05. April 2026, 13:02:51

Reiseland Türkei - Deine Infocommunity!


Autor Thema: Entfällt Visum für türkische Urlauber in Europa?  (Gelesen 38533 mal)

Antwort #60
am: 09. Juli 2010, 07:06:46

Offline TC Melanie

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Türkei-Beitritt spaltet Koalition


Die liberale Türkei-Politik von Außenminister Guido Westerwelle (FDP) stößt auf Widerstand in der Union. "Das geht über die Position der Bundesregierung hinaus", sagte ein CSU-Vorstandsmitglied gestern unserer Zeitung.

Hintergrund sind die von der EU jüngst eröffneten Beitrittsverhandlungen mit der Türkei zum Thema Lebensmittelsicherheit. Westerwelle hatte dem zugestimmt. Die Europäische Union verhandelt seit 2005 mit der Türkei über einen Beitritt. Der größte Teil der Union steht einer Aufnahme des Nato-Partners aber skeptisch gegenüber. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) plädiert nur für das Angebot einer "privilegierten Partnerschaft". Im schwarz-gelben Koalitionsvertrag heißt es dazu, die Verhandlungen müssten "mit offenem Ende" geführt werden.

Westerwelle hatte in einem Interview mit der "Zeit" nun eine Neubewertung des Verhältnisses zur Türkei gefordert. "Wir müssen zur Kenntnis nehmen, dass sich die globale Statik derzeit dramatisch verändert", sagte der FDP-Chef. Die Liberalen äußern zusehends Bedenken, dass ein Widerstand Deutschlands gegen einen EU-Beitritt der Türkei zu einem asiatisch-arabischen Kurs der aufstrebenden Wirtschaftsmacht im Osten führen könnte. Das müsse Europa im eigenen Interesse verhindern, heißt es. Die Türkei sei eine wichtiger werdende Wirtschaftsnation mit zweistelligen Wachstumsraten. Mehr als 4000 deutsche Unternehmen sind in der Türkei vertreten.

Auch in der Union bröckelt der Widerstand. Von einer "privilegierten Partnerschaft" will der CDU-Europapolitiker Elmar Brok nicht mehr reden. "Wir dürfen die Tür zur EU nicht schließen", sagt er. Vorstellbar sei es, dass die Türkei ähnlich wie Norwegen an den Euro-Wirtschaftsraum angebunden werde und verstärkte Kooperationen in der Sicherheitspolitik durchgeführt würden. Dies könne geschehen, ohne dass die Türkei formell Mitglied der EU werde, so Brok. Der CDU-Außenpolitiker Ruprecht Polenz hatte sich neulich klar für die EU-Mitgliedschaft der Türkei ausgesprochen. US-Präsident Barack Obama drängt die EU seit Langem zu einem Beitritt der Türkei.

Quelle

lebensmittelsicherheit???? nu werden wir aber langsam kindisch oder?  :klatsch: ich bin gespannt was sie sich noch alles einfallen lassen wollen um sich die türken vom hals zu halten  :kotz:
Zum Reisen gehört Geduld, Mut, guter Humor, Vergessenheit aller häuslichen Sorgen, und dass man sich durch widrige Zufälle, Schwierigkeiten, böses Wetter, schlechte Kost und dergleichen nicht niederschlagen lässt.

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Antwort #61
am: 09. Juli 2010, 10:38:12

Reisende

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Man lernt immer neue Worte :o:

Ich persönlich halte es für einen Fehler, wie man mit der Türkei umgeht. Andere klopfen kurz an  :huhu:  und schon sind drin in der EU!
Der Türkei wirft man dies und das vor, wechselt man mal die Länder. Gleiche Kriterien für die USA, wie wäre dann das Urteil???    :o:
Aber die USA will ja nicht in die EU, dann braucht man sich diese Frage nicht zu stellen!!!

Antwort #62
am: 18. September 2010, 07:04:43

Offline TC Melanie

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Durchwachsene Bilanz der Modernisierung
Türkei - reif für Europa?

Die EU ringt um eine geschlossene Haltung gegenüber strategischen Partnern in der Welt, darunter wirtschaftlich rasch wachsenden Staaten wie China, Indien, Brasilien oder Südafrika. Der größte Streit aber herrscht nach wie vor über den Umgang mit einem Land direkt vor der europäischen Haustür: der Türkei. Offiziell strebt Ankara weiter in die EU. Aber wie reif ist die Türkei für Europa? Wir beantworten die wichtigsten Fragen.

Wo stehen die Beitrittsverhandlungen zwischen der EU und der Türkei?

Die Gespräche, die im Oktober 2005 offiziell aufgenommen wurden, treten praktisch auf der Stelle. Die Unterhändler können nur noch drei von 35 Verhandlungskapiteln öffnen. Acht Kapitel liegen auf Eis, weil die Türkei das Ankara-Protokoll nicht umsetzt und der griechischen Republik Zypern weiter keinen Zugang zu ihren Häfen und Flughäfen gewährt. Zehn weitere Kapitel sind wegen politischer Vorbehalte Zyperns und Frankreichs blockiert. Wenn sich nichts bewegt, gibt es wohl ab Ende 2011 nichts mehr zu verhandeln.

Welche Fortschritte hat die Türkei bei den Menschenrechten gemacht?

Die offizielle Orientierung der Türkei nach Europa hat deren Modernisierung zweifellos beschleunigt. Ausgerechnet unter dem islamisch-konservativen Recep Tayyip Erdogan, der seit Herbst 2002 türkischer Ministerpräsident ist, hat das Land mehr Schritte in Richtung Europa getan als je zuvor. So wurden die berüchtigten Staatssicherheitsgefängnisse geschlossen. Fortschritte gab es auch bei der Meinungsfreiheit. So sind mittlerweile offiziell Fernsehsender und Radiostationen erlaubt, die in den Sprachen der Minderheiten senden. Menschenrechtsorganisationen betonen aber, dass immer noch vieles im Argen liege.

Herrscht in der Türkei Religionsfreiheit?

Die Türkei ist neben Frankreich das einzige Land mit einer laizistischen Verfassung, also einer strikten Trennung von Religion und Staat. Doch die steht nur auf dem Papier. Eine Behörde, die Diyanet, wirkt als oberste islamische Rechtsinstanz. Der Staat ernennt und bezahlt die Vorbeter, deren Ausbildung wie auch den Bau und Unterhalt von Moscheen. Die Bevölkerung ist zu über 99 Prozent muslimisch, andere Glaubensgemeinschaften klagen immer wieder über Diskriminierung. Ihr Exodus geht unvermindert weiter: Zu Beginn des 20. Jahrhunderts lebten in der Türkei noch fast 20 Prozent Christen; heute wird ihre Zahl auf nur noch 0,5 Prozent geschätzt.

Welche Rolle spielt die Armee?

Die zivile Politik hat unter Erdogan die Macht der Militärs immer weiter beschnitten, zuletzt durch seinen Erfolg beim Verfassungsreferendum, das unter anderem die Immunität der Putsch-Generäle von 1980 aufhob. Vor allem hat die Armee ihre frühere Dominanz im Nationalen Sicherheitsrat eingebüßt, der bis vor wenigen Jahren noch als die geheime Machtzentrale des Landes galt. Noch bleiben die türkischen Streitkräfte aufgrund ihrer schieren Größe einflussreich. Mit über 600 000 Mann stellen sie nach den USA die zweitgrößte Armee innerhalb der Nato dar.

Wie steht das Land wirtschaftlich da?

Erst in dieser Woche wurde die Türkei von der Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in den höchsten Tönen gelobt. Mit elf Prozent Wachstum im ersten Halbjahr 2010 boomte die türkische Wirtschaft, für das Gesamtjahr rechnet die OECD mit gut sechs Prozent. Die Türkei lockt immer mehr ausländische Konzerne an, und eine neue Mittelschicht kurbelt mit ihrer starken Nachfrage nach Konsumgütern die Binnenkonjunktur des Landes an. Allerdings spielt die Schattenwirtschaft weiter eine sehr große Rolle. Außerdem erreicht die Türkei trotz ihrer ökonomischen Aufholjagd mit rund 30 Prozent des durchschnittlichen Bruttoinlandsprodukts noch bei weitem nicht das durchschnittliche wirtschaftliche Niveau in der EU.

Was würde eine Vollmitgliedschaft für die EU finanziell bedeuten?

Das ist umstritten. Je nach Rechenmodell kommt die EU-Kommission auf Hilfszahlungen von bis zu 27 Milliarden Euro jährlich. Davon hätte Deutschland nach dem gültigen Schlüssel dann pro Jahr drei bis fünf Milliarden Euro zu tragen.

Wie groß ist eigentlich der Wunsch der Türken nach einem EU-Beitritt?

Die Popularität eines EU-Beitritts ist in der Türkei über die Jahre wesentlich geringer geworden. Waren 2004 noch 75 Prozent der türkischen Bevölkerung dafür, sind es letzten Umfragen zufolge nur noch 38 Prozent.

Hat Ankara Alternativen?

Seit einiger Zeit versucht sich die Türkei unter dem Schlagwort der "strategischen Tiefe" als Regionalmacht zu positionieren. Das Land ist geografisch eine Brücke in den Nahen und Mittleren Osten und wird immer mehr zu einer Drehscheibe für die Öl- und Gas-Versorgungsnetze nach Westeuropa. Seit Erdogan in Ankara regiert, forciert die Türkei daher ihre Öffnung in Richtung der islamischen Welt.


Quelle

so so das wirtschaftliche niveau!!! wie sieht es denn damit in polen, bulgarien, etc. p.p. aus???? und wieviele mille kriegen die zugeschachert???
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Antwort #63
am: 18. September 2010, 12:07:27

Offline Arkadas

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Aber Melanie, hast du es denn immer noch nicht kapiert? Rumänien und Bulgarien sind zwar wirtschaftlich auch nicht stärker als die TR, bei den Menschenrechten muss man nur die Roma fragen und in Bulgarien lassen sich Polizisten und Straßenräuber oft nicht unterscheiden, aber die Mehrheit der Bevölkerung ist getauft.  katho

Sehr kluge Analyse und ungemein treffend!

Ich möchte noch weiter gehen, die Bulgaren und Rumänen sind nie in Europa bis Wien gekommen! Da brauchte sie die Kirche nicht verdammen bis in die Ewigkeit!

Antwort #64
am: 18. September 2010, 12:41:15

Offline TC Melanie

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also was solll denn die ganze lügerei???
auch wenn ich persönlich nicht glücklich darüber wäre, - aus angst die ganze baggage steht auf einmal vor der türe und geht nimmer heim! - sollte man doch, insbesondere nach dem referendum genau aufpassen ob man sich die türken noch weiter vergrault und diese somit in andere bahnen lenkt!
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Antwort #65
am: 18. September 2010, 14:18:00

Edgar

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Ist ja alles grundsätzlich richtig. Allerdings stellt sich die Frage, ob man den Fehler, den man mit der Aufnahme von Rumänien und Bulgarien begangen hat, allein aus Gerechtigkeitsgründen bei der Türkei wiederholen sollte.

Antwort #66
am: 18. September 2010, 14:43:46

Offline TC Melanie

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ja freilich, das bringt ja nix! aber schau dir doch mal die anderen kanditaten in den startlöchern an, die irgendwann mit pauken und trompeten sicher aufgenommen werden..........
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Antwort #67
am: 18. September 2010, 15:15:12

Offline Arkadas

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Ob man unserer Bundesangi mal erklärt, das eine priviligierte Partnerschaft gar nicht in den EU Statuten steht? Und Sarko hat ja gerade sehr eigene EU-Probleme mit dem Recht auf Freizügigkei.


Antwort #68
am: 18. September 2010, 17:27:15

Offline fritz

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abend!  :)

   solange oesterreicher als eu mitglieder € 15,-- bei der einreise in
   die tuerkei zahlen muessen ist meine antwort Niejet!!!!!!
   egal wie man es schreibt!.

   fritz  :)
 
ruhig, unauffaellig, harmlos und bescheiden bleiben - so haste 4 asse in der hand - und die
5te karte sollte die herz-dame sein.

Antwort #69
am: 18. September 2010, 22:45:35

Offline fritz

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abend!  :)

   dieses "niejett" bezieht sich auf die visumbestimmungen und nicht
   auf die generelle aufnahme der tuerkei in die eu. warum und wie die
   rumaenen und bulgaren in die eu kommen konnten erschliesst sich
   mir nicht.  :kotz: und vor allem ging das sehr zuegig.

     die tuerkei hat meiner ansicht in der eu nichts zu suchen. das waere
     genauso unnoetig wie die gruendung der eu und die einfuehrung des euro.

  der grund warum ich die tuerkei in der eu nicht haben moechte ist ganz einfach.
  wir koennen diesen unterschied zwischen unserer einstellung und deren einstellung
  nicht bewaeltigen. die kurden dazu und wir sind total ueberfordert.

  die in bruessel bewaeltigen ja nicht 'mal die gaengigen probleme und was da
  darauf zukommen wuerde waere nicht loesbar.

        ausser: man stellt statt den osterhasen leute hin die von der idee ueberzeugt
         und willens sind (ganz wichtig) um hier frieden und ordnung reinzubringen.

        die alte garde rigoros raus und eine neue, gescheite rein, beiderseits.

        aber um beim thema zu bleiben. die sollen ein visum brauchen und dafuer
        zahlen.

        fritz  :)
ruhig, unauffaellig, harmlos und bescheiden bleiben - so haste 4 asse in der hand - und die
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Antwort #70
am: 28. Oktober 2010, 20:12:47

Offline TC Melanie

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Der türkische Außenminister sagt Europa eine Tendenz "zu mehr Religion" voraus. Europa werde sich auf eine vielseitigere Zukunft zubewegen.

Der türkische Außenminister Ahmet Davutoglu ist davon überzeugt, dass ein türkischer EU-Beitritt die "zivilisatorischen Grundlagen" Europas verändern wird: Weg von einer "rigide westlichen Identität" und hin zu mehr Religion und "Monotheismus".

Davutoglu wurde von der neuen, englischsprachigen Zeitschrift "Turkish Review" mit den Worten zitiert, Europa werde dank des türkischen EU-Beitritts und dank der neuen türkischen Öffnung gegenüber der muslimischen Welt, "mit sehr alten Zivilisationen in Austausch treten". Dieser Austausch werde das als Zivilisation viel jüngere Europa dazu bewegen "seine eigenen zivilisatorischen Grundlagen infrage zu stellen".

Als Beispiel nannte Davutoglu den Minarett-Streit. "Heute sind manche europäischen Länder gegen Minarette eingestellt. Der Grund ist das sehr starke und rigide westliche Selbstverständnis. Aber Städte mit vielfältigeren kulturellen Bauwerken produzieren pluralistischere Bürger". Europa werde sich auf eine solche vielseitigere Zukunft zubewegen, meinte Davutoglu, aber es werde zugleich religiöser, und das europäische Christentum selbst werde in gewisser Weise islamischer, nämlich "monotheistischer" werden: "Meine persönliche Voraussage ist, dass neue christliche Bewegungen mit stärker monotheistischen Tendenzen aufblühen werden", heißt es in dem Interview.

Auch die Türkei werde sich verändern: "Mehr Osteuropäer, sowie Portugiesen und Brasilianer werden in die Türkei kommen. Das wird uns auch verändern. Wir werden wahrscheinlich unser monokulturelles, nationalstaatliches Verständnis von Islam stärken müssen, und Europa wird sein monokulturell christliches (Selbst-)Verständnis stärken müssen. Das wird nicht leicht, aber es ist unausweichlich."


Religion als Mitter der Strategie

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Davutoglus Äußerungen mögen säkular denkenden westlichen Lesern rätselhaft scheinen, aber sie werfen ein faszinierendes Licht auf den Mann, der seit vielen Jahren als visionärer Stratege der türkischen Außenpolitik gilt. Offenbar stärker als oft angenommen, orientiert er sich an Religion als Mittel der Strategie - oder ist es gar das Ziel?

In diesem Sinne wurde nun das sogenannte Rote Buch der Türkei überarbeitet, ihre sicherheitspolitische Grunddoktrin. Religiöser Fundamentalismus wird darin erstmals nicht mehr als Gefahr für die nationale Sicherheit betrachtet, und auch nicht der iranische Gottesstaat - nur noch dessen Nuklearprogramm, nicht dessen Ideologie gibt Anlass zu "Sorge".

Ebenfalls keine offizielle Gefahr mehr sind Griechenland und dessen territoriale Ansprüche in der Ägäis. Ganz neue Gefahren für die nationale Sicherheit sind im überarbeiteten und beträchtlich erweiterten Dokument "Klimawandel" und "Bedrohungen aus dem Internet" durch Cyber-Angriffe.

Die Bedeutung des "Roten Buches" war einst groß, es galt als verbindliche, vom Militär vorgegebene Richtlinie für die Politik. Inzwischen ist der politische Einfluss des Militärs von der islamisch geprägten Regierung radikal reduziert worden, und das "Rote Buch" ist nicht mehr Richtlinie, sondern unverbindlicher Spiegel der gegenwärtigen Ansichten der politischen Führung.

Quelle: welt online

mir wird nur noch angst.........
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Antwort #71
am: 26. Januar 2011, 09:56:29

Offline TC Melanie

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Türkischer Tourist ohne Visum freigesprochen

Ein türkischer Tourist, der ohne Visum in das Bundesgebiet eingereist ist, handelt ohne Vorsatz und Schuld, wenn er aufgrund der Soysal-Entscheidung des EuGH davon ausgegangen ist, dass er kein Visum braucht. Das entschied das Amtsgericht Hannover.

Im Namens des Volkes wird der Angeklagte auf Staatskosten freigesprochen, lautet das Urteil des Amtsgerichts (AG) Hannover vom 7. Januar 2011 (123/10), dass jetzt bekannt wurde und dem MiGAZIN vorliegt. Der Entscheidung lag der Fall eines türkischen Staatsbürgers zugrunde, der ohne Visum zu touristischen Zwecken nach Deutschland eingereist war.

Am 28. November 2010 wurde er von der Polizei am Flughafen Langenhagen überprüft und festgenommen. Seit dem befindet er sich in Abschiebehaft in der Justizvollzugsanstalt. So nicht, entschieden die Strafrichter. Denn es sei "schon sehr zweifelhaft", ob das Verhalten des Angeklagten "überhaupt den Tatbestand des unerlaubten Aufenthalts im Bundesgebiet" erfüllt, so die Richter in der Urteilsbegründung.

Soysal-Entscheidung des EuGH
Der Verteidiger des Angeklagten berief sich auf die so genannte "Soysal-Entscheidung" des Europäischen Gerichtshofs vom 19. Februar 2009 (C-228/06). Diese Entscheidung beziehe sich zwar formal nur zur Frage der aktiven Dienstleistungsfreiheit, gelte aber auch für Touristen (passive Dienstleistungsfreiheit). Eine Unterscheidung zwischen der aktiven Dienstleistungserbringung und der Entgegennahme von Dienstleistungen sei nicht möglich, da die eine ohne die andere nicht denkbar sei.

Das Strafgericht schloss sich der Auffassung des Angeklagten "grundsätzlich" an. Auf die Frage, ob hier die "Soysal-Entscheidung" greife oder nicht, komme es aber nicht an. Diese Frage, könne nicht einmal von deutschen Juristen mit eindeutig "Ja" oder "Nein" beantwortet werden. Insofern könne man von einem rechts- und sprachunkundigen türkischen Staatsangehörigen erst recht nicht verlangen, dass er die mögliche Strafbarkeit seines Tuns erkennt. Hier liege weder Vorsatz noch Schuld vor weil der Angeklagte auf Grund der "Soysal-Entscheidung" der Überzeugung gewesen sei, visumsfrei einreisen zu können.

Bundesregierung erneut unter Druck
Damit setzt auch das AG Hannover die Bundesregierung unter Druck, die sich bisher schwer damit tut, die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs umzusetzen. Und das obwohl bereits mehrere Entscheidungen vorliegen, wonach türkische Staatsangehörige kein Visum benötigen, wenn sie zu touristischen Zwecken in das Bundesgebiet einreisen möchten. Es bleibt abzuwarten, wie lange die Bundesregierung die Umsetzung der Soysal-Entscheidung in haarspalterischer Manier noch hinausschieben kann. Die Mühlen der Justiz mahlen bekanntlich langsam, aber sie mahlen.

Quelle: migazin

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Antwort #72
am: 26. Januar 2011, 10:20:49

Offline johanna

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Ich werde eh nie verstehen, warum der Eine problemlos ein Visum bekommt für 3 Monate und ein Anderer erst nach Einspruch für 4 Wochen. Wieder Andere werden permanent abgelehnt. Es kommt wohl immer auf die Laune des jeweiligen Beamten an  :-\
Da wird sich wohl auch in naher Zukunft nichts ändern, es sei denn man hat genug Schmiergeld...............

Antwort #73
am: 10. Februar 2011, 07:52:02

Offline TC Melanie

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Gericht lockert Visumspflicht

Türkische Touristen dürfen für drei Monate einreisen

München - Der lang anhaltende Streit zwischen Ankara und Berlin über den Visazwang für Türken geht in eine neue Runde. Das Bayerische Verwaltungsgericht in München entschied am Mittwoch, nach dem seit 1973 geltenden Assoziierungsabkommen bräuchten Türken in bestimmten Fällen kein Visum mehr. Das Gericht folgt damit einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs von 2009, die von der Bundesregierung aber bislang nicht akzeptiert wird.

m konkreten Fall ging es um eine Türkin, die am Münchner Flughafen den Transitbereich nicht verlassen durfte. Die Frau wollte nur im Airport Kempinski-Hotel übernachten, da sie nach Ankunft aus den USA ihren Anschlussflug in die Türkei verpasst hatte. Die Gattin eines Geschäftsmanns musste schließlich im Transitbereich des Airports nächtigen und klagte danach wegen dieser Behandlung. Ihr Münchner Anwalt, Temel Nal, sprach nach dem Urteil von einer 'Grundsatzentscheidung'. Allerdings ist diese noch nicht rechtskräftig. Das Gericht ließ eine Berufung zu.

Hätte das Urteil Bestand, bräuchten türkische Touristen künftig kein Visum mehr, wenn sie nicht länger als drei Monate in Deutschland bleiben wollen. Davon würden auch türkische Geschäftsleute profitieren, die sich seit langem über eine zu restriktive Visapraxis beschweren. Erst jüngst hatten sich türkische Unternehmer beklagt, weil sie zur Süßwarenmesse in Köln keine Visa erhielten, obwohl die Türkei Partnerland der Messe war. Anfang März ist die Türkei auch Partnerland der Cebit in Hannover.

Quelle
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Antwort #74
am: 12. Februar 2011, 09:52:54

Offline TC Melanie

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Aktive und passive Dienstleistungsfreiheit
Damit folgten die Münchener Richter der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) und bringen damit die Bundesregierung nun massiv in Erklärungsnot. Der EuGH hatte in der "Soysal Entscheidung" von 2009 ("Soysal", C-228/06) klargestellt, dass für türkische Staatsbürger die Dienstleistungsfreiheit gilt und sie daher kein Visum benötigen.

Die Bundesregierung stellt sich seit dem jedoch auf den Standpunkt, dass die EuGH-Entscheidung nur für die aktive Dienstleistungsfreiheit gelte, also nur für Personen, die Dienstleistungen erbringen. Touristen hingegen würden Dienstleistungen in Anspruch nehmen (passive Dienstleistungsfreiheit) und benötigten deswegen auch weiterhin ein Visum.

Systematische Weigerungshaltung aufgeben
Nach Einschätzung des Rechtsanwalts der Klägerin, Dr. Temel Nal, ist die Begründung obsolet. Auch für Memet Kilic, migrationspolitischer Sprecher der Grünen, muss die Bundesregierung nun reagieren: "Die Nichtbeachtung der Visaurteile des Europäischen Gerichtshofs durch die Bundesregierung beschädigt unseren Rechtsstaat."

Bisher habe die Bundesrepublik die Visa-Urteile des EuGH zur Visaliberalisierung zwischen Deutschland und der Türkei mit der Argumentation nicht zur Anwendung gebracht, dass mit der Türkei noch kein Rückübernahmeabkommen geschlossen worden sei. Kilic weiter: "Da dies jetzt geschehen ist, steht die Glaubwürdigkeit der Bundesrepublik auf dem Prüfstand." Angesichts der Häufung der erfolgreichen Klagen müsse die Bundesregierung endlich die "systematische Weigerungshaltung" aufgeben.

Schwarz-Gelbes Dilemma
Das aber dürfte gerade der schwarz-gelben Regierungskoalition äußerst schwerfallen. Denn würden türkische Staatsbürger von der Visumspflicht befreit, könnten sie beispielsweise in Fällen der Familienzusammenführung ohne Weiteres ein Sprachkurs in Deutschland besuchen und müssten nicht mehr im Herkunftsland eines der kostspielige Goethe-Institute aufsuchen.

Auf der anderen Seite läuft Deutschland Gefahr, sich weiter schadensersatzpflichtig zu machen. Für türkische Staatsbürger gilt die Visumspflicht seit dem Jahre 1980. Folgt man der aktuellen Rechtsprechung, macht sich Deutschland seit über 30 Jahren bei jeder Visumverweigerung und Erteilung gegen Gebühr schadensersatzpflichtig gegenüber jedem einzelnen Antragsteller.

Präzedenzfall
Aufgrund der Bedeutung und Tragweite des Urteils haben die Münchener Richter die Berufung zugelassen. Rechtsanwalt Nal ist sich seiner Sache aber sicher. Keine Entscheidung zuvor sei derart eindeutig und klar ausgefallen. Das Besondere an diesem Fall sei aber, dass das Gericht explizit einer Touristin Recht zugesprochen habe. Für abwegige Auslegungen bleibe kein Raum mehr. "Diese Entscheidung ist ein Präzedenzfall", so Nal.

Quelle: migazin

was anderes deswegen, - habt ihr gewusst was diese kurse am goehte institut kosten??? mich hat neulich fast der schlag getroffen, als ich wegen eines normalen deutschkurses zur auffrischung nachgefragt habe  haarig
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