. Zum Wlan hatte ich oben schon geschrieben, mal so, mal so!
Preis-Leistungs-Verhältnis:Für uns hat, wie oben schon geschrieben, das Preis-Leistungs-Verhältnis zumindest ab Ende der ersten Woche nicht mehr gestimmt!
Würdest Du das Hotel weiterempfehlen?:Bedingt, dazu müsste aber erst das Serviceproblem gelöst werden. Für uns persönlich wird es wohl nicht mehr in Frage kommen.
Persönliche Tipps und Empfehlungen:Durch die Promenadenanbindung kann man am Strand relativ lange laufen, ohne sich durch die Liegen der einzelnen Anlagen direkt am Wasser durchzuzwängen. Richtung Gündogdu endet die Promenade kurz vorm Crystal Palace.
Einkaufsmöglichkeiten gibt es links vom Hoteleingang. Wenn man rechts geht -oder auf der Promenade nach links und dann in Höhe der Alba Hotels hoch- sind auch einige Einkaufsmöglichkeiten vorhanden, wenn man an der Militäranlage vorbeigegangen ist.